Fragen und Antworten zum bundesweiten Erfassungssystem für Lebensmittel, die an Krankheitsausbrüchen beteiligt sind (BELA)

Jedes Jahr werden in Deutschland über 100.000 Infektionen gemeldet, die durch Lebensmittel verursacht wurden. Die Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. Es können einzelne Menschen erkranken oder ganze Gruppen, alte Menschen in Pflegeheimen, Patienten in Krankenhäusern oder Kinder in Tagesstätten. Selbst Fußballturniere blieben in der Vergangenheit nicht verschont. Erkranken mehr als zwei Personen, wird das Geschehen als lebensmittelbedingter Ausbruch bezeichnet. Ungenügend erhitzte oder unzureichend gekühlte Lebensmittel können die Ursache für solche Ausbrüche sein.

Um die Erkrankungszahlen zu senken, arbeiten zahlreiche Institutionen gemeinsam an der epidemiologischen Aufklärung der Infektionsursachen. Ein wichtiges Instrument ist das bundesweite Erfassungssystem für Lebensmittel, die an Ausbrüchen beteiligt sind (BELA). Auf der Grundlage der am 18. Juli 2008 in Kraft getretenen Allgemeinen Verwaltungsvorschrift Zoonosen Lebensmittelkette sammelt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Daten zu den Lebensmitteln, die von den amtlichen Überwachungseinrichtungen erhoben werden. Das BfR wertet sie aus, um Risikofaktoren für lebensmittelbedingte Ausbrüche zu identifizieren und Präventionsstrategien zu entwickeln.

Für die Meldung der Daten hat der Ausschuss „Zoonosen“ nach den Vorgaben der AVV Zoonosen Lebensmittelkette im Dezember 2008 ein System beschlossen, welches aus drei verschiedenen Dokumentationsbögen und einem Handbuch mit Erläuterungen zum Ausfüllen besteht. Die Dokumente stehen unter anderem auf der Internetseite des BfR zur Verfügung. Um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsbehörden das Ausfüllen der Dokumentationsbögen zu erleichtern, hat das BfR dazu häufig gestellte Fragen beantwortet

Vollständiges Dokument:
http://www.bfr.bund.de/cd/29153

Quelle: BfR

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