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Richtige Ernährung bei Gicht, Rheuma, Arthrose, Arthritis

 
Gicht, Rheuma, Arthrose, Arthritis

Fotolia #53655225 © Gina-Sanders – Lizenznehmer: food-monitor

Einleitung

Gicht, Rheuma, Arthrose oder Arthritis gleichen sich in vielerlei Hinsicht. Bei allen handelt es sich um schmerzhafte Störungen oder Erkrankungen der Gelenke, Knochen, Sehnen oder Muskeln. Egal, um welche dieser Erkrankungen es sich handelt, wichtig ist in jedem Falle eine leichte Kost mit möglichst wenig tierischen Fetten, um Abzunehmen und zu Entschlacken und gleichzeitig die entzündungsfördernden Fettsäuren aus den tierischen Produkten zu vermeiden.

Eine Besonderheit gibt es bei der Gicht: Hier ist gleichzeitig der Purin- bzw. Harnsäuregehalt der Lebensmittel zu beachten. Das heißt, bei Gicht sollten tierische Produkte noch stärker reduziert werden, da diese hohe Purinwerte aufweisen. Pflanzliche Lebensmittel enthalten sehr viel weniger Purine. Hier sollte lediglich auf Hülsenfrüchte verzichtet werden. Auch Alkohol, v. a. Bier kann Gichtkranken große Schwierigkeiten bereiten.


Richtige Ernährung bei Gicht

Gicht ist eine Harnsäurestoffwechselstörung, die meist in Zusammenhang mit Überernährung, zu hohem Alkoholkonsum und zu wenig Bewegung entsteht. Die Anlage zu Gicht wird vererbt. Bei Gicht ist die Harnsäurekonzentration im Blut ist so hoch, dass Harnsäure auskristallisiert. Es kommt zur Bildung von Gichtknoten, Gichtanfällen und zur Entstehung von Nierensteinen bis hin zum Nierenversagen. Doch so weit muss es nicht kommen. Durch eine purinarme Ernährung lässt sich die Harnsäurekonzentration im Blut senken. Purine sind Bestandteile der Zellen. Sie entstehen im Körper durch den Abbau alter Zellen und durch die Aufnahme purinhaltiger Lebensmittel.

Der beste Rat bei Gicht ist also eine möglichst purinarme Vollwerternähung mit viel Gemüse, Salat, Reis, Kartoffeln, Obst, Milch und Milchprodukte und dazu bevorzugt mindestens 2 Liter kalorienarme Getränke (z. B. Mineralwasser, Kräuter- und Früchtetees, Brottrunk, Fruchtsaftschorle). Das heißt, manche Lebensmittel sollten ganz vermieden, viele andere vorsichtig und in Maßen genossen werden.

Bevorzugen Sie:

o Gemüse, Salat, Obst
o Reis, Kartoffeln, Brot
o Milch und Milchprodukte
Verringern Sie den Verzehr folgender purinhaltiger Lebensmittel wie
o Fleisch, Wurst
o Fisch (Haut weglassen)
o Hülsenfrüchte (nicht zusammen mit Fleisch verzehren)
o Nüsse und Samen

Vermeiden Sie den Verzehr folgender purinreicher Lebensmittel:

o Innereien
o Kleinfische wie z.B. Sprotten, Ölsardinen, Sardellen und Schalentiere
o Haut von Fisch und Geflügel
o Fleischbrühe und Fleischextrakt
o Hefe
o Sojabohnen
o fettreiche Lebensmittel
o Alkohol, insbesondere Bier

Nur eine langfristige Umstellung senkt den Harnsäurespiegel im Blut erfolgreich. Bitte beachten Sie, dass eine purinarme Diät nicht mehr als 300-500 mg Harnsäure pro Tag enthalten sollte.

Tipp

Regelmäßig betriebener Ausdauersport hilft mit, das Sollgewicht zu erreichen bzw. zu halten. Dies wirkt sich wiederum günstig auf den Harnsäurespiegel aus.


Richtige Ernährung bei Rheuma

Unter Rheuma, von Fachleuten als rheumatischer Formenkreis bezeichnet, versteht man eine Gruppe von etwa 100 verschiedenen Erkrankungen des Bewegungsapparates. Betroffen sind entweder Gelenke, Muskeln, Knochen oder Sehnen, die von Verschleiß- und Abriebserscheinungen gekennzeichnet sind (Arthrose) und häufig entzündet sind (Arthritis). Rheuma ist meist sehr schmerzhaft und mit erheblichen Einschränkungen der Beweglichkeit verbunden. Man vermutet, dass jeder zehnte Deutsche davon betroffen ist, die Hälfte davon ist unter 35 Jahre alt. Rheuma ist also in keinster Weise eine typische Seniorenerkrankung. Typische äußerliche Symptome sind Schwellungen, Rötungen und fieberhafte Hitze im betroffenen Gewebe.

Bei der Therapie der rheumatischen Erkrankungen spielt die richtige Ernährung eine große Rolle. Erstes Ziel von übergewichtigen Rheumatikern ist die Gewichtsabnahme. Das schont die Gelenke, die durch die zu vielen Kilos zusätzlich belastet werden. Wichtig sind außerdem regelmäßige Fasten- und Entschlackungskuren, die besonders bei akuten Schüben für Linderung sorgen können.

Die Nahrung sollte viel Obst und Gemüse enthalten, reich an ballaststoffreichen Vollkornprodukten sein und möglichst unbehandelt und schadstoffarm sein. Tierische Fette sind zu meiden, da diese bestimmte Fettsäuren besitzen, die Entzündungsprozesse noch verstärken. Omega-3-Fettsäuren aus Fisch und hochwertigen Pflanzenölen lindern dagegen erwiesenermaßen die Entzündungserscheinungen. Wichtig ist auch eine ausreichende Versorgung mit Immunstoffen wie Vitamin A, C und E und sekundären Pflanzenstoffe.

Wählen Sie zum Fasten und Entschlacken:

o Entwässernde Tees mit Schachtelhalm, Birkenblättern, Quecke, Goldrute, Löwenzahn, Brennnesselblättern und Holunderblüten
o natriumarmes Mineralwasser, Brottrunk
o kaliumreiche Frucht- und Gemüsesäfte, wie z.B. Orangensaft, Möhrensaft, Rote Bete-Saft, Tomatensaft
o Brottrunkschorlen
o kaliumreiches Gemüse, wie z.B. Spinat, Mangold, Rote Bete, Kohlrabi, Fenchel, Feldsalat, diverse Kohlsorten, Kartoffeln

Bevorzugen Sie omega-3-reiche Nahrungsmittel:

o mindestens 2 Portionen Fisch pro Woche (vor allem Hering, Makrele, Lachs, Sardine, Karpfen)
o Raps-Kernöl, Leinöl, Leindotteröl
o eventuell: Omega-3-Fischölkapseln

Vermeiden Sie tierisches Fett:

o maximal 2 Portionen Fleisch pro Woche
o fette Wurstwaren, wie z.B. Leberwurst ganz vermeiden
o wählen Sie anstelle von Butter pflanzliche Öle
o wählen Sie fettreduzierte Milch- und Milchprodukte

Zur Stärkung der Abwehrkräfte wählen Sie:

o viel Vitamin-C- und Provitamin-A-reiches Obst und Gemüse, z.B. Tomaten, Paprika, Grünkohl, Spinat, Mangold, Honigmelone und Papaya (Obst und Gemüse ist gleichzeitig reich an sekundären Pflanzenstoffen)
o Vitamin-E-reiche Pflanzenöle (wie z.B. Raps-Kernöl, Sojaöl)
o maßvoll Leber, Käse und Fisch als Vitamin-A-reiche Lebensmittel

Beachten Sie außerdem:

o Alkohol, Zigaretten, Kaffee und Schwarzen Tees einschränken, am besten ganz darauf verzichten
o um Knochenschäden vorbeugen, sollte viel Calcium, Vitamin D und Vitamin K aufgenommen werden, auch Soja-Isoflavone sind für einen gesunden Knochenstoffwechsel wichtig

Quelle: Wirths PR

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