Von Pferdefleisch bis Tätowierfarben – Landeslabor schützt hessische Bürger vor Betrug und Gesundheitsgefahren

Jahresbericht 2013 für Hessen wurde heute vorgestellt

„Ob in Gießen, Kassel oder Bad Hersfeld, in Wiesbaden oder an der Tierärztlichen Grenzkontrollstelle am Frankfurter Flughafen – die Veterinäre, Lebensmittelchemiker und die Laborkräfte des Landesbetriebes Hessisches Landeslabor (LHL) sind Tag für Tag damit beschäftigt, im Rahmen des vorbeugenden Verbraucherschutzes die hessischen Verbraucherinnen und Verbraucher vor Täuschung und Gesundheitsgefahren zu schützen“, sagte heute Hessens Verbraucherschutzministerin Priska Hinz anlässlich der Veröffentlichung des LHL-Jahresberichts 2013. „Viele Verbraucher sind durch immer wiederkehrende Lebensmittelskandale und Tierseuchen verunsichert. Die Untersuchungsergebnisse des Landeslabors tragen mit dazu bei, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher über mögliche Gefahren rechtzeitig informiert und geschützt werden“, lobte die Ministerin.

„Anfang des Jahres 2013 hat uns das durch sämtliche Medien gegangene Thema ‚Pferdefleisch in Fertigprodukten‘ intensiv beschäftigt. Mit einer kurzfristig am LHL etablierten Methode zum Nachweis von Pferde-DNA konnten wir sogar Pferdefleisch in Produkten nachweisen, das dort nur in Spuren vorhanden war“, sagte der Direktor des LHL, Prof. Dr. Hubertus Brunn. Im Zusammenhang mit den beispielsweise in Bekleidung gefundenen Per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS)  hat ein relativ neuer Bereich der Analytik an Bedeutung gewonnen. Diese Fluor-haltigen Chemikalien haben offenbar nicht nur positive – nämlich Schmutz-, Fett- und Wasser-abweisende – sondern auch die  Eigenschaften, sich überall in der Umwelt und in der Nahrungskette zu verteilen und dort anzureichern. „Deshalb können PFAS-Spuren mittlerweile auch in den verschiedensten Lebensmitteln nachgewiesen werden. Wir haben uns im Hinblick auf den vorbeugenden gesundheitlichen Verbraucherschutz dieser Thematik angenommen und entsprechende Analysenverfahren angewendet“, so Brunn.

Auch im Bereich Tierseuchenprävention ist der LHL mit seiner Laborkapazität präsent. „Unsere Veterinäre haben im vergangenen Jahr zahlreiche verendete Waschbä­ren aus dem nordhessischen Bereich untersucht und dabei in fast allen Fällen eine Infektion mit dem Staupevirus nachgewiesen. Da Waschbären mehr und mehr in bewohnte Gebiete vordringen, ist dieser Befund natürlich für alle Hundehalter von Bedeutung, denn Hunde sind für das Staupevirus empfänglich und sollten deshalb stets vorsorglich geimpft werden“, erklärte der Direktor.

„Am Frankfurter Flughafen haben wir in unserer Grenzkontrollstelle verstärkt Pro­dukte aus dem Bereich Internethandel beprobt und in unseren Fachabteilungen untersucht und begutachtet. Hierbei mussten wir einen Besorgnis erregend hohen Anteil der Waren vor allem aufgrund der von ihr ausgehenden Gesundheitsgefahren beanstanden. Insbesondere Tätowierfarben, Schlankheits- und Potenz­mittel standen im Fokus, ein Bereich also, der im Versand stetig zunehmende Tendenz aufweist. Aufgrund der speziellen Vertriebswege, d.h. der Direktvermarktung aus nicht EU-Ländern, kommt der Überwachung bereits am Einfuhrort Frankfurt eine ganz besondere Bedeutung zu“, so Professor Brunn abschließend.

Download: Jahresbericht 2013 des Hessischen Landeslabors

Pressekontakt:
Dr. oec. troph. Roy Ackmann
Stellv. Leiter
Stabsstelle Qualitäts- und Informationsmanagement
Landesbetrieb Hessisches Landeslabor (LHL)
Schubertstr. 60
35392 Giessen
Tel.: 0641 4800-5305
Fax: 0641 4800-5301
Mobil: 0160/96974504
roy.ackmann@lhl.hessen.de
www.lhl.hessen.de

Quelle: LHL

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