Kräuter haltbar machen

Kraeuter 250 x 250
Bildautorin: Sarah Bachmann

Jetzt geht sie wieder los: die Kräutersaison. Gerade zu Beginn der Saison gibt es von manchen Kräutern wie Schnittlauch, Petersilie oder Kerbel mehr als einem lieb ist. Gut, wenn man dann weiß, wie man Überschüsse von Kräutern für den Rest des Jahres haltbar machen kann.

Wie für Obst und Gemüse so gibt es auch für Kräuter viele Möglichkeiten der Haltbarmachung. Je nach Kraut und späterer Verwendung entscheidet sich die Art der Haltbarmachung.

 

Trocknen

Kräuter wie Bohnenkraut, Zitronenmelisse, Pfefferminze und Oregano lassen sehr gut trocknen. Die einfachste Methode ist in Büscheln aufgehängt auf einem gut belüfteten Dachboden ohne Sonneneinstrahlung. Wichtig: Nicht zu große Büschel packen, da sich sonst leicht Schimmel bildet. Den Trockenraum immer wieder lüften! Je weniger die Kräuter vor dem Trocknen zerkleinert werden, desto besser ist ihr Aroma später. Denn durch jedes Zerkleinern verliert die Pflanze ätherische Öle. Kräuter mit Blättern sind trocken, wenn sie rascheln.

Alternativ können Sie Kräuter auch auf Papier zum Trocknen auslegen, im Dörrapparat oder im Backofen trocknen.

Einfrieren

Durch Einfrieren lassen sich fast alle Kräuter bis zu vier Monate haltbar machen. Prinzipiell sollten Sie Kräuter wie Schnittlauch, Petersilie, Dill, Kerbel oder Koriander vorher klein schneiden. Dann die Schnittware in Gefrierboxen oder Gefrierbeutel geben und gut verschließen, damit kein Gefrierbrand entsteht. Die zerkleinerten Kräuter in den Beuteln gut flach drücken, damit die Ware schnell gefriert und sie im Gefrierschrank gut gestapelt werden kann. Benutzen Sie nur solche Verpackungsmaterialien, die „gefriergeeignet“ sind! Andere Kunststofftüten, Müllbeutel oder Joghurtbecher werden oft brüchig. Gut geeignet zum Einfrieren sind auch verschraubbare Gläser.

Ein Tipp für Petersilie, Kerbel und Koriander: Diese Kräuter können in Büscheln in Gefrierbeutel verpackt eingefroren werden. Bei Gebrauch die Beutel einfach aus der Gefriertruhe nehmen und mit den Händen in der Tüte zerbröseln. Tüte öffnen und die zerkleinerten Kräuter einfach über die Speisen streuen. So sparen Sie sich das Schneiden!

Einlegen in Öl

Viele Kräuter wie Oregano, Majoran, Bohnenkraut und Rosmarin lassen sich gut in Öl haltbar machen. Dazu die Kräuter einfach fein hacken und in Marmeladengläser füllen. Mit Öl (z.B. Olivenöl) auffüllen bis die Kräuter bedeckt sind. So eingelegt können Kräuter bis zu sechs Monate im Kühlschrank aufbewahrt werden. Sie eignen sich vor allem für Speisen, bei denen die Kräuter mit gekocht werden. Wichtig: Achten Sie nach der Kräuter-Entnahme darauf, dass die restlichen Kräuter wieder vollständig mit Öl bedeckt sind.

Kräuteröle

Bei Kräuterölen dienen die Kräuter in erster Linie zur Aromatisierung und zur optischen Aufwertung von Ölen. Gut eignen sich Kräuter wie Lorbeerblätter, Bohnenkraut, Rosmarin, Salbei und Thymian. Diese können zusammen mit Wacholderbeeren, getrockneten Chilischoten, Fenchel- und Koriandersamen verwendet werden. Geben Sie die ausgewählten Kräuter in Flaschen und füllen Sie sie mit Öl auf, sodass die Kräuter mindestens 2 cm mit Öl bedeckt sind. Dann 2-3 Wochen an einen dunklen Ort stehen lassen und gelegentlich schütteln. Anschließend die Öle abseihen und in verschließbare Flaschen füllen. Kühl und trocken lagern.

Autorin: Maria Hufnagl

Quelle: LEL Schwäbisch Gmünd, Infodienst Landwirtschaft – Ernährung – Ländlicher Raum
http://www.ernaehrung-bw.info

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