Was Sie schon immer über Spargel wissen wollten …

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Wieviel Spargel muss ich für mein Spargelessen einkaufen?

Wenn Spargel traditionell als Hauptgericht – also etwa in Begleitung einer feinen KNORR Sauce Hollandaise und mit zartem Schinken – auf den Tisch kommt, rechnet man ein Pfund vorbereiteten Spargel pro Person. Als Beilage genügt die Hälfte, also 250 Gramm. Da Spargel aufwändig geschält und geputzt werden muss, ist der „Abfall“ recht groß: Als Faustregel gilt, dass 1,3 Kilogramm des feinen Gemüses ein Kilogramm küchenfertigen Spargel ergeben.

Tipp: Die beim Putzen verbliebenen Reste nicht gleich wegwerfen: Aus ihnen lässt sich noch eine köstliche Spargelbrühe herstellen, die die Basis für eine leckere frische Suppe bilden kann!

Spargel ist doch ein typisch deutsches Gemüse, oder?

Tatsächlich ist Spanien der bedeutendste Spargelproduzent in Europa. Ein besonders großer Teil der Ernte wird für den spanischen Markt konserviert: Die Bewohner der iberischen Halbinsel mögen ihren Spargel lieber aus der Dose als erntefrisch vom Markt. Zweitgrößter Spargelanbauer ist dann aber Deutschland mit rund 72.500 Tonnen (2004), Tendenz weiter steigend. Etwa 70 Prozent des „Spargelbedarfs“ deutscher Haushalte werden auch in deutschen Landen produziert. Spargelkenner bevorzugen selbstverständlich die leckeren Stangen aus heimischem Anbau, die sich aufgrund der kurzen Transportwege durch ihre besondere Frische auszeichnen.

Rund 1,4 Kilogramm des leckeren Gemüses verzehrte jeder Deutsche im Jahr 2005 – damit liegen wir unangefochten an der Spitze! Wirklich typisch deutsch ist es, Spargel mit jungen Kartoffeln, würzigem Schinken und einer cremigen Sauce Hollandaise auf den Tisch zu bringen – lecker! Aber warum nicht einmal Abwechslung in den Speiseplan bringen und „Spargel-Ratatouille mit Kräuter-Spaghettini“ oder „Gratinierte Spargel-Rucola-Päckchen“ servieren?!

Welcher Boden ist für den Spargelanbau besonders geeignet?

Traditionell gelten sandige, leichte Böden als ideale Grundlage für den Spargelanbau. Sie sollten wasserdurchlässig und humushaltig sein, da sich ein solcher Boden im Frühling schneller erwärmt und damit dem Spargel ideale Wachstumsbedingungen bietet: Erst ab einer Bodentemperatur von 12 Grad beginnt das Edelgemüse nämlich zu wachsen. In kühleren Gegenden wird die Erwärmung des Bodens durch das Abdecken der Erdwälle mit Folien beschleunigt.

Doch es geht auch ohne den perfekten Spargelboden. Besonders Grünspargel gibt sich mit einem schwereren, leicht lehmigen Boden zufrieden, der zudem eine deutlich größere Wasserspeicherkapazität hat; da ist aufwändiges Bewässern nur selten notwendig. Bei Spargel, der auf einem eher schweren Boden angebaut wird, beurteilen Experten den Geschmack oft sogar als herzhafter und intensiver.

Der Spargelanbau gilt als besonders aufwändig. Kann man nicht einfach Maschinen einsetzen?

Spargel ist ein besonders feines Gemüse, das viel Zeit und Mühe erfordert – das erklärt auch den angemessenen Preis. Bei der Vorbereitung des Bodens, dem Aufschichten der Erdwälle und dem Setzen der jungen Pflanzen können die Spargelerzeuger auf maschinelle Unterstützung bauen. Die Ernte der unterirdisch wachsenden Stangen erfolgt jedoch ausschließlich durch erfahrene Helfer. Jeder zarte Spross muss zum perfekten Zeitpunkt einzeln von Hand gestochen werden. Das dazu benötigte Feingefühl kann keine automatisierte Anlage entwickeln.

Warum sind grüne Spargelstangen immer dünner als weiße?

Beim Anbau von grünem Spargel werden die Pflanzen – im Gegensatz zum weißen Spargel – nicht mit Erdwällen bedeckt. Die zarten Sprosse müssen also keinen so starken Gegendruck des Bodens überwinden, um an die Oberfläche vorzustoßen. Die Spargelstangen bleiben daher dünner und filigraner als beim Bleichspargel.

Kann es sein, dass grüner Spargel bei der Lagerung im Kühlschrank weiter wächst?

Ja, ähnlich einer Tulpe, die in der Vase ihr Wachstum fortsetzt, kann auch grüner Spargel, der in ein feuchtes Tuch eingeschlagen im Kühlschrank lagert, weiterwachsen. Dabei hebt er das Köpfchen ein wenig und wird so leicht krumm, was den Geschmack aber nicht beeinträchtigt. Wahre Spargelexperten lagern Grünspargel daher auch senkrecht stehend, so bleibt er gerade.

Was bedeutet „Spargelsilvester“?

Analog zum Begriff Silvester – für den letzten Tag des Jahres – wird der traditionell letzte Erntetag für Spargel, der 24. Juni, scherzhaft als „Spargelsilvester“ bezeichnet.

Warum heißt Spargel eigentlich „Spargel“?

Das Wort Spargel leitet sich aus dem griechischen Wort „aspharagos“ (lateinisch „asparagus“) ab, das „junger Trieb“ bedeutet. Es hängt ebenfalls mit dem altindischen „sphurjatti“ zusammen, das ein „Donnern, Grollen, Hervorbrechen“ bezeichnet. Unser heute gebräuchlicher Begriff „Spargel“ ist seit dem 16. Jahrhundert bezeugt.

Quelle: Knorr