Rucola – ein in Deutschland wiederentdecktes Gemüse

Foto: Sabine Weis

Rucola – auch Rauke genannt – hat in den letzten Jahren in Deutschland Karriere gemacht. Dabei ist das Kraut kein neues Gemüse in Deutschland sondern vielmehr wiederentdeckt worden. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer in Bonn hin.

Bereits die Germanen aßen Rauke. Sie ist allerdings über die Jahrhunderte in Vergessenheit geraten. Mit dem Boom der mediterranen Küche ist Rucola in Deutschland wieder sehr beliebt geworden. Auch die rheinischen Gemüseerzeuger haben diesen Trend aufgenommen und bauen Rucola auf einer Fläche von mehr als 60 ha an. Frischer Rucola wird in den Sommermonaten im Freiland geerntet und steht in kleinen Mengen während des Winters auch aus dem Gewächshausanbau zur Verfügung.

Besonders wertvoll ist Rucola durch den hohen Gehalt an Senfölen. Außerdem enthalten die Blätter viel Beta-Karotin, Asparaginsäure, Kalium, Calcium, Eisen, Magnesium und andere Mineralstoffe. Die Rauke wirkt harntreibend und verdauungsfördernd. Die sekundären Pflanzenstoffe stärken das Immunsystem.

Rucola ist vielseitig einsetzbar. Insbesondere in der mediterranen Küche wird sie in Salaten, Risotto, Nudelsoßen und als Pizzabelag verwendet. Beim Erhitzen geht die typische Schärfe etwas verloren. Die Lagerung von Rucola ist schwierig, da das enthaltene Wasser sehr schnell verdunstet. Rucola sollte deshalb möglichst frisch gekauft werden. In einem Folienbeutel hält sich frischer Rucola im Gemüsefach des Kühlschranks für etwa zwei Tage.

Quelle: RLV

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