Rückstände an Ochratoxin A in Röstkaffee

Im Jahr 2012 wurden am CVUA Stuttgart 34 Proben Röstkaffee (davon 12 aus ökologischer Erzeugung) auf ihren Gehalt an Ochratoxin A untersucht. In keiner der 34 untersuchten Proben wurde die gesetzlich festgesetzte Höchstmenge für Ochratoxin A von 5 µg/kg überschritten.

Der Mittelwert für Ochratoxin A in ökologisch erzeugtem Röstkaffee lag – bezogen auf die positiv getesteten Proben – bei 1,1 µg/kg; der höchste ermittelte Gehalt betrug 3,2 µg/kg. Der Mittelwert für Ochratoxin A in konventionell erzeugtem Röstkaffee lag – bezogen auf die positiv getesteten Proben – bei 2,1 µg/kg; der höchste ermittelte Gehalt betrug 4,3 µg/kg.

Damit ist die Rückstandssituation insgesamt positiv zu bewerten.

Hintergrund

Das Mykotoxin Ochratoxin A (OTA) wird von verschiedenen Spezies niederer Pilze der Gattungen Penicillium und Aspergillus gebildet, die in der Natur weltweit verbreitet vorkommen. Unter unzureichenden Lagerbedingungen von pflanzlichen Lebensmitteln können sich die entsprechenden Toxinbildner, im Gegensatz zu den aflatoxinbildenden Spezies, auch in gemäßigten Klimazonen entwickeln.

OTA tritt fast ausschließlich in pflanzlichen Lebensmittel wie Getreide, Hülsenfrüchten, Kaffee, Bier, Weintrauben und daraus hergestellte Erzeugnissen (z.B. getrocknete Weintrauben, roter Traubensaft, Rotwein), Kakao, Nüssen und Gewürzen überall auf der Welt auf. Vom Tier stammende Lebensmittel wie Fleisch, Milch und Eier weisen kaum OTA-Gehalte auf.

Problematisch ist die lange Halbwertszeit von OTA im tierischen und menschlichen Organismus; nach dem Verzehr kontaminierter Produkte wird das Toxin nur sehr langsam aus dem Körper ausgeschieden, es kann zu Akkumulationen im Nierengewebe führen.

Im tierischen Organismus ist Ochratoxin A stark nierentoxisch. Die Schädigung ist abhängig von der Dosis und der Dauer der Einwirkzeit. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dieses Toxin auf Grund der Bildung von zellschädigenden freien Radikalen auch als genotoxisch einzustufen ist.

Vollständiges Dokument:
http://www.cvuas.de/pub/beitrag.asp?subid=1&Thema_ID=12&ID=1603

Quelle: CVUA Stuttgart

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