Vitamin-D-Defizite nicht verharmlosen

Ein Großteil der deutschen Bevölkerung ist nicht ausreichend mit Vitamin D versorgt und trägt damit ein gesteigertes Risiko für verschiedene Erkrankungen. Darauf weist die Gesellschaft für Information über Vitalstoffe und Ernährung e.V., GIVE, unter Bezug auf anderslautende Aussagen in der ARDSendung plusminus vom 19.02.2014 hin. Schon die Nationale Verzehrsstudie II der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) hatte ergeben, dass über 90 Prozent der Senioren nicht die empfohlene Vitamin-D-Tagesdosis erreichen, auch junge Erwachsene im Alter zwischen 14 und 24 Jahren bleiben in ähnlichem Ausmaß (86 Prozent der Männer und 96 Prozent der Frauen) unterhalb der Referenzwerte. Diese waren im vergangenen Jahr auf 20 Mikrogramm pro Tag angehoben worden. Zahlreiche medizinische Fachgesellschaften hatten darauf gedrungen, weil neuere Erkenntnisse immer mehr Belege für positive Auswirkungen einer guten Vitamin-D-Versorgung liefern. So ist beispielsweise das Risiko für Stürze und Knochenbrüche bei Senioren und Heimbewohnern deutlich geringer, wenn sie ausreichende Vitamin-D-Werte aufweisen, ebenso sinkt das Mortalitätsrisiko. Darüber hinaus konnte nachgewiesen werden, dass Menschen mit einem höheren Vitamin-D-Blutspiegel mit geringerer Wahrscheinlichkeit an Diabetes erkranken.

Diese Faktoren können das Gesundheitswesen stark belasten. Prävention durch ausreichende Vitaminversorgung könnte dagegen die Kosten senken. GIVE betont, dass ein offenkundiger VitaminD-Mangel in Mitteleuropa zwar selten vorkommt, aber eben auch nicht als Maßstab für die Qualität der Versorgung genommen werden kann. Ein klassischer Mangel kann zu Rachitis und Osteoporose führen. Latente, unauffällige Defizite äußern sich dagegen nicht durch sichtbares Kranksein, sie können aber die Grundlage für spätere chronische Erkrankungen bilden, die das Leben der Betroffenen massiv beeinträchtigen.

Ausreichend Vitamin D wird unter Sonnenbestrahlung in der Haut gebildet, allerdings nur in den Sommermonaten während der Mittagszeit. Dunkelhäutige Menschen produzieren weniger Vitamin D als hellhäutige und tragen damit ein höheres Risiko für Defizite; dies gilt auch für Menschen, die ihre Haut z. B. aus religiösen Gründen bedecken. Da mit zunehmendem Alter immer weniger Vitamin D in der Haut gebildet wird, weisen gerade Senioren am häufigsten Vitamin-D-Defizite auf. Bei ihnen kommt hinzu, dass sie oft weniger mobil sind oder in Heimen wohnen und sich somit weniger im Freien aufhalten. In diesen Fällen ist es auch mit einer angepassten Ernährung nahezu unmöglich, dem Körper genügende Mengen des Mikronährstoffs zuzuführen, um die Referenzwerte einzuhalten. Vitamin D ist kein Wundermittel, überzogene Werbung kann Verbraucher verunsichern. Es sollte jedoch unstrittig sein, wie wichtig eine hinreichende Versorgung mit dem essentiellen Vitamin ist. Supplemente sind eine einfache und kostengünstige Alternative, die der Mobilität, Gesundheit und Lebensqualität vieler Menschen zugute kommt.

V.i.S.d.P.:
Dr. Henry Werner
1. Vorsitzender, Pfizer Consumer Healthcare GmbH

Pressekontakt:
GIVE e.V.
Gesellschaft zur Information über Vitalstoffe und Ernährung
Kapersburgweg 5
61350 Bad Homburg
Frau Sepideh Roozbiany, Geschäftsführerin
Tel.: 06172/2872890
Fax: 06172/2872892
info@giveev.de

Quelle: GIVE

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