Salmonellen-Bekämpfungsprogramm: Ergebnisse aus 2008 verzeichnen positiven Trend
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Stellungnahme Nr. 045/2009 des BfR vom 1. Juli 2009
Im Rahmen des EU-weiten Programms zur Bekämpfung von Salmonellen ist vorgesehen, dass die Mitgliedstaaten jährlich einen Bericht über den Anteil der Salmonella-positiven Herden bei Zuchtgeflügel und Legehennen erstellen. Dazu übermitteln die Bundesländer die Daten an das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), welches die Daten auswertet.
2008 wurden bei 0,8 % der untersuchten Zuchtgeflügel-Herden Salmonellen eines der Salmonella-Serovare nachgewiesen, für die ein Gemeinschaftsziel festgelegt ist. Bei den untersuchten Legehennen-Herden waren 2,7 % mit solchen Erregern infiziert. Keine Salmonella-Bakterien wurden in den Herden nachgewiesen, in denen die Tiere aufgezogen werden. Damit hält Deutschland das EU-Ziel der Salmonellenbekämpfung ein bzw. überschreitet es sogar, indem die nachgewiesenen Salmonella-Fälle unterhalb des gemeinschaftlichen Zielwertes für die Bekämpfung liegen. Die Daten zeigen, dass die in Deutschland getroffenen Maßnahmen gegen Salmonella-Infektionen greifen und das Risiko von Verbrauchern reduziert werden konnte, durch infizierte Eier oder Geflügel an Salmonellen zu erkranken.
Rechtsgrundlage und Grundlage der ausgewerteten Daten
Artikel 9 Abs. 1 der Richtlinie 2003/99/EG (1) zur Überwachung von Zoonosen und Zoonoseerregern sieht vor, dass jährlich im Bericht über Entwicklungstendenzen und Quellen von Zoonosen, Zoonoseerregern und Antibiotikaresistenzen auch die Daten zur Bewertung der nationalen Bekämpfungsprogramme gemäß Verordnung (EG) Nr. 2160/2003 veröffentlicht werden. Die Berichterstattung zum nationalen Bekämpfungsprogramm basiert auf den von den Ländern übermittelten Daten zu den Bekämpfungsprogrammen bei Zuchtgeflügel (Gallus gallus) und Legehennen.
Ergebnisse
Salmonella-Bekämpfungsprogramm beim Zuchtgeflügel (Gallus gallus)
Gemäß Verordnung (EG) Nr. 1003/2005 (2) wurden insgesamt 8093 Herden untersucht. Bei 121 (1,5 %) Herden wurde ein positiver Salmonellen-Nachweis geführt (Tabelle 1).
Insgesamt wurde bei 64 (0,8 %) der untersuchten Herden eines der fünf Salmonella-Serovare nachgewiesen, für die ein Gemeinschaftsziel festgelegt ist. S. Enteritidis wurde bei 45 (0,6 %), S. Typhimurium bei 8 (0,1 %) und S. Infantis bei 11 (0,1 %) der untersuchten Herden nachgewiesen. S. Virchow und S. Hadar wurden in keiner Herde nachgewiesen.
Die Untersuchungsergebnisse, auch getrennt für Untersuchungen des Lebensmittelunternehmers und der amtlichen Behörde, sind in Tabelle 1 zusammengefasst. Diese Ergebnisse sind für alle Zuchtlinien gemeinsam sowie für Legelinie und Mastlinie getrennt dargelegt.
(1) Richtlinie 2003/99/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 17. November 2003 zur Überwachung von Zoonosen und Zoonoseerregern und zur Änderung der Entscheidung 90/424/EWG des Rates sowie zur Aufhebung der Richtlinie 92/117/EWG des Rates (ABl. L 325 vom 12.12.2003, S. 31-40)
(2) Verordnung (EG) Nr. 1003/2005 der Kommission vom 30. Juni 2005 zur Durchführung der Verordnung (EG) Nr. 2160/2003 hinsichtlich eines Gemeinschaftsziels zur Senkung der Prävalenz bestimmter Salmonella-Serotypen bei Zuchtherden von Gallus gallus und zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 2160/2003 (ABl. L 170 vom 1.7.2005, S. 12-17).
Im Rahmen der Untersuchung von Zuchtgeflügel während der Aufzucht wurden aus 9 Ländern insgesamt 150 Untersuchungen berichtet, die alle ein negatives Ergebnis aufwiesen.
Tabellen und vollständiges Dokument:
http://www.bfr.bund.de/cm/208/salmonellen_bekaempfungsprogramm_ergebnisse_aus_2008_verzeichnen_positiven_trend.pdf
Quelle: BfR
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