Aachener Printen

Aachener Printen sind eine Art Honigkuchen mit dem Aroma typischer Weihnachtsgewürze. Zum Teil werden sie mit Zucker- oder Schokoladenglasur überzogen. Aufgrund ihres geringen Wasseranteils sind Printen lange lagerfähig.

Bei der Herstellung der Printen wird zunächst Zucker oder Honig erhitzt und anschließend auf Körpertemperatur abgekühlt. Mehl, Gewürze und die weiteren Zutaten werden hinzugefügt und die Masse wird zu einem festen Teig verknetet. Dieser ruht einen Tag zugedeckt und wird dann 2-3 cm dick ausgerollt. Die Teigplatte wird in 8 x 2 cm große Rechtecke geschnitten. Diese werden in großem Abstand voneinander auf einem gefetteten, bemehlten Backblech bei mäßiger Hitze (160-200 °C) gebacken. Anschließend können die Printen mit einer Zucker- oder Schokoladenglasur überzogen werden.

Das Printen-Rezept stammt ursprünglich aus dem Mittelalter. Das Gebäck wurde früher nicht in Schnittenform, sondern als Bild hergestellt. Daher kommt auch der Name, der sich vom niederländischen „prenten“ (drücken) ableitet. Die Printenbilder dokumentierten als eine Art „gebackene Illustrierte“ wichtige Ereignisse ihrer Zeit. Die ältesten Printenmodeln wurden wahrscheinlich von der belgischen Eisengießerzunft in Dinant gegossen. Diese „Dinant-Printen“ wurden so lange am offenen Eichenholzfeuer vorbeibewegt, bis sie goldbraun gefärbt waren.

Mit der Kontinentalsperre gegen England im Jahre 1806 verbot Napoleon die Einfuhr von Rohrzucker, so dass die deutschen Printenbäcker mit einheimischem Rübenzucker backen mussten. Der Teig wurde gröber, und aus den vorher kunstvollen Bildern wurden gröbere Bildprinten, die sich nicht nur in der Form, sondern auch im Geschmack von den vorherigen unterschieden. Aus diesen einfachen Bildprinten hat sich die heute bekannte bildlose Schnittprinte entwickelt. Zum Herstellungsgebiet der Aachener Printen gehören die Städte Aachen, Würselen, Alsdorf, Baesweiler, Eschweiler, Stolberg und die Gemeinde Roetgen.

Zusammensetzung: 60 % Zucker oder Honig, 30 % Mehl, je 10 % Lebkuchengewürze, Triebmittel (Pottasche/Natron), Orangenschalen

Name der Schutzgemeinschaft:
Verein zum Schutz der Herkunftsbezeichnung, Aachener Printen e.V.,
Heinrichsallee 72, 52062 Aachen

Quelle: CMA – Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH

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