13 Millionen Deutsche sind Partizipative Konsumenten

Schöngefärbter Werbung nicht erwünscht / Offenheit von Unternehmen für Verbrauchermeinungen und -kritik und echte Dialogfähigkeit gefordert/ Internet gilt als wichtige Anlaufstelle für das Monitoring von Verbrauchermeinungen

Mit einer aktuellen Studie hat Zucker.Kommunikation, Agentur für strategische Marken-PR, einen neuen Konsumenten-Typus identifiziert: Der Partizipative Konsument (PARKO), der die Schnittmenge aus der LOHAS-Zielgruppe (Lifestyle of Health and Sustainability) und intensiven Online-Usern bildet. PARKOs verstehen sich als aktive Marktteilnehmer, die bei ausgeprägter Nutzung des Internets nicht nur bewusst konsumieren, sondern sich auch aktiv und kritisch mit der Kommunikationsarbeit von Unternehmen und Marken auseinandersetzen und Veränderungen fordern.

In der im Auftrag von Zucker. vom Marktforschungsinstitut SKOPOS durchgeführten, bevölkerungsrepräsentativen Studie bei 1.003 Personen im Alter ab 18 Jahre wurden zunächst LOHAS-Anhänger und Online-User segmentiert. Anschließend legten die Marktforscher die entsprechenden Mindsets übereinander und konnten dadurch 21% der Bevölkerung als PARKOs (breite Definition) identifizieren. Dies entspricht knapp 13 Millionen Menschen in Deutschland. Weitet man den Blick bei den LOHAS-Befürwortern auf die Nutzer hauptsächlich „klassischer“ Internetangebote aus, die allerdings schon eine Affinität zum „Web 2.0″/“Mitmachnetz“ besitzen und mindestens ab und zu selbst aktiv werden, dann lassen sich bereits weitere 27% als „pre-partizipativ“ bezeichnen. Lässt man die sogenannten „Nonliner“ (nicht online) bei der Betrachtung außen vor (deren Anteil beständig schwindet), erhält man gar einen Wert von 36% für den Anteil der PARKOs und weitere 40% für die Pre-Partizipativen.

Den Partizipativen Konsumenten entdecken

Die Einstellung des PARKO (breite Definition) lässt sich im Kern folgendermaßen beschreiben:

o Mehr als 80% der Partizipativen Konsumenten fordern nicht nur die Offenheit von Unternehmen für Verbrauchermeinungen und -kritik, sondern echte Dialogfähigkeit.
o Fast ebenso viele (78%) mahnen eine klare Haltung jenseits schöngefärbter Werbung – die 70% für unglaubwürdig und durchschaubar halten – an, wenn Unternehmen und Marken aus der Beliebigkeit herausragen wollen. Bereits gut die Hälfte der Partizipativen Konsumenten (49%) sehen Potenziale für die Unterscheidung im Wettbewerb im ökologischen und sozial gerechten Handeln.
o 71% der Partizipativen Konsumenten sehen das Internet für das Monitoring von Verbrauchermeinungen als wichtige Anlaufstelle. So halten auch 72% bei der Informationssuche die Meinungen anderer Verbraucher für wichtiger als die offiziellen Unternehmensinformationen.
o Dass die Nutzung innovativer, dialogischer Kommunikationsmittel ein erfolgreiches Unternehmen ausmacht, bestätigen 61% der Partizipativen Konsumenten.

Wer der Meinung ist, dass PARKOs eine elitäre Zielgruppe bilden, die zu vernachlässigen ist, der irrt. Sie ist nur die Speerspitze grundlegender Einstellungsveränderungen und bereits aktiv. Ihr folgt jedoch die breite Masse. So ist besonders interessant, dass in der Studie auch der konventionelle Konsument ohne ausgeprägte LOHAS-Neigung oder große Web 2.0-Aktivitäten in hohem Maße Aussagen wie „Glaubwürdige und attraktive Marken können nur entstehen, wenn man sich mit Verbrauchern und Kunden auseinandersetzt“ (67%) oder „Ich finde es gut, wenn Unternehmen auch darüber informieren, wo, wie und von wem ihre Produkte hergestellt werden“ (74%).

Oliver Kottwitz, Geschäftsführer von Zucker.Kommunikation, kommentiert die Studienergebnisse wie folgt: „Die heutigen Mittel zum schnellen kommunikativen Austausch der Konsumenten untereinander und eine immer weiter verbreitete kritische Haltung gegenüber Unternehmen, Marken und Werbebotschaften bringen den neuen, selbstbewussten Konsumenten-Typus des PARKO in eine starke Position, in der er über ökonomischen Erfolg oder Misserfolg entscheiden kann. Hinzu kommen die Ereignisse der Weltwirtschaftskrise, welche die Menschen in nie zuvor erlebtem Ausmaß weiter für das Geschehen auf den Märkten sensibilisiert. Für Unternehmen ist es an der Zeit, einen echten Dialog zu führen. In diesem Sinne hat Zucker. Leitlinien für eine zeitgemäße Kommunikation formuliert, die bei der Orientierung helfen können, um Verbrauchererwartungen und -ansprüchen gerecht zu werden.“

Zucker.Kommunikation ist eine unabhängige Agentur für strategische Marken-PR mit Sitz in Berlin. Seit 1998 betreut Zucker.Kommunikation Marken, Unternehmen und Institutionen wie ATP, Foot Locker, Fleurop, Fing’rs, Herlitz, Plantronics, Smava, Teufel u.a.

Kontakt, Studienergebnisse und Grafikcharts:
Ellen Blümm
e.bluemm@zucker-kommunikation.de
Zucker.Kommunikation GmbH
Torstraße 107, 10119 Berlin
Tel: +49/30/247 587-0
Fax: +49/30/247 587-77
Web: www.zucker-kommunikation.de

Quelle: Zucker.Kommunikation

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