Interview mit Ernährungsberaterin Monika Bischoff: „Nur frische Smoothies sind gute Smoothies!“

Frage: Sind „grüne Smoothies“ wirklich gesünder als rote oder gelbe?

Monika Bischoff: Auch ein „Green Smootie“ kann gelb sein – der Begriff hat dabei weniger was mit der Farbe zu tun. Je nach verwendeten Früchten und Gemüsesorten bekommt der Smoothie seine Farbe. Dabei kommt es vor allem auf den Inhalt an: Grünes Blattgemüse, Kräuter und Obst – je nach Belieben und Geschmack.

 

Was bewirken Chlorophyll und Bitterstoffe in unserem Körper und in welchen Lebensmitteln ist besonders viel davon enthalten?

Chlorophyll ist ein sekundärer Pflanzenstoff und ein starkes Antioxidans. Es wirkt antibakteriell, stärkt unser Immunsystem und kann Schwermetalle ausleiten. In der Werbung wird es zudem oft als „reinigender Jungbrunnen“ deklariert, wobei diese Aussagen wissenschaftlich nicht belegt sind.Bitterstoffe wiederum regen die Produktion von Verdauungssäften in Bauchspeicheldrüse und Gallenblase an und fördern somit die Verdauung und die Regulation des Appetits.

 

Welche Gemüse eignen sich besonders gut für einen „grünen Smoothie“?

Eigentlich eignen sich alle Gemüse und Obstsorten, die reif und ungespritzt sind. Meine Favoriten hier sind grünes Blattgemüse wie Spinat, Mangold und Salate sowie aromatische Wildkräuter (Melisse, Sauerampfer oder Minze). Ernährungspysiologisch wertvoll ist hier beispielsweise die Brennessel, die man normalerweise nicht essen würde. Brennessel und Löwenzahn sind dabei echte Nährstoffbomben!

 

Gehört auch Obst in den „grünen Smoothie“, obwohl es nicht grün ist?

Obst ist hauptsächlich für den Geschmack zuständig und kann je nach Geschmack auch immer mit in den Mixer. Aber Achtung: Hier unbedingt auf die Menge achten, da Obst teilweise sehr viel Zucker enthält. Grundsätzlich kann ein Smoothie ein sehr guter „Resteverwerter“ sein und viele Gemüse oder Obstsorten, die vielleicht (schon) in der Tonne landen würden, können so sehr gut verarbeitet werden. Ein Beispiel hierfür sind überreife braune Bananen oder etwas schlapper Feldsalat. Auch ein Brokkoli-Strunk oder Kohlrabi-Blätter sind geeignet und wichtige Mineralstofflieferanten, die leider viel zu oft weggeschmissen werden.

 

Sind selbstgemachte Smoothies gesünder als die fertigen aus dem Supermarkt?

Ein echter Smoothie hat nur alle Vorteile wenn er frisch aus hochwertigen Zutaten gemixt und am besten sofort getrunken wird. Das fällt bei Fertigprodukten aus dem Supermarkt schon einmal weg – einige davon basieren leider auch auf Trockenkonzentraten.

 

Wildkräuter wie Sauerampfer, Löwenzahn aber auch Brombeerblätter bekommt man nicht in jedem Supermarkt. Ist es unbedenklich, sie im Wald und auf der Wiese zu pflücken und für den Smoothie zu verarbeiten?

Wenn man sich mit Kräuterkunde auskennt (um giftige Verwechslungen auszuschließen) können Wildkräuter von Wald und Wiese benutzt werden. Ansonsten bieten oft auch einheimische Bauern auf dem Wochenmarkt Kräuter an oder man besorgt sie sich im Reformhaus.

 

Welche Menge an grünen Smoothies sollte man über den Tag verteilt trinken?

Da gibt’s eigentlich keine festgelegte Grenze. Smoothies eignen sich beispielsweise als Zwischenmahlzeit. Ich empfehle aber nicht mehr als einen halben Liter am Tag zu trinken, schließlich sollte man für eine ausgewogene Ernährung auch noch ausreichend Gemüse und Salat essen. Falls ein Smoothie sehr obsthaltig sein sollte müssen natürlich auch der Zuckergehalt und die Kalorien beachtet werden.

 

Wann wirken „grüne Smoothies“ besonders gut?

Dazu gibt es keinerlei Empfehlungen – je nach persönlicher Vorliebe und je nach Zusammensetzung des Smoothies. Meine Empfehlung lautet dabei vormittags oder nach dem Mittagessen, damit auch etwas Fett dabei ist, um die fettlöslichen Vitamine besser aufnehmen zu können.

 

Welche Fehler sollte man in Bezug auf „grüne Smoothies“ unbedingt vermeiden?

Als Faustregel lässt sich festhalten, dass man maximal fünf Zutaten verwenden sollte, darunter am besten nur reife Früchte und Gemüse. Normalerweise gehören Milchprodukte nicht unbedingt in einen Smoothie. Zudem sollte man auch auf die Farbe achten, denn grünes Gemüse und rote Früchte (beispielsweise Spinat und Erdbeeren) ergeben unappetitliche braune Smooties – und die sehen nicht lecker aus. Das Auge isst ja bekanntlich immer mit. Zudem sollte eine Erhitzung des Smoothies vermieden werden.

 

Welches ist Ihr persönliches Lieblingssmoothie-Rezept?

Schwierig zu sagen, weil ich eigentlich oft experimentiere und mich an den Zutaten, die gerade zuhause sind, orientiere. Ich ziehe auf jeden Fall gemüselastige Smoothies vor.

Rezeptvorschlag #1: 1 Gurke + 200g Wassermelone + Kohlrabi-blätter + 50 g Spinat

Rezeptvorschlag #2: 30 g Feldsalat oder Ruccola + 100 g Karotte (in kleinen Stücken) + 2-3 Brokkoliröschen + 1 Mango (oder Apfel) + etwas Minze + 80ml Kokosmilch (für den notwendigen Fettgehalt, den Geschmack und die Sämigkeit)

Zur Person:

Monika Bischoff ist Ernährungsberaterin und Diplom Ökotrophologin. Sie ist unter anderem als diätetische Leiterin am Zentrum für Ernährungsmedizin und Prävention (ZEP) des Krankenhauses Barmherzige Brüder in München tätig.

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Leckere Smoothies zum Mitnehmen
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