Spargel ist nicht gleich Spargel

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Vielfältig und farbenfroh

„Bleichspargel“ heißt die bekannteste Spargelart im Fachjargon. Gemeint ist der weiße Spargel, der von 85 Prozent der Verbraucher bevorzugt wird. Doch auch der grüne Spargel erfreut sich bei uns zunehmender Beliebtheit. Er ist von festerer, knackigerer Konsistenz als sein weißer Artgenosse und deutlich nussiger im Geschmack. In England und den USA wird fast nur grüner Spargel angeboten, weißer Spargel ist dort noch immer eine Rarität. Bei uns etablieren sich langsam auch der violette sowie der grün-violette Spargel am Markt. Diese Sorten sind vor allem in den südlicheren Gefilden, in Italien, Frankreich und Spanien beliebt. Sie bringen mediterrane Lebensfreude und sorgen für Abwechslung auf dem Teller.

Weiß oder grün? Alles eine Frage des Geschmacks

Grundsätzlich lässt sich mit ein und derselben Pflanze entweder weißer oder grüner Spargel erzeugen, je nachdem, welche Anbaumethode gewählt wird. Durch die Aufschichtung von Erdwällen (so genannten Bifängen) wächst der Spross komplett unterirdisch und erhält kein Licht: Er bleibt weiß. Ohne Erdwall durchstößt die Spargelstange schnell die Bodenoberfläche. Aufgrund der Lichteinwirkung wird der grüne Farbstoff Chlorophyll erzeugt, der das Gemüse intensiv färbt.

Eine typische Bleichspargelsorte entwickelt beim Durchstoßen der Erdoberfläche durch den Lichteinfall jedoch Bitterstoffe; den speziellen Grünspargelsorten wurden diese Bitterstoffe herausgezüchtet.

Quelle: Knorr