Alternative zu Quark & Co? „Skyr“ aus dem hohen Norden

„Viel Protein – wenig Fett“ – das traditionelle Milchprodukt Skyr aus Island gibt es jetzt auch in Deutschland. Bietet es tatsächlich Vorteile gegenüber Quark, Joghurt und Co?

 Skyr wird seit Jahrhunderten auf Island vorwiegend aus Kuh-, aber auch aus Schafmilch hergestellt. Grundlage ist entrahmte Milch, die mit Milchsäurebakterien und Lab versetzt und damit dickgelegt wird. In Deutschland wird es als „Frischkäsezubereitung, Magerstufe“ gekennzeichnet.

Cremig wie gerührter Quark und nahezu fettfrei

Die Herstellung ist der unseres heimischen Quarks sehr ähnlich. Die Konsistenz von Skyr erinnert an cremigen Quark oder griechischen Joghurt, jedoch bei sehr geringem Fettgehalt. Neben Natur-Skyr gibt es auch noch verschiedene Fruchtvarianten mit aromatisierten Fruchtzubereitungen. Diese sind immerhin weniger gezuckert als entsprechende Fruchtjoghurts.

Skyr – was ist drin?

Die Nährstoffzusammensetzung von Natur-Skyr ist vergleichbar mit der von Magerquark. Beide sind nahezu fettfrei und haben 3-4 g Milchzucker (Laktose) pro 100 g. Der Proteingehalt liegt beim Magerquark mit 12-13,5 g noch etwas über dem von Skyr (11 g). Beim Calciumgehalt liegt Skyr mit 107 mg wiederum leicht vor Magerquark mit 92 mg pro
100 g. Hier ist natürlich Joghurt spitze (120 mg Ca/100 g), jedoch bei deutlich geringerem Proteingehalt (5 g/100 g).

Unser Tipp: Mit Magerquark günstiger am Ziel

Grundsätzlich empfiehlt der VerbraucherService Bayern regelmäßig gesäuerte Natur-Milchprodukte zu essen, die nach Lust mit Obst verfeinert werden können. Wer einfach ein proteinreiches, aber fettarmes Lebensmittel essen möchte, ist beim klassischen Magerquark günstiger am Ziel: 500 g kosten rund 0,80 – 1 € gegenüber derzeit 1,19 € für 450 g Skyr.

Der VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB) ist tätig in den Bereichen Beratung, Bildung und Hauswirtschaft. Er ist eine unabhängige Interessenvertretung und steht für aktuelle, neutrale, kompetente und zukunftsorientierte Verbraucherarbeit. Der VSB unterhält 15 Beratungsstellen in Bayern, betreut etwa 180.000 Mitglieder des Katholischen Deutschen Frauenbunds (KDFB) und richtet seine Angebote an die gesamte Bevölkerung. Der VSB wird gefördert durch die Bayerischen Staatsministerien für Umwelt und Verbraucherschutz und für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.

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