Gesundheitliche Auswirkungen von Saccharose und High Fructose Corn Sirup (HFCS)

1. Allgemeines zu Saccharose und High Fructose Corn Sirup (HFCS)

Saccharose gehört zu den Kohlenhydraten und wird als Kristall-, Haushalts-, Rohr- oder Rübenzucker bezeichnet. Dieser Zweifachzucker (Disaccharid 1 ) wird aus Zuckerrohr, Zuckerrüben oder Ahornsaft gewonnen und kommt darüber hinaus in Früchten und Honig vor. Saccharose besteht zu jeweils fünfzig Prozent aus Glukose und Fruktose (Monosaccharide), wobei jeweils ein Molekül Glukose mit einem Molekül Fruktose über eine α,β-1,2-glykosidische Bindung miteinander verbunden ist.

High Fructose Corn Sirup (HFCS) – auch bezeichnet als Isoglukose – ist ein Zuckerkonzentrat, das ebenfalls aus Glukose und Fruktose besteht. HFCS wird aus Maisstärke oder anderen Stärkequellen gewonnen, die zunächst enzymatisch in den Einfachzucker Glukose gespalten werden. Anschließend wird ein variabler Anteil der entstandenen Glukose durch Isomeration unter Vermittlung von Enzymen in den Einfachzucker Fruktose umgewandelt; das Verhältnis der beiden Monosaccharide kann demnach variieren.

Bei den am häufigsten verwendeten HFCS-42 sowie HFCS-55 mit einem Fruktosegehalt von 42 bzw. 55 Prozent liegt ein ähnliches Verhältnis von Glukose und Fruktose wie in Saccharose vor. Je höher der Fruktoseanteil von HFCS ist, umso höher ist dessen Süßkraft, da Fruktose eine höhere Süße aufweist als Glukose. Anders als bei der Saccharose liegen im HFCS Glukose und Fruktose überwiegend als freie, ungebundene Monosaccharide vor.

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Quelle: Deutscher Bundestag – Wissenschaftliche Dienste

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