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Eröffnung der DLG-Qualitätsprüfung Convenience-Food in Bad Salzuflen

food-monitor | Rubrik(en): Markt und Produkte | 27. August 2009, 13:55 Uhr |
 

Rekordanmeldung: 4.500 Erzeugnisse im Test – Zuwächse in allen Produktbereichen / Qualitätsmärkte auf dem Vormarsch

Mit 4.500 angemeldeten Produkten der „schnellen Küche“ verzeichnet die diesjährige Qualitätsprüfung für Convenience-Food der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) einen neuen Anmelderekord. Der Probenzuwachs beträgt im Vergleich zum Vorjahr 51 Prozent. Vier Tage lang werden in den Messehallen von Bad Salzuflen Tiefkühlprodukte, Fertiggerichte und Feinkosterzeugnisse qualitativ untersucht.

„Dieser noch nie dagewesene Probenrekord betrifft alle Produktbereiche“, stellte der DLG-Vizepräsident und Leiter des Studienschwerpunktes Fleischtechnologie der Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Prof. Dr. Achim Stiebing, im Rahmen seiner Eröffnungsrede fest. Die Produkte wurden von 355 Herstellern freiwillig zum DLG-Qualitätstest eingesendet. Der Tiefkühlbereich verzeichnet im Vergleich zum Vorjahr eine Produktsteigerung von 40 %, Fertiggerichte von fast 60 % und bei Feinkostprodukten konnte die Erzeugnisanzahl des Vorjahres fast verdoppelt werden. Auch beteiligen sich 8 % mehr Hersteller aus den europäischen Nachbarländern und Unternehmen aus Japan mit ihren Produkten am diesjährigen DLG-Qualitätstest.

„Insgesamt also ein sehr erfreuliches Anmeldeergebnis in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld“, so Prof. Stiebing. Er zeigte sich davon überzeugt, dass sich unsere Märkte in den nächsten 20 Jahren grundlegend verändern werden. Erste Schritte hierzu seien bereits erkennbar. „Wir werden einen Großteil unserer Wertschöpfung künftig dadurch erzielen, dass wir uns nicht mehr auf reinen Versorgungs-, sondern auf Lebensqualitätsmärkten bewegen werden.“  Menschen besinnen sich in Krisensituationen zunehmend auf grundlegende Werte wie etwa Qualität und Nachhaltigkeit. Unternehmen reagierten auf neue gesellschaftliche Bedürfnisse mit entsprechenden Produktangeboten. Für diese gelte es Vertrauen zu wecken, denn dieses ist nach den Worten Prof. Stiebings die Basis für künftigen Markterfolg. Unternehmen ergänzten deshalb zunehmend die eigene Qualitätssicherung und Kommunikation durch DLG-Medaillen als neutralen, glaubwürdigen Qualitätsbeleg. „Darum nehmen immer mehr Hersteller mit immer mehr Produkten an unserem Qualitätstest teil“, erklärte Prof. Stiebing den Probenanstieg. Für die kommenden Jahre hält er ein weiteres Wachstum der DLG-Qualitätsprüfung Convenience-Food für realistisch.

„Denn aktuelle Verzehrsbedürfnisse und –trends werden von kaum einer anderen Produktgruppe so schnell umgesetzt wie von Convenience-Produkten“, so der DLG-Vizepräsident.

Produkttrends

Der Markt für Lebensmittel ist gesättigt. Wachstum lässt sich nur noch über innovative Produkte oder über neue Technologien zur Verlängerung der Haltbarkeit sowie zur Verkürzung des Garprozesses erzielen, so Prof. Stiebing. Innovative Verpackungen, die ein Höchstmaß an Convenience versprechen sowie eine noch schnellere und bequemere Zubereitung, zum Beispiel in der Mikrowelle, spielen eine immer größere Rolle im Markt. Verpackungen besitzen nicht nur die Aufgabe des Produktschutzes. Sie müssen Funktionalität bieten und zunehmend auch einen echten Zusatznutzen, beispielsweise den Teller ersetzen, das Besteck mitliefern oder als Garbehälter für das schnelle Gericht aus der Mikrowelle dienen.

Bei exotischen Rezepturen konzentriert sich das Angebot auf drei große Regionen: Mittelmeer, Asien und Mittelamerika. „In der Rezeptur ein wenig den deutschen Geschmackspräferenzen angepasst, sind diese Produkte geeignet, den seit Jahren anhaltenden Ethno-Trend weiter zu verstärken“, so der DLG-Vizepräsident. Produktsteigerungen seien beim DLG-Test insbesondere im Antipasti-Bereich, aber auch bei Geschmacksvariationen von Senf, wie etwa Oliven- oder Feigensenf, zu be­obachten. Ein weiterer Trend seien sogenannte Module, das heißt einzelne Menübestandteile, die sich der Verbraucher individuell zusammenstellen kann. „Damit setzen viele Händler Akzente und geben den Konsumenten eine noch höhere Flexibilität in der Kreation ihrer Mahlzeiten.

Quelle: DLG

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