Wellnessfaktor Ballaststoffe

Ein wesentlicher Beitrag zur bedarfsgerechten Nährstoffversorgung der Bundesbürger stammt aus den „Korn-Kraftwerken“ Weizen und Roggen. Die Mahlerzeugnisse aus diesen beiden sogenannten „Brotgetreide“-Arten liefern eine wichtige Grundlage für die tagtägliche Sicherung des Bedarfs. Unverzichtbar sind Getreideprodukte insbesondere für die Ballaststoffe, bei denen die Ernährungsforschung zahlreiche positive Wirkungen auf Stoffwechsel und Darmfunktion nachweisen konnte. Man unterscheidet lösliche und unlösliche Ballaststoffe. Die löslichen sind stoffwechselaktiv: Sie helfen, Herz-Kreislauferkrankungen und Arteriosklerose vorzubeugen, in dem sie u. a. die Blutfettwerte senken und die Blutzuckerkurve glätten. Die unlöslichen Ballaststoffe sind darmaktiv: Sie sorgen für eine zügige, regelmäßige und pünktliche Verdauung. Eine ausreichende Aufnahme beugt deshalb der weit verbreiteten Darmträgheit vor. Auch gibt es wissenschaftliche Hinweise darauf, dass sie eine hilfreiche Schutzfunktion gegen Krankheiten wie Darmentzündung, Darmkrebs oder Hämorrhoiden haben – als präventiver „Wellnessfaktor“.

Getreideprodukte enthalten sowohl „darmaktiv-unlösliche“ als auch „stoffwechselaktiv-lösliche“ Ballaststoffe in beträchtlichen Quantitäten und sind damit deren wichtigste Quelle in Deutschland. Ein Großteil der Ballaststoffe kommt aus den Randschichten des Getreidekorns. Daher sind Vollkornprodukte und Backschrote, die diese Schalenanteile vollständig enthalten, besonders reich an Ballaststoffen. Fachlich falsch ist es jedoch, helle Mehle als „nährstoffarm“ oder gar „nährstofffrei“ zu bezeichnen – ein typischer „Ernährungs-Irrtum“! Vielmehr sind auch im sogenannten „Weißmehl“ respektable Mengen von Mikronährstoffen und Ballaststoffen enthalten. Das führt z.B. dazu, dass selbst nach den sehr restriktiven EU-Richtlinien alle Typenmehle korrekterweise als „Ballaststoffquelle“ bezeichnet werden können, denn sie enthalten mehr als die dafür mindestens notwendigen drei Prozent – und sind in dieser Hinsicht den meisten Obst- und Gemüsesorten deutlich überlegen.

Quelle: gmf

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