Die Big Five der Lebensmittel – Von allem etwas, von nichts zu viel

Ein Plädoyer für abwechslungsreiches Essen in Theorie und Praxis ist der Auftritt des Max Rubner-Instituts auf der Internationalen Grünen Woche (IGW) in diesem Jahr. Die von verunsicherten Verbrauchern immer wieder in den Raum gestellte Frage „Ja, was soll ich denn überhaupt noch essen?“ wird vom Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel eindeutig beantwortet: Von allem etwas, von nichts zu viel. Was im Detail dahinter steckt erfahren die Messebesucher in Halle 23a, Sonderschau des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, vom 15. bis zum 25.Januar 2016.

Linsen, Spätzle und Saitenwurst, Ente mit Rotkraut und Semmelklöße, Lachsfilet mit Tagliatelle und Salat oder ein aufwendig belegtes Brot: viele Klassiker der Kochkunst, egal ob aus Deutschland oder dem Rest der Welt bedienen sich bei der Zusammenstellung der Zutaten aus allen großen Lebensmittelgruppen. Der Teig der Pizza deckt die Getreide-Gruppe ab, Tomaten, Paprika und Kräuter sind die Vertreter der Gemüse-Gruppe, oft ist das Gemüse in Olivenöl eingelegt, womit der Bereich „Fette und Öle“ abgedeckt wäre, nicht selten dürfen Schinken- oder Salami-Scheiben auf der Pizza die Fleisch-Gruppe ins Gedächtnis rufen – und natürlich gibt es keine Pizza ohne Käse, dem Beitrag aus der Milch-Gruppe. Damit sind die Big Five der Lebensmittel in einem einzigen Gericht versammelt, das jeder kennt und fast jeder schätzt. Zufall? Instinktives Ernährungswissen? Oder einfach die praktische Erkenntnis, dass erst die Kombination nicht nur den Hunger kurz und langfristig stillt, fit hält und vor allem schmeckt?

Keine Frage, man kann auf bestimmte Lebensmittelgruppen in der Ernährung verzichten, wenn man dann eventuell entstehende Nährstofflücken anderweitig deckt – man kann, aber man muss es nicht. Eine in der Gesamtmenge dem Energiebedarf angemessene, ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung auf der Basis von Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch, Milch und Milchprodukten, Ölen und Fetten sowie Getreide, Kartoffeln oder ähnlichem ist gesund und schmeckt. Es gibt gute Gründe und Argumente dafür, Produkte aus jeder dieser „Big Five“ der Lebensmittelgruppen zu essen und keine Gruppe auszuschließen. Wer dann noch viel Gemüse verzehrt und nicht zu viel Fleisch, hat die Weichen für eine gesunde Ernährung gestellt.

Auf eine von Informationen unterlegte praktische Demonstration des Themas „ausgewogene Ernährung“ legt das Max Rubner-Institut bei der IGW 2016 in Berlin sein Augenmerk. Dazu wird den Besucherinnen und Besucher in der Halle des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft eine Menge Wissen über die verschiedenen Bestandteile und Inhaltsstoffe der Lebensmittel vermittelt.

Gleichzeitig wird vor ihren Augen ein belegtes Brot aus allen oben erwähnten Lebensmittelgruppen, Schritt für Schritt – parallel zum Erzählten – zusammengestellt. Auf ein duftendes gegrilltes Vollkornbrot, mit bestem Olivenöl veredelt, folgen wahlweise Heringshappen, Schinken oder Bergkäse – ergänzt durch Gurkenscheiben, Feigenchutney oder Zwetschgenmus und Walnuss … Das leckere Brot erhalten Interessierte gemeinsam mit den kurz zusammengefassten Informationen, um sich für den weiteren Besuch der IGW zu stärken. Und am Ende gibt es noch ein attraktives Booklet mit interessanten Informationen rund um die Lebensmittelgruppen.

Warum wir was essen. Das Max Rubner-Institut stellt die Big Five des Essens vor.

Weitere Informationen

Quelle: Dr. Iris Lehmann Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Max Rubner-Institut – Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel

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