Mehr Dorsch und Hering: Ostsee-Fangmöglichkeiten für 2012 vorgeschlagen

Die Europäische Kommission hat ihren Vorschlag für die Fischfangmöglichkeiten in der Ostsee im nächsten Jahr vorgelegt.

Demnach können in der westlichen Ostsee 2012 mehr Dorsche und Heringe gefangen werden, ein Zeichen für den Erfolg einer nachhaltigen Fischereipolitik. Die Fangmengen für Lachs, Sprotte und Scholle sollten jedoch gesenkt werden, bei Lachs sogar um bis zu 80 Prozent. So sollen sich diese Bestände erholen können. Die zulässigen Tage auf See sollten die des vergangenen Jahres nicht überschreiten.

„Oberstes Ziel ist es, die Fischerei ökologisch und ökonomisch zukunftsfähig zu machen. Wir wollen den Fischereiaufwand mittel- bis langfristig senken, die Quoten jedoch stabil halten bzw. erhöhen, sobald die Bestände gesund sind“, erklärte EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki. „Die Erholung des Ostseedorsches zeigt, dass die langfristige Bewirtschaftung funktioniert.“

Die vorgeschlagenen zulässigen Gesamtfangmengen (TACs, total allowable catches) folgen wissenschaftlichen Gutachten des Internationalen Rates für Meeresforschung (ICES) und des Wissenschafts-, Technik- und Wirtschaftsausschusses (STECF) für die Fischerei. In der westlichen Ostsee könnten demnach im nächsten Jahr 13 Prozent mehr Dorsch (insgesamt 21.300 Tonnen) und fast ein Drittel mehr Hering (20.900 Tonnen) gefischt werden. Dahingegen schlägt die Kommission vor, die TAC für Lachs im Ostsee-Hauptbecken um fast 80 Prozent zu senken, um die Bestände wieder auf ein nachhaltiges Niveau zu bringen. Die TAC für Sprotte sollte um 26 Prozent (auf 213.110 Tonnen) gesenkt werden, bei Scholle schlägt die Kommission eine Kürzung um ein Viertel vor. Die Vorschläge werden jetzt von den EU-Staaten auf der nächsten Tagung des „Fischerei-Rates“ beraten.

Nähere Informationen:
http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/11/1033&format=HTML&aged=0&language=DE&guiLanguage=en

Quelle: EU Kommission

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