Mutzen, Krapfen & Co.

Tipps zur Faschingsbäckerei

Berliner, Mutzen, Krapfen und Schmalznudeln – fettgebackene Kalorienbomben gehören zum Karneval wie Konfetti und Pappnasen. An den tollen Tagen schwingen viele Jecken den Teiglöffel, um die süßen Spezialitäten in der heimischen Friteuse zu fabrizieren. Damit der Genuss von Fettgebackenem während der närrischen Session ohne Reue bleibt, hat die Verbraucherzentrale NRW folgende Tipps zur Faschingsbäckerei:

Krapfen und Co. sollten das richtige Fett abkriegen: In der Friteuse sind harte Fette zum Beispiel aus Kokosnuss nicht die erste Wahl. Empfehlenswerter sind speziell Frittieröle oder so genannte High-Oleic-Öle. Diese flüssigen Fette warten mit einem hohen Gehalt an einfach ungesättigten Fettsäuren auf und lassen sich gut erhitzen. Weil sie keine trans-Fettsäuren enthalten, sind sie zudem gesünder. Fettgebacke­nes in Öl sieht nach dem Abkühlen auch appetitlicher aus, weil sich kein weißer Fettfilm auf der knusprigen Hülle bilden kann. Einige Pflanzenöle mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren wie Soja-, Sonnenblumen- oder Mais­keimöl sind jedoch absolut tabu, da beim hohen Erhitzen giftige Verbindungen entstehen.

Rezept zum Frittieren: Man nehme für hundert Gramm Teig ein bis anderthalb Liter Öl. Dann das Fett in der der Friteuse zunächst zwischen 60 bis 80 Grad Celsius langsam erhitzen. Anschließend das heiße Öl bis maximal 175 Grad auf Touren bringen. Die Temperatur entweder am Thermostat einstellen oder mit einem Thermometer kontrollieren. Achtung: Jeweils nur kleine Portionen in das heiße Fett geben, damit die Temperatur nicht zu stark schwankt.

Fettgebackenes vergolden statt verkohlen: Beim Bräunungsvorgang von kohlenhydratreichen Lebensmitteln kann der Schadstoff Acrylamid entstehen. Verantwortlich ist vermutlich eine chemische Reaktion zwischen Zucker und dem Eiweiß-Baustein Asparagin. Acrylamid steht im Verdacht, krebserregend und erbgutschädigend zu sein. Um Gesundheitsgefahren zu vermeiden, sollte Fettgebackenes nur leicht vergoldet, statt stark gebräunt werden.

Frittierfett kann wieder verwendet werden: Nach dem Abkühlen kann Frittierfett mit Hilfe eines Kaffeefilters oder Haarsiebs gefiltert und in einem geschlossenem Gefäß aufbewahrt werden. Auch dazu sind flüssige Öle besonders gut geeignet. Das Frittierfett sollte höchstens vier- bis sechsmal wieder verwendet und anschließend unbedingt entsorgt werden. Verdorbenes und ranziges Fett riecht stechend, verfärbt sich bräunlich und entwickelt beim Frittieren einen starken Rauch. Frittierfett nach dem Gebrauch auf keinen Fall in den Ausguss oder in die Toilette schütten! Außerdem ausgediente Fette und Öle nur über den normalen Hausmüll entsorgen!

Fette Dickmacher nur in Maßen genießen: Frittierte Lebensmittel haben einen vergleichsweise hohen Fettgehalt. Wegen ihres enormen Kaloriengehalts sollte Fett- und Schmalzgebäck auch an den tollen Tagen nur in kleinen Dosen von Jecken und Narren vertilgt werden.

Quelle: VZ NRW

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