Eine Nahrungsergänzung mit Kalzium scheint das Risiko für koronare Herzkrankheit nicht zu erhöhen

Eine neue Übersichtsarbeit kommt zu dem Schluss, dass ältere Frauen, die Kalziumpräparate einnehmen, kein erhöhtes Risiko bezüglich koronarer Herzkrankheit oder Mortalität haben.

Die Meta-Analyse erfasste Daten aus 18 randomisierten kontrollierten Studien mit insgesamt 63.563 Teilnehmenden, darunter 3.390 Fälle mit koronarer Herzkrankheit (KHK) und 4.157 Todesfälle (1). In der Analyse legten die Ergebnisse von fünf Studien nahe, dass eine Supplementierung mit Kalzium das Risiko in Bezug auf KHK-Ereignisse nicht erhöhte, die Daten aus 17 Studien belegten keine Auswirkung auf die Sterblichkeit insgesamt. Außerdem ergaben sich keine signifikanten Auswirkungen auf das Herzinfarktrisiko, Angina pectoris oder chronische KHK.

Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass zwar Kalzium aus Lebensmitteln die zu bevorzugende Quelle für das Erreichen der empfohlenen Kalziumzufuhr sei, dass aber bei einer unzureichenden Versorgung über Lebensmittel eine Langzeitsupplementierung mit Kalzium und Vitamin D bei älteren Frauen in Erwägung gezogen werden sollte – insbesondere wegen der positiven Auswirkungen in der Prävention von Stürzen, auf die Knochendichte, auf das Risiko von Knochenbrüchen sowie auf die Gesamtmortalität. Ungeachtet des deutlichen Nutzens von Kalzium und Vitamin D für die Knochengesundheit gibt es Berichte einiger Wissenschaftler über signifikante kardiovaskuläre Nebenwirkungen, die in Zusammenhang mit einer übermäßigen Kalziumzufuhr bei verschiedenen Bevölkerungsgruppen stehen könnten.

1. Lewis J. R. et al. The Effects of Calcium Supplementation on Verified Coronary Heart Disease Hospitalization and Death in Postmenopausal Women: A Collaborative Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials. Journal of Bone and Mineral Research. 2015; 30(1):165–175.

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Quelle: Nutri-Facts

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