Nach Bisphenol-A-Verbot in Dänemark muss Verbraucherministerin Ilse Aigner nachziehen
Leser: 527 | Heute: 2 | Zuletzt am 6 . September 2010
Hormonell wirksame Chemikalien in Kinderartikeln gehören verboten
Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßte den Vorstoß der dänischen Regierung, ab dem 1. Juli die hormonell wirksame Chemikalie Bisphenol A in vielen Kinderprodukten zu verbieten. Von diesem Verbot betroffen seien Kunststoffprodukte aus Polycarbonat wie Babyfläschchen und Verpackungsmaterialien, die mit Kindernahrung in Kontakt kommen. Der BUND forderte Verbraucherministerin Ilse Aigner auf, dem dänischen Beispiel zu folgen und in Deutschland ein umfassendes Verbot des Schadstoffes in Kinderartikeln durchzusetzen. Bisphenol A wird unter anderem mit Herz- und Kreislauferkrankungen, Störungen der Sexualentwicklung sowie Diabetes in Verbindung gebracht.
Jurek Vengels, BUND-Experte für Chemikalienpolitik: „Säuglinge und Kleinkinder reagieren besonders empfindlich auf hormonartige Schadstoffe wie Bisphenol A. Verbraucherministerin Ilse Aigner darf nicht länger die Augen vor den Risiken der Chemikalie verschließen. Sie muss beim Schutz von Säuglingen und Kleinkindern vorangehen und ein Bisphenol-A-Verbot für Kinderartikel auf den Weg bringen.“
Mittlerweile bieten fast alle Hersteller neben konventionellen Kinderartikeln wie Babyfläschchen und Schnullern aus Polycarbonat auch Bisphenol-A-freie Produkte an. Dies zeige, dass der Stoff leicht zu ersetzen sei und einem Verbot nichts im Wege stünde. Auch in Frankreich und den USA würden entsprechende Bisphenol-A-Verbote bereits diskutiert.
Weitere Informationen zu Schadstoffen in Plastik, u. a. zur Dokumentation „Plastic Planet“ von Werner Boote: http://www.bund.net/plastik und http://www.bund.net/bisphenola
Pressekontakt: Jurek Vengels, BUND-Experte für Chemikalienpolitik, Tel. (030) 275 86-422 bzw. Katrin Riegger, BUND-Pressereferentin, Tel. (030) 275 86-464, presse@bund.net; www.bund.net
Quelle: BUND
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