Eine unzureichende Versorgung mit Vitamin D könnte das Risiko für Bluthochdruck erhöhen

Laut einer neuen internationalen Übersichtsarbeit scheinen niedrige Vitamin-D- Konzentrationen im Blut eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Bluthochdruck zu spielen.

Die Meta-Analyse umfasste die Ergebnisse von 35 Kohortenstudien mit insgesamt über 146.500 Erwachsenen und Jugendlichen aus Europa und den USA, in denen eine mögliche Verbindung zwischen Vitamin-D-Spiegeln und hohem Blutdruck untersucht worden war – insbesondere bei Probanden mit genetischen Varianten, die mit erniedrigten Vitamin-D-Spiegeln in Verbindung gebracht wurden (1). Die Analyse zeigte, dass, wenn der genetische Faktor unberücksichtigt blieb, höhere Vitamin-D-Konzentrationen im Blut mit einem verringerten systolischen Blutdruck und einem reduzierten Risiko für Bluthochdruck in Verbindung gebracht werden konnten. Eine Verbindung mit dem diastolischen Blutdruck konnte nicht festgestellt werden. Bei Teilnehm- enden mit einer Variante zweier Gene, die an der Eigensynthese von Vitamin D beteiligt sind, war eine Erhöhung des Vitamin-D-Spiegels um jeweils 10 Prozent mit einer Reduktion des diastolischen (−0.29 mm Hg) und systolischen (−0.37 mm Hg) Blutdrucks sowie einer Verringerung der Wahrscheinlichkeit, Bluthoch- druck zu entwickeln, um 8,1 Prozent assoziiert.

Die Forscher schlussfolgerten, dass bei Menschen mit normaler genetischer Veranlagung zur Produktion von Vitamin D genau wie bei denen, die aufgrund einer Genvariation über eine eingeschränkte Vitamin-D-Pro- duktion verfügen, eine Verbindung zwischen einem erhöhten Vitamin-D-Spiegel und einem verringerten Blutdruck bzw. Bluthochdruckrisiko zu bestehen scheint. Im Hinblick auf die Kosten und Nebenwirkungen von blutdrucksenkenden Medikamenten könnte folglich die Möglichkeit einer Prävention oder Behandlung von Bluthochdruck durch eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D erwogen werden. Da jedoch die Studie nicht eindeutig belegen kann, dass niedrige Vitamin-D-Spiegel eine Ursache für hohen Blutdruck darstellen oder dass die Einnahme von Vitamin-D-Supplementen hohen Blutdruck senken kann, müssten die Ergebnisse erst noch in einer großen randomisierten kontrollierten Studie bestätigt werden.

1. Vimaleswaran K. S. et al. Association of vitamin D status with arterial blood pressure and hypertension risk: a mendelian randomisation study. The Lancet Diabetes & Endocrinology. Published online June 2014.

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Redaktionsleitung:
Dr. Peter Engel, Wissenschaftskommunikation bei DSM Nutritional Products, Schweiz
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Quelle: Nutri-Facts

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