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Echt scharf, würzig und gesund: Bayerischer Meerrettich hat bald Saison

Bald wird es wieder Zeit für den Bayerischen Meerrettich, der in Franken auch Kren genannt wird. Auf dem Baiersdorfer Krenmarkt am 15. September, auf der Münchner Bauernmarktmeile am 29. September oder bei den „Scharfen Wochen in der Fränkischen Schweiz“ im Oktober: das scharfe Wurzelgemüse wird dem einen oder anderen beim Genießen schon mal die Tränen in die Augen treiben. Krenliebhaber schätzen die Vielfalt an Meerrettich-Kreationen und gerade im Herbst und Winter verdient es die gesunde Wurzel, öfters mal auf dem heimischen Speiseplan zu stehen.

Bereits seit dem 15. Jahrhundert wird der Meerrettich in Bayern vor allem in der Gegend zwischen Nürnberg, Ansbach und Bamberg auf einer Fläche von circa 100 Hektar kultiviert. Hier, in Pommersfelden, baut auch der Familienbetrieb Leonhard Pröls seit 10 Jahren die Sonderkultur Kren an. „Wir ernten zwar erst nach dem ersten Frost, wenn sich die Blätter zurückgebildet haben und die Wurzeln wirklich reif sind, aber auch schon jetzt ist es vorbei mit der ‚ruhigen‘ Zeit. Für uns als Direktvermarkter beginnen die Vorbereitungen auf das Marktgeschäft, das von Anfang September bis in die Osterzeit dauert“, berichtet der Krenbauer aus seinem Berufsalltag.

Da Leonhard Pröls auf Konservierungsstoffe verzichtet, müssen seine Sahnemeerretticherzeugnisse für jeden Markttermin immer frisch zubereitet werden. „Hier bieten wir dann auch die Krensuppe an, eine typisch fränkische Spezialität. Gut verkaufen sich auch fertig zubereitetes Gemüse im Glas und tiefgefrorene Ware. Dazu gibt es wichtige Zubereitungstipps gerade für die jüngere Generation, die inzwischen häufiger zum Meerrettich greift.“ Seine Kunden erfahren bei dieser Gelegenheit auch viel über die aufwendige Arbeit der Krenbauern, die zur Bewirtschaftung von einem Hektar Meerrettich etwa 1.000 Stunden im Jahr aufwenden. Eine Ernteprognose möchte Leonhard Pröls noch nicht abgeben: „Das Frühjahr war zwar zu nass und zu kalt, aber die Felder sind unkrautfrei und das Blattwerk ist gesund. Wenn es im September ausreichend regnet und die Böden warm bleiben, ist noch nichts verloren.“

Unter der Bezeichnung „Bayerischer Meerrettich“ ist die scharfe Wurzel seit 2007 von der EU als geschützte geografische Angabe (ggA) registriert. Dazu muss das Wurzelgemüse aus einem der traditionsreichen bayerischen Anbaugebiete stammen, in Bayern verarbeitet und abgefüllt werden.

Scharf und würzig im Geschmack, dazu reich an Mineralien und Vitaminen – 100 Gramm Kren enthalten mit 114 mg Vitamin C doppelt so viel wie die gleiche Gewichtsmenge Zitrone – ist Meerrettich eine gesunde Delikatesse, die man unbedingt bald einmal genießen sollte, z. B. in Franken oder in München. Veranstaltungen und Informationen unter www.fraenkische-schweiz.com/kren, www.baiersdorf.de, www.bauernmarktmeile.de.

Pressekontakt:
Bettina Bindhammer und Christine Karrer
Bayerischer Bauernverband
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Quelle: BBV