Marktzahlen 2012: Kräuter- und Früchtetee auf Rekordkurs

Deutschland genießt 12,6 Milliarden Tassen Kräuter- und Früchtetee

Mit einem Absatz-Plus von 5,5 % im Vergleich zum Vorjahr präsentiert die Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e.V. (WKF), Hamburg,  in 2012 die besten Verkaufszahlen der letzten sieben Jahre. Insgesamt 37.786 Tonnen genossen die deutschen Verbraucher und damit 1.970 Tonnen mehr Kräuter- und Früchtetee als 2011. Die klassischen Monosorten haben mit 20.842 verkauften Tonnen den größten Anteil daran, nämlich 55,2 %. Die beliebtesten Sorten in diesem Segment waren Pfefferminze, Fenchel und Kamille. Die Kräuter- und Früchtetee-Mischungen konnten mit 16.944 Tonnen um 6,6 % zum Vorjahr zulegen und haben einen Gesamtanteil von 44,8 %. Stärkstes Segment waren hier die aromatisierten Kräuter- und Früchtetees, die um 9,9 % zulegten. Der Bio-Anteil konnte sich leicht auf 5,6 % am Gesamtmarkt (2011: 5,5, %) steigern. „Kräuter- und Früchtetee wird immer trendiger und durch neue Kreationen noch vielseitiger, so Dr. Monika Beutgen, Geschäftsführerin der WKF. „Nach dem langen kalten Winter ist die Branche auch für 2013 zuversichtlich“.

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Traditionell gehört die Vorliebe der Deutschen den Monosorten wie Pfefferminze, Fenchel, Kamille, Hagebutte und Rotbusch, auf die 55,2 % der rund 12,6 Milliarden Tassen Kräuter- und Früchtetee (Anm.: auf Basis von 3g pro Tasse gerechnet) entfallen. Die anderen 44,8 % teilen sich aromatisierte und nicht-aromatisierte Mischungen.

Fenchel folgt der Pfefferminze

Die Monosorten waren 2012 mit einer Steigerung von 4,6 % gegenüber dem Vorjahr an dem Erfolg der Kräuter- und Früchtetees beteiligt. Beliebtester Tee bleibt die Pfefferminze, mit 5.950 Tonnen (2011: 5.839 Tonnen) fast unverändert. Obwohl die Kamille mit 4.375 Tonnen im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 % zulegen konnte, wurde sie von Platz zwei durch den würzigen Fenchel verdrängt, der sich mit einem Plus von 13,6 % auf 4.498 Tonnen steigern konnte. Mit einem leichten Rückgang um 2,3 % hat sich der südafrikanische Rotbusch/Rooibos bei einem hohen Verbrauch von 2.753 Tonnen eingependelt. Der auf Platz 4 der populärsten Monotees etablierte Rotbusch/Rooibos wird nur in seinem Herkunftsland Südafrika mehr konsumiert als bei uns. Hagebutte/Hibiskus ist mit 2.101 Tonnen nahezu stabil geblieben (2.113 Tonnen in 2011). Die „sonstigen Sorten“ haben mit 1.165 Tonnen um 17,8 % zugelegt, wobei Mate stabil bei 500 Tonnen rangiert.

Mischungen holen auf

Die Mischungen konnten ihren Anteil am Kräuter- und Früchtetee-Markt weiter ausbauen und verzeichnen eine Steigerung von 6,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Während die nicht-aromatisierten Mischungen mit 5.497 Tonnen (2011: 5.486) fast gleich blieben, gewannen die aromatisierten Mixe 9,9 % auf 10.414 Tonnen und sind damit hauptverantwortlich für den Anstieg dieses Segmentes auf 16.944 Tonnen (2011: 15.900 Tonnen).

Tabelle

Quelle: WKF Wirtschaftsvereinigung Kräuter- und Früchtetee e.V.

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