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Der VEBU-Fleischressourcen-Rechner: Fleischessen – eine persönliche Entscheidung?

food-monitor | Rubrik(en): Ernährung und Gesundheit | 28. April 2015, 11:24 Uhr |
 

Der Konsum von Fleisch gilt weithin als persönliche Entscheidung und stagniert in den Industrienationen auf hohem Niveau. Die Fleischproduktion hat jedoch drastische Folgen für Umwelt und Tiere. Mit dem Fleisch-Ressourcen-Rechner des VEBU können Sie Ihren persönlichen Einfluss auf diese Faktoren ermitteln.

Die weltweit geführte Diskussion über einen nachhaltigen und zukunftsfähigen Umgang mit den verbliebenen Ressourcen kommt eindeutig zu dem Ergebnis, dass vor allem die Menschen in den wohlhabenden Ländern ihren Lebensstil ändern müssen. Hungernde Menschen, Umweltbelastungen mit teilweise irreversiblen Schädigungen sowie der Klimawandel sind nur einige Probleme, die an dieser Stelle zu nennen sind. Obwohl immer mehr Menschen Verantwortung für Natur und Umwelt übernehmen wollen, werden die daraus folgenden persönlichen Konsequenzen wie zum Beispiel der Verzicht auf Fleisch ausgeklammert.

Vegane Ernährung beansprucht weniger Ressourcen

Laut aktuellen Zahlen aus dem Fleischatlas 2013 beansprucht eine vegane Ernährungsweise deutlich weniger Land-, Energie- und Wasserressourcen als eine omnivore Ernährungsweise. Allein schon der Konsum von Fleisch hat einen entscheidenden Einfluss auf unsere Umwelt, unsere Mitmenschen und nicht zuletzt auf das Wohlergehen der Tiere. Mit dem Fleisch-Ressourcen-Rechner des VEBU kann jeder berechnen, welchen Einfluss die persönliche Ernährungsgewohnheit hat.

Sojafleisch verursacht weniger CO2

Die Deutschen verzehren pro Kopf über 60 kg Fleisch im Jahr, rund 20 % davon in Form von Hackfleisch (Schwein/Rind gemischt). Würde man in Deutschland lediglich Hackfleisch durch Sojafleisch ersetzen, könnte so viel CO2 vermieden werden, wie 4-7 Millionen Autos im Jahr verursachen. Selbst konventionelles Sojafleisch aus brasilianischen Sojabohnen ist immer noch 4-mal klimafreundlicher als Bio-Hackfleisch und verbraucht weitaus weniger Fläche.

Nahrungsenergie geht bei der Produktion von Fleisch verloren

Von den 14 Milliarden Hektar kultivierten Landes unserer Erde dient knapp ein Drittel dem Anbau von Futtermitteln wie zum Beispiel Soja. Das bedeutet, dass Pflanzen, die direkt als Nahrung verzehrt werden könnten, zunächst in den Futtertrögen der Tiere landen. Bei diesem Prozess geht ein Großteil der Nahrungsenergie verloren. Hinzukommt, dass die Produktion von Fleisch große Mengen Wasser verbraucht. So werden zum Beispiel zur Herstellung von 1 kg Rindfleisch 15.455 Liter Wasser benötigt, im Vergleich dazu werden für 1 kg Kartoffeln nur 255 Liter Wasser benötigt.

VEBU-Fleisch-Ressourcen-Rechner

Quelle: VEBU

 

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