ÖKO-TEST Muttermilchersatzprodukte: Chlorat im Babyfläschchen

Muttermilchersatzprodukte enthalten oft zu hohe Mengen an Chlorat und Fettschadstoffen.

K800_M1502Das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST hat in der aktuellen Februar-Ausgabe Flaschenmilchprodukte untersucht und darin teilweise hohe Gehalte an Chlorat, aber auch Fettschadstoffe und Keime gefunden.

Laut der europäischen Lebensmittelbehörde EFSA gehören kleine Kinder und Schwangere zu den besonders empfindlichen Gruppen für Chlorat. Dieser Stoff kann die Jodaufnahme in die Schilddrüse hemmen. Dabei ist für die Entwicklung von Kindern in den ersten Lebensjahren eine ausreichende Produktion von Schilddrüsenhormonen ganz besonders wichtig. Chlorat kann zudem die roten Blutkörperchen schädigen, so dass der Sauerstofftransport im Blut eingeschränkt ist.

Umso schlimmer ist es, dass ÖKO-TEST in allen untersuchten 14 Anfangsnahrungen diesen Schadstoff gefunden hat. In zwei Produkten ist der Gehalt sogar so hoch, das dieser die von der Weltgesundheitsbehörde WHO festgelegte tägliche Aufnahme überschreitet.

ÖKO-TEST kritisiert zudem, dass die Produkte die als krebsverdächtig eingestuften Fettschadstoffe enthalten: Bei drei Marken fand das Labor zwar nur Spuren davon, in immerhin elf Produkten war die Belastung jedoch zu hoch. Keime stecken zum Glück nur in einer einzigen Anfangsmilch. Hier lässt sich zwar keine Gesundheitsgefahr ableiten, sie sind aber ein Nachweis für eine mangelhafte Hygiene im Betrieb.

Das ÖKO-TEST-Magazin Februar 2015 gibt es seit dem 30. Januar 2015 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 4,50 Euro.

Quelle: ÖKO-TEST

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