Kräutertee

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Kräutertees sind Teeerzeugnisse aus getrockneten Pflanzenblättern, -blüten, Wurzeln, Rinden oder Früchten. Sie enthalten mit Ausnahme von Mate, Guarana und Colasamen kein Coffein und eignen sich daher hervorragend für die tägliche Anwendung. Kräutertees sprechen eine besonders große Zielgruppe an, angefangen vom Säugling bis hin zum Senioren. Kräutertees haben keine Kalorien, dafür eine Menge gesundheitsförderlicher sekundärer Pflanzenstoffe. Die Bandbreite dieser Stoffe ist groß, die wichtigsten davon sind Flavonoide, ätherische Öle und die im Rotklee Tee enthaltenen Phytoöstrogene.

Die beliebtesten Kräutertees sind heute Pfefferminz-, Kamillen- und Hagebuttentee sowie exotische Sorten wie Rooibos- (Rotbusch-) und der für seine mild anregende Wirkung bekannte Mate-Tee.

Voll im Trend sind derzeit Kräutertees mit zusätzlichen Geschmackskomponenten. Dabei führen die Hersteller traditionelle Kräutersorten wie Pfefferminz, Salbei, Kamille oder Hibiskus mit passenden, trendigen  Aromen und Gewürzen wie Ingwer, Fliederbeere und anderen zusammen.

Äußerst beliebt sind beispielsweise Kombinationen wie Pfefferminz-Zimt und Kamille-Fliederbeere, aber auch Fenchel-Anis-Kümmel oder andere.

Der Großteil der Kräuter wird heute erwerbsmäßig angebaut. Es gibt jedoch einige, die sich nicht anbauen lassen und immer noch in der freien Natur gesammelt werden wie z.B. Lindenblüten, Hagebutten und ein Teil der Hibiskusblüten. Die Pflanzenteile werden gesammelt oder geerntet, getrocknet und anschließend sorgfältig gereinigt. Sie werden auf Rückstände von Pflanzenschutzmitteln untersucht und gegebenenfalls entwest. Dazu werden die in Ballen gepressten Pflanzenteile einem hohen Druck durch Kohlendioxidgas ausgesetzt. So werden möglicherweise enthaltene Keime und Insekten entfernt. Da viele Kräuter vor allem in der Mischung besonders gut schmecken, sind mittlerweile zahlreiche Kräutertee-Mischungen auf dem Markt. Professionelle Teekoster komponieren immer wieder neue Geschmacksrichtungen. Knapp 40 % aller Kräutertees werden heute als Mischung verkauft, die meisten davon sind aromatisiert.

Lagerung: Kräuter sind zwar lange, aber nicht unbegrenzt haltbar! Deshalb sollte man Kräutertee kühl, trocken und möglichst dunkel in verschlossenen Gefäßen lagern. Beim Kauf sollte man stets auf das Mindesthaltbarkeitsdatum achten.

Kräutertees sind als lose Ware, in Teebeuteln oder auch als sprühgetrocknete Instantprodukte (Pulver oder Granulat) im Handel. So bequem auch die Verwendung von Pulver- oder Granulat-Tees sein mag, manche davon enthalten große Mengen Zucker, deshalb sollte man bei diesen Tees die Packungsaufschrift genau beachten.

Tipp: Neue Geschmackserlebnisse verspricht Tee im Pyramidenbeutel. Die besondere Form und das grobmaschige Nylongewebe sorgen dafür, dass sich die Geschmacks- und Aromastoffe ähnlich wie im Tee-Ei besser im Tee ausbreiten können. Schade nur, dass der neue Beutel sehr schlecht kompostierbar ist.

Quelle: Wirths PR

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