Das System deutsche Tierfabriken – ZDF frontal21 berichtet am Dienstag, den 25. August

Berlin, 25.08.2015: Alle Aspekte des Lebens unserer „Nutztiere für die Lebensmittelproduktion“ werden den ökonomischen Interessen und geschmacklichen Präferenzen der Menschen untergeordnet. Tiere, die keinen wirtschaftlichen Nutzen haben, werden als Abfall entsorgt. Haltung und Tötung bedeuten für die betroffenen Tiere unermessliches Leid. Das ZDF berichtet am Dienstag, dem 25. August, ab 21:00 Uhr in einer 45-minütigen Frontal-21-Dokumentation unter anderem mit Undercover-Filmmaterial von ARIWA.

kastenstaende-totaleAnimal Rights Watch (ARIWA) deckte in den letzten Jahren immer wieder die grausamen Praktiken in der Schweineproduktion auf. Zuchtsauen werden in körpergroße Metallkäfige – sogenannte Kastenstände – eingesperrt. Ferkel, deren Aufzucht sich nicht lohnt, werden an Boxenwänden oder am Betonboden totgeschlagen. Mastschweine vegetieren ihr gesamtes Leben in trostlosen Betonbuchten mit Spaltenböden über Tonnen ihrer eigenen Gülle. Darüber hinaus sind Verstöße gegen die Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung und das Tierschutzgesetz fast an der Tagesordnung.

IMG_3014Neues Material aus Milchkuhbetrieben zeigt die alltägliche Tierqual in der Milchkuh- und der Jungrinderhaltung: Die Kühe fristen ein trostloses Leben in engen Laufställen auf zugekoteten, glitschigen Böden. Sie leiden an haltungsbedingten Klauen- und Gelenkserkrankungen, Stoffwechselproblemen und Eutererkrankungen. Nach spätestens 5 Jahren sind die meisten Kühe so krank und verbraucht und damit nicht mehr rentabel, dass sie im Schlachthof landen. Die natürliche Lebenserwartung von Kühen liegt dagegen bei bis zu 20 Jahren. Eine grüne Weide, wie in der Werbung suggeriert, sehen die meisten Kühe nicht. Alle männlichen und überzähligen weiblichen Kälber werden – als Ausschuss der Milchindustrie – nach kurzer Mast geschlachtet.

 „Die Tierproduktion ist von vorne bis hinten eine tierverachtende Industrie. Wenn Tiere als Wirtschaftsgut, als Ware betrachtet werden, spielen ihre eigenen Bedürfnisse und Interessen keine Rolle mehr. Massenhaftes Leid ist die logische Folge“, kritisiert Sandra Franz, Pressesprecherin von ARIWA. Das Preisdiktat der Schlachthofkonzerne und Einzelhandelsriesen verschärft die grundsätzliche Problematik noch. „So müssen die Landwirte oft mehr an der Tierhaltung einsparen, als sie selbst wollen. Der anhaltende Wachstumswahn bedeutet deshalb zusätzliches Leid für die Tiere – ohne dass den Landwirten damit geholfen wäre“, so Sandra Franz weiter. Die einzige wirksame Alternative, um Tierquälerei zu beenden, sieht ARIWA daher in der Förderung pflanzlicher Alternativen und des bio-veganen Landbaus.

Unter folgendem Link finden Sie Fotoaufnahmen aus, die Sie mit dem Quellenhinweis „Animal Rights Watch“ im Zusammenhang mit dieser Pressemeldung verwenden können: http://ariwa.org/download/print/Schweinehaltung.zip

Pressekontakt:

Sandra Franz, Tel.: 01577-6633353, E-Mail: presse@ariwa.org

Animal Rights Watch e.V. (ARIWA) ist eine gemeinnützige Tierrechtsorganisation. ARIWA deckt die Zustände in der Tierindustrie auf und fördert eine tierfreundliche, vegane Lebensweise. Bundesweite Bekanntheit erlangte ARIWA durch die Veröffentlichung von Recherchen in Bio-Betrieben und Schweinezuchtanlagen und durch die Ausrichtung des „Vegan Street Day“ in Stuttgart und Dortmund. Zahlreiche politische TV-Magazine sowie viele Print- und Onlinemedien nutzen regelmäßig von ARIWA zur Verfügung gestelltes Bildmaterial.

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