Fracking-Gesetz im Umweltausschuss: Mineralbrunnen fordern Schutz von Mineralwasser

Bonn, 05. Juni 2015 – Die deutschen Mineralbrunnen warnen vor einer Gefährdung der Mineralwasservorkommen durch das Fracking-Gesetz der Bundesregierung. Anlässlich der Anhörung im Umweltausschuss des Deutschen Bundestages am 8. Juni fordert der Verband Deutscher Mineralbrunnen (VDM) erneut ein bundesweites Verbot sämtlicher Fracking-Maßnahmen in Einzugsgebieten von Mineralwasservorkommen.

VDM-Geschäftsführer Stefan Seip verweist darauf, dass Mineralwasser als Naturprodukt besonders schützenswert ist. „Mineralwasser ist ein ursprünglich reines Naturprodukt und darf nicht aufbereitet werden. Dafür erhält es eine amtliche Anerkennung. Eine Verunreinigung durch Fracking kann folglich nicht mehr revidiert werden“, so Seip.

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung enthält bereits die Bestimmung, dass Schutzzonen für die öffentliche Trinkwasserversorgung bundeseinheitlich ausgewiesen werden müssen. Für Mineralbrunnen und andere Brunnen zur Lebensmittel- und Getränkeherstellung dagegen ist bisher lediglich vorgesehen, dass die Länder das Recht haben, solche Schutzzonen auszuweisen. „Wir fordern, dass der Schutz für Mineralwasser und andere Lebensmittel ebenfalls einheitlich durch das Gesetz des Bundes angeordnet wird. Es wäre niemandem zu vermitteln, wenn Mineralbrunnen in Deutschland je nach Bundesland unterschiedlich behandelt würden“, so Seip.

 

Der VDM vertritt national und international die politischen und wirtschaftlichen Interessen von 200 deutschen Mineralbrunnenbetrieben. Sein Organisationsgrad beträgt nahezu 100 Prozent. Die zum Großteil mittelständisch geprägten deutschen Mineralbrunnen füllen über 500 verschiedene Mineral- und 35 Heilwässer sowie zahlreiche Mineralbrunnen-Erfrischungsgetränke ab. Mit rund 12.500 Arbeitnehmern sind sie wichtige Arbeitgeber der Ernährungsindustrie. Seit 2013 setzt sich der VDM im „Bündnis zum Schutz von Wasser“ gemeinsam mit Wasserversorgern, dem Deutschen Brauerbund (DBB), der Wirtschaftsvereinigung Alkoholfreie Getränke, der Gewerkschaft Nahrung, Genuss und Gaststätten und anderen Unterstützern für den Schutz des wichtigsten Lebensmittels vor den Gefahren des Fracking ein.

 

Bei Rückfragen:
VDM – Verband Deutscher Mineralbrunnen e. V.
Stefan Seip
Tel.: 0228 – 9599012
E-Mail: seip@vdm-bonn.de

Weitere Informationen sowie Bildmaterial in druckfähiger Auflösung zur freien redaktionellen Verwendung finden Sie unter www.vdm-bonn.de/oeffentlichkeitsarbeit/presse/pressefotos.html.

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