Exporte von Lebensmitteln aus Brasilien verzeichneten im weltweiten Vergleich die stärksten Wachstumsraten
food-monitor | 13. September 2011, 20:47 Uhr |
Die von Apex-Brasilien koordinierte Delegation wird auf der ANUGA auf 1.400 Quadratmetern ausstellen. Die Messe beginnt am 8. Oktober
Der Export von verarbeiteten Lebensmitteln aus Brasilien hat unter den weltweit wichtigsten Erzeugern von Nahrungsmitteln die höchsten Wachstumsraten zu verzeichnen. Als fünftgrößter Exporteur weltweit verzeichnete das Land zwischen 2005 und 2010 ein Umsatzplus dieser Produkte im Ausland um 14,8 Prozent pro Jahr. Die vier führenden Länder auf dieser Rangliste zeigten im gleichen Zeitraum geringere Wachstumsraten: die USA 12 Prozent, die Niederlande 7,7 Prozent, Frankreich 5,6 Prozent und Deutschland 8,2 Prozent, nach dem GTIS (Global International Trade System).
Neben der hohen Wachstumsrate haben die brasilianischen Exporte von Lebensmitteln und Getränken in 197 Länder im Jahr 2010 einen Gesamtbetrag von 38 Milliarden US-Dollar erzielt. Die exportierten Produkte zeichnen sich durch eine hohe Vielfalt und zunehmende Qualität aus.
Die brasilianische Delegation auf der ANUGA – der internationalen Lebensmittelmesse, die zwischen dem 8. und 12. Oktober in Köln stattfindet – besteht aus 70 Unternehmen aus 12 Branchen und wird durch die Apex-Brasil (Brasiliens Agentur für Wirtschafts- und Exportförderung) koordiniert: Rindfleisch, Schweine- und Hühnerfleisch, Kaffee und Tee, Kekse, Süßigkeiten, Getränke, Säfte, Obst und Früchte, regionale Lebensmittel (typisch brasilianische Produkte), Würzmittel und Fertiggerichte.
Dies sind Branchen, in denen sich Brasilien auszeichnet und im weltweiten Vergleich, sowohl bei den Produktions- als auch bei den Exportzahlen, führende Positionen einnimmt. Das Angebot setzt sich aus qualitativ hochwertigen und ausgereiften Produkten zusammen, die das wachsende Engagement der Branche für die ökologische Nachhaltigkeit sowie die Gesundheit und das Wohlbefinden der Verbraucher nachweisen.
Mit dem Sponsoring der brasilianischen Präsenz auf der ANUGA erweitert die Apex- Brasil ihr Engagement, das in Partnerschaft mit diesen Branchen erfolgt, um die brasilianischen Exporte zu fördern. Die Agentur unterhält Projekte zur Förderung der Exporte mit 80 Wirtschaftssektoren, von denen 13.000 brasilianische Unternehmen profitieren.
Kaffee aus Brasilien: einzigartiger Geschmack dank der geographischen Vielfalt des Landes
Als größter Produzent und Exporteur von Kaffee erzeugte Brasilien im Jahr 2010 48,1 Millionen Säcke. 33,017 Millionen Säcke wurden exportiert, dies ist ein Anstieg von 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Eine beeindruckende geographische Vielfalt, eine außergewöhnliche Nord-Süd-Ausdehnung und ganz verschiedene Höhenlagen, auf denen Kaffee angebaut wird, erlaubt die Erzeugung einer großen Variationsbreite von Aromen und Geschmacksrichtungen.
Aufgrund der günstigen klimatischen und geographischen Bedingungen ist der brasilianische Produzent einer der wenigen in der Welt, der zwischen den drei verschiedenen Verarbeitungsmethoden für Kaffee wählen kann: der natürlichen Trocknung, der halbtrockenen Verarbeitung (semi-washed) bzw. der Verarbeitung des geschälten Kaffees, der nassen Verarbeitung (fully washed) bzw. der Verarbeitung des entfleischten Kaffees („cafe despolpado“).
Die besondere Fruchtbarkeit des Bodens und die Modernisierung und Optimierung der Produktion leisten jeweils einen grundlegenden Beitrag. Seit 2007 besitzt der Verband der brasilianischen Kaffeeindustrie (ABIC) ein Zertifizierungsprogramm, das alle Schritte von der Produktion bis zur Industrialisierung abdeckt. Immer mehr Betriebe treten dem Programm bei und in den letzten Jahren wurden Partnerschaften mit anderen Zertifizierungsstellen auf nationaler oder internationaler Ebene geschlossen, was zu einer größeren Reichweite des Programms führte. Als Ergebnis gibt es ein vielfältiges Kaffeeangebot mit garantierter Rückverfolgbarkeit von der Bohne bis zur Tasse.
Die mehr als 300.000 Kaffeeplantagen in Brasilien, ganz unterschiedlicher Größe, erfüllen die Normen und Kriterien der sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Nachhaltigkeit. Es wird geschätzt, dass rund zwei Drittel Kleinerzeuger sind, eine Tatsache, die die positiven sozialen Auswirkungen der Produktion zeigt, von der unzählige Familien profitieren, die von der Landwirtschaft leben. Brasilien war im vergangenen Jahr für 34 Prozent der weltweiten Kaffeeexporte verantwortlich, was auf die hohe Akzeptanz des Produkts hindeutet.
Nach Brasilien, dem weltweit führenden Kaffeeerzeuger mit 48,1 Millionen Säcken jährlich, folgten im Jahr 2010 Vietnam, mit 18,0 Millionen Säcken, Indonesien, mit 9,5 Millionen Säcken und Kolumbien, mit 9,0 Millionen Säcken. Die Vereinigten Staaten sind der weltweit größte Verbraucher mit einem jährlichen Durchschnitt von 21 bis 23 Millionen Säcken/Jahr.
Kekse: gesteigerte Produktion und höherer Anspruch
Brasilien ist der zweitgrößte Hersteller von Keksen, mit 1,242 Millionen Tonnen und einem Umsatz von 6,47 Milliarden US-Dollar im Jahr 2010. Die Erwartungen für 2011 sind ein Umsatzwachstum von rund 5 Prozent sowie eine Steigerung des Exportvolumens zwischen 2,5 Prozent und 3 Prozent. Im Jahr 2009 hat der Sektor 1,206 Millionen Tonnen hergestellt, das sind 2,5 Prozent mehr als im Jahr 2008 (1,177 Millionen).
Derzeit gibt es 585 Kekshersteller in Brasilien, die 20 größten vertreten 75 Prozent des Marktes. Die brasilianischen Exporte von Teigwaren und Gebäck schrieben Wachstumszahlen und erreichten im Jahr 2010 167 Millionen US-Dollar, dies garantiert dem Land den dritten Platz auf der Rangliste der größten Exporteure.
Das Wachstum der Branche stützt sich auch auf die Kaufkraftzunahme der brasilianischen Bevölkerung und die Vermarktung von hochwertigeren Produkten, die mehr Komfort versprechen, gesünder und schmackhafter sind. Zu den Neuheiten, die auf der ANUGA vorgestellt werden, gehören die Kekse von der Firma Mabel, die ihr Sortiment an Keksen mit nur 100 Kalorien vorstellen wird, die vor allem für Kunden bestimmt sind, die sich kalorienbewusst ernähren.
Ein weiteres Highlight der brasilianischen Präsenz auf der ANUGA 2011 werden die Produkte von Bauducco sein. Bauducco ist weltweit führend bei der Herstellung von Panettone, mit der Produktion von rund 60 Millionen Stück im Jahr 2011. Davon werden etwa 10 Prozent im Ausland verkauft, insbesondere in den Vereinigten Staaten, in Japan, Südamerika, Portugal und Spanien.
Bauducco ist ein brasilianisches Unternehmen, das von einem italienischen Einwanderer gegründet wurde. Der Panettone wird seit 60 Jahren nach einem authentisch italienischen Rezept mit 100 Prozent natürlicher Gärung, mit ausgewählten Zutaten, tropischen Früchten und Rosinen hergestellt.
Nudeln: Brasilien ist der drittgrößte Produzent weltweit
Als drittgrößte Hersteller von Teigwaren, nur hinter Italien und den Vereinigten Staaten, exportierte Brasilien im Jahr 2010 insgesamt 12 Millionen US-Dollar, das entspricht 7.000 Tonnen. Die jährliche Produktion beträgt mehr als eine Million Tonnen. Die Konsolidierung als einer der größten Produzenten führte die Hersteller dazu, in Technologie, die neuesten Anlagen und in die Ausbildung von Fachkräften zu investieren.
Das Ergebnis dieser Investitionen ist eine Industrie, die heute – mit einer Anlagenkapazität von 1, 4 Millionen zu den modernsten weltweit gehört, und in der Lage ist, hochwertige Produkte anzubieten. Inzwischen gibt es in Brasilien mehr als 80 kleine, mittlere und große Unternehmen mit Produktionsstätten in allen Regionen des Landes. Darüber hinaus gibt es insgesamt mehr als hundert Kleinunternehmen mit mehr als 20.000 direkten Arbeitsplätzen, die auf handwerkliche Art Nudeln herstellen. Die wichtigsten Importeure von brasilianischen Nudeln sind Venezuela, Panama, Paraguay, Chile und die Vereinigten Staaten.
Pralinen, Bonbons und Konfekt: unverwechselbarer Geschmack
Als viertgrößter Produzent von Schokolade, Bonbons und Konfekt, exportierte Brasilien im Jahr 2010 303,7 Millionen US-Dollar, 3,6 Prozent mehr als im Jahr 2009, als Brasilien einen Umsatz von 293,2 Millionen US-Dollar erzielte und in 146 Länder auf fünf Kontinenten exportierte. Eine durch den ABICAB (Brasilianischer Verband für Schokolade, Kakao, Erdnüsse, Bonbons und Derivate) erstellte Bilanz zeigt, dass der Sektor von Januar bis Juli 2011 164,4 Millionen US-Dollar exportierte und ein Wachstum von 14,2 Prozent gegenüber dem ersten Halbjahr letzten Jahres verzeichnete. Im Bereich der Pralinen und Bonbons liegt das Land an achter Stelle der Weltrangliste.
Auf der ANUGA 2011 werden Köstlichkeiten wie Schokolade aus Kakao der Amazonasregion vorgestellt, die von Harald hergestellt werden, einem brasilianischen Unternehmen, das einheimischen Kakao aus den entlegensten Gebieten des Amazonas gewinnt, um Schokolade mit wenig Säure und viel Aroma herzustellen. Der Kakao wird von Harald nachhaltig gewonnen, mit umweltfreundlichen Methoden und mit positiven Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung der Familien, die entlang der Flüsse im Amazonasgebiet leben.
Eine weiterer wichtiger Hersteller der Branche, die Docile, der größte Hersteller von Drops in Lateinamerika, wird sein Angebot an Süßigkeiten und Fruchtgummi sowie viele andere erfolgreiche Köstlichkeiten vorstellen.
Cocktails mit Cachaça und brasilianischen Früchte erobern die Welt
Brasilianische Unternehmen stellen auf der ANUGA Cachaça hoher Qualität vor. Cachaça kann sowohl pur getrunken werden als auch als Cocktail mit exotischen, brasilianischen Früchten. Auch Liköre, die aus Zuckerrohrschnaps hergestellt werden, sind im Angebot. Cachaça ist ein alkoholisches Getränk, das durch Fermentation und Destillation von Melasse aus Rohrzucker hergestellt wird und von afrikanischen Sklaven, die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts in Zuckerfabriken arbeiteten, entdeckt wurde.
Brasiliens jährliche Produktionskapazität beträgt etwa 1,3 Milliarden Liter mit fünftausend Marken und 30.000 Erzeugern. Der Caipirinha, ein Cocktail aus Limetten und Cachaça, hat bereits Konsumenten auf der ganzen Welt erobert. Die Hauptabnehmer von Cachaça sind Deutschland, Paraguay, Italien, Uruguay und Portugal.
Die Ausfuhr von Cachaça hat in den letzten Jahren um 13 Prozent pro Jahr zugenommen. Im Jahr 2010 exportierte Brasilien Cachaça im Wert von 178.000 US-Dollar , ein Anteil von 71 Prozent der weltweiten Exporte. In der internationalen Nomenklatur ist der Code von Cachaça der gleiche wie Rum, weshalb Brasilien beim Ranking an Positionen verliert. Der Exportanteil liegt bei etwa 1 Prozent bis 2 Prozent der Produktion oder 2,5 Millionen Litern, da der Großteil der Produktion immer noch auf dem heimischen Markt verkauft wird.
Einer der Höhepunkte, die für die ANUGA erwartet werden, sind die Cachaças von Weber Haus, aus Südbrasilien (Porto Alegre, Rio Grande do Sul). Das Unternehmen wird seine Linie von Premium-Cachaças vorstellen, mit Zertifizierung der Rückverfolgbarkeit des organischen Anbaus, sowie Cocktails mit Cachaça und tropischen Früchten wie Açaí, Cupuaçu, Kokosnuss und Passionsfrucht.
Als erstes alkoholisches Getränk, das in Lateinamerika produziert wurde, wurde die Cachaça durch Zufall zwischen 1534 und 1549 bei der Herstellung von Zucker aus Zuckerrohr in Brasilien entdeckt. Im sechzehnten Jahrhundert, Brasilien war damals noch eine portugiesische Kolonie, galt Cachaça als geringwertiges Getränk, das das Prestige des damaligen portugiesischen Brandys, der Bagaceira, bei weitem nicht erreichte.
Die brasilianische Cachaça wurde über Jahrzehnte geringgeschätzt, dies änderte sich erst mit der Semana da Arte Moderna, im Jahr 1922, eine künstlerische Bewegung, die die brasilianischen Wurzeln aufwerten wollte, und so auch das Ansehen des Getränk wieder erhöhte, das seitdem als eines der Symbole der brasilianischen Kultur gilt. Seither ist die Cachaça als das berühmteste brasilianische Getränk in der ganzen Welt bekannt.
Jedes Getränk, das Zuckerrohr als Rohstoff verwendet und dessen Alkoholgehalt bei 20° C zwischen 38 % und 54% Vol. liegt, wird als Cachaça bezeichnet, es kann noch bis zu sechs Gramm Zucker pro Liter hinzugefügt werden.
Cachaça ist die am dritthäufigsten konsumierte Spirituose weltweit und liegt in Brasilien an erster Stelle. Nach Angaben des brasilianischen Programms für die Förderung von Aguardente de Cana, Caninha oder Cachaça (PBDAC) liegt die Produktion bei rund 1,3 Milliarden Liter pro Jahr, wobei etwa 75 Prozent dieser Summe aus der industriellen Produktion und 25 Prozent aus handwerklichen Betrieben stammt.
Rind- und Schweinefleisch: Modernität und Nachhaltigkeit
Brasilien erhöht die Rindfleischproduktion
Brasilien hat sich seit 2003 als der größte Exporteur von Rindfleisch weltweit durchgesetzt und liegt somit noch vor Ländern wie Australien, den USA und Argentinien. Das Land kann auf eine leistungsfähige, wettbewerbsfähige und moderne Rindfleischbranche zählen, die derzeit zunehmend in Technologie investiert.
Die brasilianische Rindfleischbranche hat heute die volle Kontrolle über ihre Lieferanten und überwacht die Herkunft ihrer Produkte. Dies führt dazu, dass Betriebe, die die gesetzlichen Vorgaben nicht erfüllen, vom Weiterverkauf ihrer Waren ausgeschlossen werden. Im Jahr 2010 exportierten die brasilianischen Schlacht- und Zerlegebetriebe 1,2 Millionen Tonnen Fleisch und trugen mit fast 5 Milliarden US-Dollar zu den Handelsgewinnen des Landes bei.
In Brasilien werden unterschiedliche Fleischarten produziert und daher ist man in der Lage, die Bedürfnisse ganz unterschiedlicher Märkte zu erfüllen. Im Land werden britische Rinderrassen mit marmoriertem Fleisch und Zeburassen gehalten, die ein eher mageres Fleisch liefern. Es gibt auch Bio-Fleisch, das aus Tierhaltungen mit ausschließlicher Weidehaltung stammt, sowie Fleisch, das in Feedlots erzeugt wird, Mastbetriebe, in denen die Rinder eine besonders energiereiche Nahrung bekommen und so schneller an Gewicht zunehmen.
Insgesamt werden in Brasilien schätzungsweise 205 Millionen Tiere gehalten (dies entspricht 15 Prozent aller Rinder weltweit). Jedes Jahr werden 46 Millionen Rinder im Land geschlachtet (20 Prozent der Schlachtungen weltweit).
Die Größe und Vielfalt des Rinderbestands sowie die Größe des Landes sorgen für eine breite Palette an unterschiedlichen Betrieben und folglich an Endprodukten. Brasilien hat beste Voraussetzungen, verschiedene Nischen – den Gourmetmarkt ebenso wie den Handel mit Rohfleisch und verarbeiteter Ware – zu beliefern.
Werbeprojekt über Viehzucht
Der ABIEC (Associação Brasileira das Indústrias Exportadoras de Carne – Brasilianischer Verband der Fleischexporteure) arbeitet in Partnerschaft mit Apex-Brasil an dem Projekt „Pecuária do Brasil“ (Viehzucht in Brasilien), ein Werbeprojekt und Imagemanagement, das der Branche zu einem neuen Image verhelfen soll, indem die besten Methoden und die Erfolgsgeschichten in den Bereichen Viehzucht und brasilianische Rindfleischindustrie vorgestellt werden. Ziel ist es vor allem, der Welt das Konzept des brasilianischen Fleischs und seinen Ursprung zu zeigen, und zu diesem Zweck das Tagesgeschäft der Rinderfarmen in Brasilien vorzustellen.
Es werden Daten und Informationen vorgestellt, die nachweisen, dass die brasilianische Viehzucht Arbeitsplätze schafft und für Entwicklung sorgt und dass es Millionen von Betrieben im Land gibt, die technologische Ressourcen einsetzen, um die Produktivität zu verbessern, und die in Genetik investieren und für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter sorgen.
Hühnerfleisch: Nachhaltigkeitsstandard garantiert brasilianische Führungsrolle
Brasilien ist sowohl der größte Exporteur von Hühnerfleisch als auch – mit insgesamt 12 Millionen Tonnen – der drittgrößte Hersteller. Im Jahr 2010 wurden über 3,8 Millionen Tonnen in 150 Länder exportiert, was einem Anteil von 42 Prozent am Welthandel entspricht. Hühnerfleisch ist derzeit das 5. Produkt auf der Liste der brasilianischen Exporte, nach Eisenerz, Öl, Soja und Zucker.
Das Exportvolumen wuchs im ersten Halbjahr 2011. Von Januar bis Juli erreichten die Exporte von Hühnerfleisch 2.239.000 Tonnen, dies entspricht einer Zunahme von 3,4 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Umsatz stieg im Verhältnis zum Vorjahr noch weiter an. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres lag der Umsatz bei 4,669 Milliarden US-Dollar, 24,3 Prozent über dem Umsatz von 3,756 Milliarden US-Dollar im Jahr 2010.
In Bezug auf die Arten der exportierten Produkte belief sich der Export von Hühnerfleischteilen; dem Hauptprodukt, zwischen Januar und Juli dieses Jahres auf insgesamt 1,182 Millionen Tonnen. Der Verkauf von verarbeitetem Hühnerfleisch ins Ausland belief sich auf 106,5 Tausend Tonnen.
Brasilien führt in der Rangliste der größten Exporteure von Hühnerfleisch gut vor den Vereinigten Staaten, dem zweitgrößten Exporteur weltweit. Diese Führungsrolle wurde dank der Qualität, Gesundheit und Nachhaltigkeit der brasilianischen Geflügelhaltung in Kombination mit konkurrenzfähigen Preisen erreicht. Die hygienischen Bedingungen der Tierhaltung in Brasilien gehören im weltweiten Vergleich zu den am höchsten entwickelten, wobei Brasilien das einzige Land unter den großen weltweiten Produzenten und Exporteuren von Hühnerfleisch ist, in dem kein einziger Fall von Vogelgrippe registriert wurde.
Die wichtigsten brasilianischen Unternehmen der Geflügelbranche, wie Copacol, Aurora Foods und Frinal, werden auf der ANUGA 2011 ein reichhaltiges Produktangebot zeigen. Copacol wird Produkte für den Verbraucher und für Supermarktketten auf den Markt bringen. Eine der Neuheiten ist die Produktlinie IQF (Individually Quickly Frozen). Die einzelnen Teile werden dabei einzeln eingefroren, das bietet den Vorteil, dass nicht das ganze Paket aufgetaut werden muss, wenn nur eine kleine Portion verzehrt werden soll. Aurora wird ihr Sortiment an Hamburgern vorstellen, das speziell für den Export bestimmt ist.
Schweinefleisch
Brasilien exportierte im Jahr 2010 540 Tausend Tonnen Schweinefleisch und erzielte einen Umsatz von 134 Milliarden US-Dollar, 9,32 Prozent mehr als im Jahr 2009. Als wichtigste Quelle für tierisches Eiweiß in der Welt beträgt die weltweite Produktion von Schweinefleisch 100 Millionen Tonnen, die Hälfte wird in China hergestellt und der Rest in der Europäischen Union (EU), in den Vereinigten Staaten (USA) und in Brasilien, als viertgrößtem Produzenten und Exporteur. Brasilien ist für 3 Prozent der Produktion und 11 Prozent der Exporte verantwortlich und erreichte zunehmende Anteile am internationalen Markt.
In den letzten zehn Jahren haben die Exporte schnell von 4 Prozent bis 11 Prozent der Gesamtexporte weltweit zugenommen. Im Jahr 2008 exportierte Brasilien 530 Tausend Tonnen und erreichte einen Rekordumsatz von 1,4 Milliarden US-Dollar. Brasilien ist dabei, je nach den unterschiedlichen Qualitätsstandards im Hinblick auf hygienische Bedingungen, Nährwert und organoleptische Eigenschaften (Farbe, Geschmack, Geruch und Textur), neue Märkte für den Export des Produktes zu erschließen.
Bio-Produkte: Die Nachhaltige WM 2014 fördert das Wachstum der Branche in Brasilien
Mit der viertgrößten ökologischen Anbaufläche im weltweiten Vergleich (1,8 Millionen Hektar) folgt Brasilien dem weltweiten Wachstumstrend der ökologischen Landwirtschaft. Die jüngste Entscheidung der brasilianischen Regierung die Weltmeisterschaft im Jahr 2014 mit nachhaltiger Bioproduktion zu verbinden, bei der das Image des Landes des Fußballs mit der Umweltfrage verbunden wird, schafft hervorragende Wachstumsaussichten für Bio-Produzenten in Brasilien und ebnet den Weg dafür, dass auch die Olympischen Spiele im Jahr 2016 den gleich Weg gehen.
Die Exporte von brasilianischen Bio-Produkten neigen dazu, im Verhältnis zu den 250 Millionen US-Dollar im Jahr 2010 sprunghaft anzusteigen, dem geschätzten Wert des Projekts OrganicsBrasil (IPD/Apex -Brasil). Mit einem Wachstum von rund 20% pro Jahr bei den Exporten in den vergangenen fünf Jahren hat der Sektor einen Durchbruch und eine Konsolidierung in Brasilien erreicht, so dass die ökologische Erzeugung derzeit eine Zeit erlebt, die von einem schnellen Wachstum geprägt ist und sowohl in Brasilien selbst als auch auf internationaler Ebene an Bedeutung gewinnt.
Heute finden wir ökologischen Landbau in allen brasilianischen Bundesstaaten im Nordosten, Südosten und Süden, vor allem in Bahia, Minas Gerais, Rio Grande do Sul, Ceará, Paraná, Piauí und São Paulo. In der brasilianischen Landwirtschaft dominieren Familienbetriebe und etwa 84 Prozent der 5 Millionen Betriebe werden von Familien bewirtschaftet.
Die Kleinbauern profitieren von der Entscheidung der brasilianischen Regierung, den ökologischen Landbau im Land zu stärken. Auf der ANUGA werden einige brasilianische Unternehmen aus der Biobranche ausstellen, wie Atlantica Foods, die Açaí, Guaraná und Orangensaft aus biologischem Anbau anbieten wird, und C.E. Strauss, der seine Sortiment von Fruchtsäften mit ethischer Zertifizierung vorstellen wird (Fair Trade, Rainforest Alliance und biologischer Anbau) als Vertreter der Getränkeindustrie.
Brasilianisches Obst und Früchte: besonderes Aroma
Auch in der Obstindustrie hat Brasilien einen prominenten Platz auf der Weltbühne. Brasilien ist mit einer Gesamtfläche von 41 Millionen Tonnen im Jahr 2009, der drittgrößte Produzent. Im Jahr 2010 exportierte Brasilien 609 Millionen US-Dollar an frischem Obst und liegt an 18. Stelle auf der Rangliste. Die Obstsorten, die am meisten exportiert wurden, waren in absteigender Reihenfolge, Melone, Banane, Mango, Apfel, Zitrone, Trauben, Orangen, Wassermelone, Papaya und Avocado.
Im Segment der verarbeiteten Früchte wurde im Jahr 2010 ein Umsatz von 2,2 Milliarden US-Dollar erzielt, dies entspricht einem Anstieg von 7,69 Prozent im Vergleich zu 2009. Der Orangensaft ist immer noch der absolute Marktführer im Exportvolumen (gefroren und nicht gefroren ), gefolgt von Cashew-Nüssen, Apfelsaft, anderen Fruchtsäften (außer Orange und Apfel ), Obstkonserven, Paranüssen, Süßspeisen und Marmeladen, Fruchtpürees und -pasten.
Brasilien ist ein Land mit den Ausmaßen eines Kontinents und erzeugt Früchte in tropischen, subtropischen und gemäßigten Klimazonen mit einer Vielzahl von Farben und Aromen.
Die Früchte mit Ursprung in der Amazonasregion sind weiterhin der Höhepunkt und wecken, mit einer wachsenden Zahl von Liebhabern, Neugier und Interesse sowohl in Brasilien selbst als auch im Ausland. Die bekannteste Frucht ist Açaí, es wird aber geschätzt, dass es etwa 120 einheimische Sorten gibt, die ein reiches Potential für die Vermarktung haben.
Das heimische Açaí ist reich an Antioxidantien und anderen außergewöhnlichen Kräften, eine Frucht, die einst nur die Indios kannten und die heute zu einem Art „Weltstar“ geworden ist, der in der ganzen Welt konsumiert wird. Es handelt sich um die Früchte einer im Amazonasgebiet häufig vorkommenden Palmenart, der Name bedeutet „Frucht, die weint“ in der Sprache der Tupi-Indianer, da die Früchte die besondere Eigenschaft haben, Flüssigkeit abzusondern. Aber der Ruhm des Açaì leitet sich von seinem hohen Nährwert und seinen heilenden Eigenschaften ab. Açaí ist reich an Eiweiß, Ballaststoffen, Fetten und Mineralstoffen. Es enthält auch hohe Anteile von Nährstoffen wie Kalium, Eisen, Kalzium, Vitamine B, C und E.
Typische Produkte aus Brasilien sowie Gesundheitsprodukte
Die enorme brasilianischen Biodiversität wird wieder einmal auf der ANUGA präsentiert, mit Produkten wie Palmöl, Pfeffer und Paranüssen. Auf der Messe werden auch typische Produkte und Zutaten der brasilianischen Küche gezeigt, von Pão de Queijo (einer Gebäckspezialität) zu Lebensmitteln und Getränken, die einen Beitrag zur Gesundheit leisten.
Brasilien ist der viertwichtigste Exporteur weltweit von Palmöl (6,5 Millionen US-Dollar im Jahr 2010) und Pfeffer (114 Millionen US-Dollar im Jahr 2010) und liegt auf dem fünften Platz weltweit bei den Exporten von Paranüssen (14 Millionen US-Dollar).
Bei den Gewürzen und Kräutern sind die Highlights Rosa Pfeffer, Schwarzer Pfeffer, Nelken und andere Gewürze. Brasilien gehört zu den größten Exporteuren von Pfeffer der Welt und die wichtigsten brasilianischen Unternehmen dieser Branche, wie Ruette Spices und Agro Food werden an der Messe teilnehmen.
Andere typische Spezialitäten aus Brasilien, wie Pão de Queijo und Chipa (Käsegebäck) werden von dem Hersteller Maricota Alimentos auf der ANUGA vorgestellt. Diese in Brasilien, und vor allem im Bundesstaat Minas Gerais, sehr populären Produkte, sind nicht nur sehr lecker, sondern auch glutenfrei. Das Unternehmen ist in der kleinen Stadt Luz in Minas Gerais ansässig und exportiert seine Produkte mit großem Erfolg. Im Jahr 2010 machte der Hersteller einen Umsatz von 610 US-Dollar auf dem Auslandsmarkt und er hat das Ziel seine Umsatzzahlen im Jahr 2011 zu verdoppeln.
Die Palmherzen Pupunha Castelo werden vom Erzeuger Castelo Alimentos auf der ANUGA vorgestellt. Die Produktion konsolidiert sich als eine tragfähige Landwirtschaft im Hinblick auf die wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Aspekte. Es ist eine Art von Palmherz, das so hergestellt wird, dass die Palme dabei geschützt wird, denn nachdem das Palmherz geschnitten wird, schlägt die Pflanze wieder aus und wächst schnell, wodurch sogar mehr Produktivität gewährleistet wird. Der Palmito Pupunha hat eine gelbliche Farbe und ist etwas süßer als die traditionellen Arten (Juçara und Açaí), dies sind fast unmerkliche Unterschiede, die sehr gut von den Verbrauchern akzeptiert werden.
Paranüsse sind typisch für die brasilianische Amazonasregion und werden auf der ANUGA als Teil der Produktpalette des Herstellers Iracema vorgestellt, der auch Cashew-Nüsse, Pistazien und Mandeln im Angebot hat. Paranüsse sind reich an Selen,wirken sich günstig auf die Schilddrüse aus (Vermeidung von Gewichtsschwankungen ) und stärken das Immunsystem. Selen wirkt auch positiv auf das Zentralnervensystems und schützt den Körper gegen die Wirkung von freien Radikalen.
Die Firma Camil wird auf der ANUGA ihre verbrauchsfertigen Produkte, wie den Feijão Carioca (braune Bohnen), schwarze Bohnen, Kichererbsen, Linsen, weiße Bohnen, Sojabohnen und Augenbohnen vorstellen, die alle ohne Konservierungs- oder Zusatzstoffe hergestellt werden. Die „Feijoada“ (ein Gericht aus gekochten schwarzen Bohnen mit Schweinefleisch) ist das Symbol der brasilianischen Küche.
Gesundheit und Wohlbefinden durch trinkbares Meereswasser
Brasilianische Unternehmen stellen auf der ANUGA auch Produkte vor, die zur Gesundheit, dem Wohlergehen und der Lebensqualität der Verbraucher beitragen. Eines der erfolgreichsten Beispiele dafür ist das Trinkwasser des Unternehmens Aquamare, das eine innovative Technologie zur Reinigung von Meerwasser entwickelt hat, so dass es für den menschlichen Verzehr geeignet wird
Meerwasser enthält etwa 86 verschiedene Mineralien und verschiedene Nährstoffe. Gewöhnliches handelsübliches Wasser bietet durchschnittlich 12 Mineralien. Mit der Technologie von Aquamare war es möglich, mehr als 60 dieser Mineralien als Spurenelemente zu erhalten, so dass das mit der brasilianischen Technologie hergestellte Wasser für den Verbraucher besonders gesundheitsfördernd ist.
Das Unternehmen wird auf der Messe auch ein Getränk auf der Basis von gereinigtem Meerwasser mit Extrakten aus Hibiskusblüten und Ingwer, vorstellen, das angenehm erfrischend und wohltuend für den Körper ist. Der Hibiskus besitzt ernährungsphysiologische Eigenschaften, die den Stoffwechsel zur Fettverbrennung anregen und das Abnehmen fördern.
ÜBER APEX-BRASIL
Die Mission von Apex-Brasilien ist es, den Export brasilianische Produkte und Dienstleistungen zu fördern, um zur Internationalisierung der brasilianischen Unternehmen beizutragen und ausländische Investitionen in Brasilien anzuziehen. Die Apex-Brasil ist eine Behörde der brasilianischen Regierung, die an das Ministerium für Entwicklung, Industrie und Außenhandel (MDIC) angeschlossen ist.
Durch Initiativen in Zusammenarbeit mit Branchenorganisationen organisiert die Agentur Aktionen zur Förderung des Handels. Wie zum Beispiel Missionen, Geschäftstreffen, Förderung der Beteiligung von brasilianischen Unternehmen an wichtigen internationalen Fachmessen und Besuche von ausländischen Käufern und Meinungsmachern, um die brasilianische Produktionsstruktur kennenzulernen.
Sie produziert auch Studien zur Handelsintelligenz, mit dem Ziel die Entscheidungen der brasilianischen Unternehmen über den Eintritt in die internationalen Märkte zu orientieren.
Halle 3.1 Stand B 020G – C 029G (Allgemeine Lebensmittel)
Halle 3.1 Stand C 020G – D 029G (Kekse und Süßwaren)
Halle 2.2 Stand C 021G – B 020G (Kaffee)
Halle 9 Stand D 040G – C 049G (Schwein und Huhn)
Halle 9 Stand D 0412G (Schwein und Huhn)
Halle 6 Stand D 079G (Fleisch)
Halle 8 Stand D 066G – D 068G (Obst und Getränke)
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
AJA Media Solutions
Marcio Damasceno, damasceno@ajasolutions.co.uk, +49 1798759154, Berlin
Maria Luiza Abbott, cuca@ajasolutions.co.uk, +44 772 0297199, London
Quelle: ApexBrasil

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