Am 1. November wird der internationale Weltvegantag gefeiert.

Er wurde 1994 zum fünfzigsten Jahrestag der Gründung der Vegan Society eingeführt und findet seither am 1. November statt. Der VEBU (Vegetarierbund Deutschland) zeigt aktuelle Trends, stellt pflanzliche Alternativen zum Kochen und Backen sowie Rezepte für herbstliche Vegan-Smoothies vor.

Zum 20. Mal wird dieses Jahr am 1. November der Weltvegantag gefeiert. In Deutschland leben aktuell rund 800.000 Menschen, die sich rein pflanzlich, also vegan ernähren. Die Wirtschaft reagiert auf diesen Trend. Anbieter von Lebensmitteln und Konsumgütern stellen sich auf die Zielgruppe ein und bieten eine immer vielfältiger werdende Produktpalette pflanzlicher Alternativen an.

Warum vegan?

Ausschlaggebend für die Entscheidung, sich vegan zu ernähren, sind Themen wie Tierrechte und Tierschutz, außerdem Gesundheit und Fitness sowie der Wunsch nach aktivem Klima- und Umweltschutz. Ein weiterer Aspekt ist die Welthungerproblematik, die in direktem Zusammenhang mit dem hohen Konsum von Fleisch und weiteren Produkten tierischen Ursprungs steht. „Die jüngere Generation ist heute offener für Tierschutzthemen und Nachhaltigkeit und lebt diese Werte jeden Tag mit Messer und Gabel und an der Ladentheke“, so Sebastian Zösch, Geschäftsführer des VEBU (Vegetarierbund Deutschland).

Spezielle Konsumansprüche finden Berücksichtigung

Die vegane Lebensweise geht meist über die Ernährung hinaus. So nutzen viele vegane Verbraucher tierleidfreie Kosmetik, ziehen lederfreie Mode vor oder fahren in ein veggiefreundliches Hotel. „Die Gruppe der Konsumenten, die ihren Konsum kritisch hinterfragt, wird größer. Diese Entwicklung hat direkten Einfluss auf die Wirtschaft, denn schließlich kaufen auch diese Verbraucher ein und wollen nach ihren speziellen Anforderungen bedient werden“, ergänzt Zösch.

„Durch die immer besser werdende Infrastruktur in Deutschland wird es zunehmend leichter, vegan zu leben. In jeder mittelgroßen Stadt in Deutschland gibt es mittlerweile vegane Gastronomiebetriebe. Berlin ist nach wie vor die Vegan-Hauptstadt. In Berlin gibt es 21 vegane Cafés und Restaurants – vom Burger-Laden bis zum Gourmetrestaurant ist alles dabei. Auch daran ist erkennbar, wie vielfältig die Veggie-Szene aufgestellt ist“, so Zösch weiter.

Wirtschaft reagiert auf Trend vegan

Sogar auf der Wiesn, dem Münchner Oktoberfest, wurden in diesem Jahr erstmals vegane Gerichte angeboten. „Das spiegelt sehr schön, dass auch die Wirtschaft auf die große Gruppe der vegan lebenden Menschen in Deutschland aufmerksam wird“, stellt Zösch fest.

Ein großer deutscher Tiefkühlkosthersteller setzt aktuell auf den Ausbau des Angebots rein pflanzlicher Gerichte. Passend zum Trend im Lebensmittelhandel lohnt auch ein Blick in die Bestsellerlisten im Buchhandel. Dort finden sich aktuell zahlreiche vegane Kochbücher auf den oberen Rängen. Die Zahlen dazu sprechen für sich: Im Jahr 2011 wurden zwölf vegane Kochbücher veröffentlicht, 2012 waren es 23 und in diesem Jahr sind bereits 50 neue vegane Kochbücher erschienen.

Woher stammt der Begriff „vegan“?

Der Begriff „vegan“ entstand aus dem englischen Begriff „vegetarian“ (vegetarisch), durch Zusammensetzen der ersten drei und letzten zwei Buchstaben (veg…an). Vegan lebende Menschen ernähren sich rein pflanzlich. Tierische Nahrungsmittel wie Fleisch, Fisch, Milch, Eier und Honig werden durch pflanzliche Alternativen ersetzt. Donald Watson, Veganer und Brite, gründete mit Gleichgesinnten im November 1944 die Vegan Society in England.

Alternativen zu Milch- und Milchprodukten

Milch: z. B. Soja-, Hafer-, Mandel-, Reismilch
Kochsahne: z. B. Soja-, Hafer- oder Mandelsahne, Kokosmilch, Cashewsahne
Schlagsahne: aufschlagbare Pflanzensahne
Butter: reine Pflanzenmargarine
Joghurt: Sojajoghurt, in zahlreichen Sorten erhältlich: Natur, Erdbeere, Kirsche, Pfirsich, Waldbeere, Heidelbeere, Zitrone, Vanille, Schoko, Kaffee etc.
Quark: pürierter Tofu mit Pflanzensahne, Seidentofu
Schnittkäse, Frischkäse: vegane (Frisch-)Käsesorten, meist auf Basis pflanzlicher Fette, Stärke und Soja
Käse zum Überbacken: veganer Reibekäse, schmelzende pflanzliche Käsesorten, Hefeflocken mit Pflanzensahne
Käsesoßen: Hefeflocken machen z. B. helle Soßen käsig
Eis: z. B. Lupinen-, Soja-, Reiseis oder Fruchtsorbets
Schokolade: Zartbitter-, Reismilch-, Carob-Schokolade und viele weitere

Alternativen zu Eiern

Zum Binden:
fertiger Ei-Ersatz; 50 g Seidentofu/Sojajoghurt; 50 g Apfelmus oder 1/2 Banane; 1 EL gemahlene Leinsamen + 3 EL Wasser

Zum Lockern:
fertiger Ei-Ersatz; 1 EL Sojamehl + 3 EL Wasser; 50 g Sojajoghurt/Seidentofu; 1 TL
Backpulver + 1 EL Stärke + 3 EL Mineralwasser

Rührei:
Zerhackte Zwiebeln in einer beschichteten Pfanne mit etwas Olivenöl anbraten. Seidentofu mit der Hand zerkrümeln und zu den Zwiebeln hinzugeben. Mit Kurkuma, Salz und Pfeffer abschmecken

Honig: Agavendicksaft, Ahornsirup, Zuckerrübensirup

Pressekontakt:
Stephanie Stragies
VEBU – Vegetarierbund Deutschland
Genthiner Straße 48
10785 Berlin
Tel. +49 (0)30 20050799
presse@vebu.de
www.vebu.de

Quelle: VEBU

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