Stellungnahme des BNN Herstellung und Handel zum Rapsöltest von Stiftung Warentest

Gesund und doch ein Genuss!

Die getesteten Bio-Rapsöle haben in der chemischen Qualität sehr gut bis gut abgeschnitten. Sie waren außerdem frei von Schadstoffen wie Pestiziden oder Weichmachern. Diese Bewertungskriterien sind jedoch nur zu jeweils 10% in die Gesamtbewertung eingeflossen. Zudem wurden in keinem nativen Rapsöl Spuren gentechnisch veränderter Organismen entdeckt.

Grund für die „mangelhafte“ Bewertung der Bio-Rapsöle war ausschließlich die sensorische Beurteilung, deren Ergebnis zu 45% in das Bewertungsschema einfloss. Ein mangelhaftes Ergebnis in der Sensorik führte direkt zu einem mangelhaften Ergebnis in der Gesamtbewertung – ohne Berücksichtigung der anderen Teilergebnisse.

Alle getesteten Bio-Öle sind native Rapsöle. Da sie weder raffiniert noch desodoriert werden, besitzen sie im Gegensatz zu raffinierten Ölen einen eigenständigen Charakter, der von den Verbrauchern als Qualitätsmerkmal geschätzt wird: Sie zeichnen sich durch ihren ursprünglichen, nussig-saatigen Geschmack aus.

In der Qualitätssicherung der betroffenen Unternehmen werden die Öle sensorisch getestet und als produkttypisch beurteilt. Auch in der Verarbeitung und Lagerung der nativen Rapsöle gibt es außerdem strenge Qualitätsmaßnahmen, so dass nur einwandfreie Bio-Rapsöle auf den Markt kommen. Von Seiten der Kundinnen und Kunden gab es keine Reklamationen, so dass es nicht nachvollziehbar ist, dass die mit „mangelhaft“ bewerteten Öle als „nicht verkehrsfähig“ bezeichnet werden. Nicht verkehrsfähig wären beispielsweise Öle mit unangenehm fischigem Geschmack. In solch einem Fall wären Kundenreklamationen zu erwarten.

Stiftung Warentest behauptet, dass raffinierte Rapsöle „genauso gesund“ wie native Öle seien. Dabei schlossen sie die sekundären Pflanzenstoffe wie die Karotinoide, die in nativen Rapsölen, nicht aber in raffinierten Rapsölen vorkommen, von der Bewertung aus. In einem anderen Rapsöl-Test aus dem Jahre 2003 berücksichtigte Stiftung Warentest die sekundären Pflanzenstoffe jedoch bei der Bewertung.

Naturbelassene Zutaten und schonende Herstellungsprozesse sind von den Verbrauchern gewünschte Eigenschaften von Bio-Produkten. Aus Sicht des BNN Herstellung und Handel e.V. ist es daher erforderlich, die Untersuchung der sensorischen Besonderheiten von ökologischen Lebensmitteln generell zu intensivieren und dadurch besser angepasste sensorische Bewertungen durchführen zu können.

http://www.n-bnn.de/

Quelle: BNN

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