Anzeigen

Ernährung bei Gicht

Rubrik(en): Purin- und Harnsäurewerte | Autor: food-monitor |
 

DGEInfo 09/2009 – Beratungspraxis

Frage: Welche Ernährungsrichtlinien gelten für Gicht-Patienten?

Antwort: Die Stoffwechselkrankheit Gicht zählt zu den typischen „Wohlstandserkrankungen“. Ihre Entstehung wird durch Über- und Fehlernährung begünstigt. Aus diesem Grunde gilt es in erster Linie, das Körpergewicht zu normalisieren, die Purinzufuhr mit der Nahrung einzuschränken, auf Alkoholkonsum möglichst zu verzichten sowie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Durch diese Maßnahmen kann eine Senkung des erhöhten Harnsäurespiegels im Blut erreicht werden. Die Ernährung spielt somit sowohl in der Prävention als auch in der Behandlung der Gicht eine entscheidende Rolle.

Definition

Unter Gicht (lat.: Arthritis urica) versteht man eine Stoffwechselkrankheit, die zu den entzündlich rheumatischen Erkrankungen gehört. Sie zählt zu den drei häufigsten ernährungsmitbedingten Stoffwechselkrankheiten beim Erwachsenen und zeichnet sich durch erhöhte Harnsäurewerte im Blutplasma aus (Hyperurikämie).

Die Gicht stellt die klinische Manifestation einer bestehenden Hyperurikämie dar: Bei einer Harnsäurekonzentration im Serum von =6,5 mg pro 100 ml ist die Löslichkeitsgrenze erreicht, d. h. es kann zu Harnsäureausfällungen in Form von Kristallen (Natriumurat) in Gelenken und Geweben kommen. Durch die Ablagerungen von Harnsäurekristallen können in der Folge entzündliche Reaktionen ausgelöst werden.

Ursachen für die Entstehung einer Hyperurikämie sind eine erhöhte Harnsäurebildung oder eine verringerte Harnsäureausscheidung, in seltenen Fällen treten diese beiden Mechanismen auch in Kombination auf. Man unterscheidet die primäre von der sekundären Gicht. In 90 % der Fälle handelt es sich um eine primäre, angeborene Störung des Harnsäurestoffwechsels, die familiäre Hyperurikämie. Meist liegt dieser eine verminderte renale Harnsäureausscheidung durch Störung der tubulären Harnsäuresekretion zu Grunde. Lediglich bei 1 % der Betroffenen ist die körpereigene Harnsäureproduktion aufgrund von Enzymdefekten erhöht. Die sekundäre Form der Gicht kann als Begleiterkrankung anderer Krankheiten auftreten, z. B. bei hämatologischen Erkrankungen, zytostatischer Chemotherapie oder bei Nierenfunktionsstörungen.

Vollständiger Beitrag der DGE:
http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=994

Quelle: DGE

Share Button
 

Mehr zum Thema

Kommentare

Diese Seite verwendet Cookies. Mit Klicken auf den Button "Akzeptieren" erklären Sie sich damit einverstanden. So deaktivieren Sie Cookies.

Für eine optimale Nutzung unserer Seite werden Cookies verwendet. Sie können dies über die Optionen Ihres Browsers ändern und food-monitor ohne Cookies nutzen. Unsere Informationen zum Datenschutz finden Sie im Impressum dieser Seite.

Schließen