Äpfel-, Birnen-, Pflaumenzeit – Bauchweh inklusive?

Jetzt ist Zeit für fruchtig-süße Leckereien aus heimischen Äpfeln, Birnen, Zwetschgen oder Pflaumen. Doch bei empfindlichen Personen führt der Genuss nicht selten zu Bauchschmerzen. Das kann am Fruchtzucker liegen.

Jede Obstsorte hat ihre spezifische Kombination aus Fruchtzucker (Fruktose) und Traubenzucker (Glukose). „Für empfindliche Personen ist nicht nur der absolute Zuckergehalt der Frucht von Bedeutung ist, sondern auch das Verhältnis von Frucht- zu Traubenzucker“, erläutert dr. Barbara Köttl, Ökotrophologin beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. Denn während Traubenzucker meist problemlos und schnell vom Darm ins Blut geht, läuft die Verdauung des Fruchtzuckers grundsätzlich langsamer ab. Und hier liegt das Problem bei Äpfeln und Birnen: Sie enthalten meist doppelt bis dreimal so viel Fruktose wie Glukose! Bananen, viele Beerenarten und exotische Früchte werden von Betroffenen meist besser vertragen – sie verfügen über ein ausgeglichenes Verhältnis der Zuckerarten.

Probleme im Darm bereiten aber nicht nur Obst und Obstsäfte, sondern das Überangebot an Zuckerarten in unserer Nahrung. Mit Fruchtzucker versetzt sind viele Fertigprodukte: Müslimischungen und –riegel, Backwaren, Milchprodukte, Ketchup, Süßgetränke uvm. Übrigens: Unser Haushaltszucker besteht zu 50 Prozent aus Fruchtzucker. „So kommen über den Tag leicht Fruktosemengen zusammen, die selbst einen gesunden Darm überfordern“, so Dr. Barbara Köttl, vom VSB.

Wenn Sie mehr über Fruktose-, Laktose- oder Gluten-Unverträglichkeit und die passende Therapie wissen möchten, wenden Sie sich an die Beratungsstelle München, Dachauer Straße 5, Tel. 089/55028712 oder unter www.verbraucherservice-bayern.de.

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