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Gewerkschaft NGG fordert: “Mehrweg stärken” – 125.000 Arbeitsplätze in Getränkehandel und Getränkeindustrie gefährdet

food-monitor | Rubrik(en): Markt und Produkte | 13. Oktober 2010, 14:09 Uhr |
 

Zum Abschluss einer dreitägigen Konferenz der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) haben Betriebsräte und Arbeitgeber aus der Getränkeindustrie gemeinsam eine Erklärung unterzeichnet, in der sie die Bundesregierung auffordern, aus sozialen und ökologischen Gründen das Mehrwegsystem zu stärken.

Seit der Einführung der Pfandpflicht auf Einweggebinde sei der Anteil von Mehrweggebinden im Bereich der alkoholfreien Getränke andauernd zurückgegangen. „Die Lenkungswirkung der Pfandpflicht hat bisher ihr Ziel, die Förderung und Stärkung des Anteils von Mehrweggebinden, nicht erreicht“, heißt es in der Erklärung. Bei Wegfall des Mehrwegsystems sei langfristig zirka die Hälfte der Arbeitsplätze – das wären 125.000 –  im Getränkefachgroßhandel, in der Erfrischungs- und Mineralbrunnenindustrie, in der Brauwirtschaft sowie im Getränkeeinzelhandel gefährdet. Besonders zu berücksichtigen sei, dass diese Arbeitsplätze oft in strukturschwachen, vor allem ländlichen Regionen angesiedelt sind.

„Alle einschlägigen und unabhängigen Studien beweisen, ebenso wie der Blick auf die Nachbarländer, dass der Transport bei der ökologischen Bewertung den wesentlichen Einfluss auf die Ökobilanz hat. Während Einweggebinde wirtschaftlich über 600 Kilometer weit transportiert werden können, rechnet sich der Transport von Mehrweggebinden nur in einem Radius von bis zu 100 Kilometern. Der CO2-Ausstoß verringert sich mit geringerem Vertriebsweg ebenso wie die Belastung der Straßen durch große Transporter“, so die Erklärung.

Hintergrund

Im Getränkefachgroßhandel erwirtschaften 170.000 Menschen einen Umsatz von 17,8 Mrd. Euro.
Im Erfrischungsgetränke- und Mineralbrunnenbereich erwirtschaften 23.000 Beschäftigte einen Umsatz von ca. 6,4 Mrd. Euro.
In der Brauwirtschaft erwirtschaften ca. 24.000 Menschen einen Umsatz 7,3 Mrd. Euro.
Hierbei sind Arbeitsplätze im mittelständischen Getränkehandel und im Einzelhandel – zusätzlich ca. 45.000 Arbeitsplätze – noch nicht berücksichtigt.

Kontakt:
Dr. Karin Vladimirov
Pressesprecherin
Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten
Hauptstadtbüro
Luisenstraße 38
10117 Berlin
Tel.: +49 (0)30-28 88 49 690
Fax:  +49 (0) 30-28 88 49 699
www.ngg.net

Quelle: NGG

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