Joghurt für ein gutes „Bauchgefühl“

joghurt-und-darmgesundheit_kleinDer Darm ist das größte Immunorgan des Menschen. Daher ist in der Erkältungszeit eine gesunde Darmflora besonders wichtig. Sie sorgt für ganzheitliches Wohlbefinden und starke Abwehrkräfte. Durch den regelmäßigen Genuss von Sauermilcherzeugnissen wie Joghurt kann ein gutes „Bauchgefühl“ geschaffen werden. Spezielle probiotische Kulturen und präbiotische Ballaststoffe unterstützen die Darmflora in ihrer Funktion. Was es mit Pro- und Präbiotika auf sich hat und weshalb Milchprodukte generell gut für den Darm sind, erklärt die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft.

Milchprodukte, insbesondere Sauermilchprodukte wie Joghurt, haben einen positiven Effekt auf das Klima im Darm. Der menschliche Darm wird von etwa 400 verschiedenen Mikroorganismen besiedelt, die eine positive, neutrale oder auch negative Wirkung auf den Organismus haben können und gemeinsam die sogenannte Darmflora bilden. Das Gleichgewicht der Mikroorganismen ist entscheidend für das Wohlbefinden. Bestimmte Milchsäurebakterien können sich positiv auf das Gleichgewicht der im Darm lebenden Bakterien auswirken und das Immunsystem stärken.

Probiotika

Probiotika sind spezielle Bakterienstämme, die – im Gegensatz zu den „normalen“ Joghurtkulturen – widerstandsfähiger gegenüber der Magensäure sind. Auf diese Weise gelangen sie lebend und in wirkungsvollen Mengen in den Darm, wo sie sich ansiedeln und positiv auf das allgemeine Wohlbefinden wirken. Besonders wenn die Bakterienzusammensetzung der Darmflora gestört ist, zum Beispiel nach der Einnahme von Antibiotika, kann der Verzehr von probiotischem Joghurt hilfreich sein. Außerdem können probiotische Bakterienstämme die Milchzuckerverträglichkeit verbessern, infektiöse Durchfallerkrankungen verkürzen und sich günstig bei Verstopfung auswirken. Da sich Probiotika jedoch nicht auf Dauer im Darm ansiedeln können, müssen sie täglich aufgenommen werden, um ihre positive Wirkung entfalten zu können.

Präbiotika

Präbiotika sind bestimmte unverdauliche Ballaststoffe, wie zum Beispiel Inulin und Oligofructose, die den probiotischen Kulturen als “Futter” dienen. Dadurch wird die Wirksamkeit und Aktivität der Probiotika gesteigert und diese erlangen einen Vorteil gegenüber unerwünschten Konkurrenten im Darm. Weiterhin regen Präbiotika in ihrer Eigenschaft als Ballaststoffe die Verdauung an. Präbiotika sind in vielen Gemüsesorten, Vollkorn- und auch in Milchprodukten enthalten.

Synbiotika

Synbiotika sind Joghurtprodukte, die sowohl probiotische Kulturen, als auch gleichzeitig deren „Nahrung“, also präbiotische Ballaststoffe enthalten.

Neben den positiven Einflüssen von Pro- und Präbiotika auf die Darmflora ist eine insgesamt ausgewogene Ernährung Grundvoraussetzung für gesundheitliches Wohlbefinden. Ganz „normale“ Sauermilchprodukte mit herkömmlichen Milchsäurebakterien haben ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Darmflora und das Immunsystem, wenn sie regelmäßig auf dem Speiseplan stehen. Die Wirkung von probiotischen Bakterien ist lediglich ausgeprägter. Ob probiotisch, prebiotisch oder ganz „normaler“ Joghurt – Milchprodukte leisten einen wichtigen Beitrag für die tägliche Ernährung, mit der das Immunsystem und die Knochen gestärkt werden.

Quelle: Presseservice Milchland Bayern

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