Preisspirale dreht nach unten

Das Angebot bei den meisten Agrarprodukten ist reichlich, einen weltweiten Nachfragesog wie in den Jahren 2006 und 2007 wird es angesichts der Wirtschaftskrise nicht geben. Diese Situation verspricht zwar verbraucherfreundliche Preise, setzt aber die Rentabilität der vorgelagerten Stufen bis hin zur Landwirtschaft unter Druck.

Ob sich mit der Produktion von Nahrungsmitteln Geld verdienen lässt, hängt maßgeblich vom Handel ab. Lockt er den vermeintlich kaufmüden Verbraucher ins Geschäft, indem er die Preisspirale nach unten in Gang setzt, so werden sowohl der Handel selbst als auch seine Lieferanten in der Krise leiden. Setzt er auf die Botschaft „Gönn‘ Dir was in schlechten Zeiten“, würde eine Preisschlacht zu Lasten aller Vermarktungsstufen vermieden. In diesem Fall würde die bessere Rentabilität die Chance bieten, in die Zukunft der Produktion in Deutschland zu investieren.

In der vierten Kalenderwoche dieses Jahres wurde durch umfassende Preissenkungen bei Aldi und Co. die Preisschlacht eingeleitet und zum Monatsstart Februar fortgesetzt. Ein 250-Gramm-Päckchen der preiswertesten Butter kostet jetzt 65 Cent. Dies ist der günstigste Preis seit der Währungsreform 1948.

Quelle und Copyright: ZMP GmbH, Bonn, http://www.zmp.de

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