Isotonische Getränke – Werbelüge, Lifestyle oder optimaler Durstlöscher

Isotonische Sportgetränke sind in aller Munde – gerade im Sommer. Sie sollen schnell Wasser- und Energieverluste ausgleichen. In einer Stunde Sport kann der Körper zwischen 0,5 und 1,5 Liter Flüssigkeit über den Schweiß verlieren, je nach Belastungsintensität. Diese Wasserverluste müssen zusätzlich zu den ohnehin empfohlenen 1,5 Liter pro Tag normaler Trinkmenge ausgeglichen werden. „Optimal“, „maximal“, „ideal“ – so die Werbung auf sogenannten Isodrinks. Stimmt das?

„Vorschriften für die Gehalte an Zucker und Mineralien in isotonischen Getränken gibt es in Deutschland nicht“, erläutert Gisela Horlemann, Ernährungsexpertin beim VerbraucherService Bayern im KDFB (VSB). Isogetränke wurden eigentlich für den Hochleistungssport entwickelt und werden heute in Pulver-, Tablettenform oder fertig gemischt fast überall angeboten. Sie bestehen in der Regel neben Wasser aus verschiedenen Zuckerarten und Mineralstoffen. „Meist sind noch Aromen und Farbstoffe, Süßstoffe, Stabilisatoren, Säureregulatoren und Vitamine zugesetzt, teils auch umstrittene Konservierungsstoffe, wie die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Öko-Test zeigt“, kommentiert Hager. Als isoton gilt aber auch eine Saftschorle aus zwei Teilen natriumreichem Mineralwasser und einem Teil Fruchtsaft. Diese Alternative ist nicht nur kostengünstiger sondern auch natürlich-fruchtiger im Geschmack. „Für den moderaten Freizeitsport sind Leitungs-/ Mineralwasser, Früchte-/Kräutertees und dünne Saftschorlen vollkommen ausreichend. Vor allem wenn Gewichtsreduzierung oder -erhaltung im Vordergrund stehen“, rät die Ernährungsexpertin.
Weitere Informationen zum Thema erhalten Interessierte in der Beratungsstelle München, Dachauer Straße 5, Tel. 089/55028712 oder unter www.verbraucherservice-bayern.de.

Der VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB) ist tätig in den Bereichen Beratung, Bildung und Hauswirtschaft. Er ist eine unabhängige Interessenvertretung und steht für aktuelle, neutrale, kompetente und zukunftsorientierte Verbraucherarbeit. Der VSB unterhält 15 Beratungsstellen in Bayern, betreut etwa 180.000 Mitglieder des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) und richtet seine Angebote an die gesamte Bevölkerung. Der VSB wird gefördert durch die Bayerischen Staatsministerien für Umwelt und Verbraucherschutz und für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

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