Mineralstoffe für die Gesundheit von Herz und Kreislauf

Positive Wirkung von Magnesium

Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems sind mittlerweile die Todesursache Nummer eins in vielen Industrieländern. Eine der Hauptursachen für das häufige Auftreten: Das Leben im 21. Jahrhundert ist in der Regel nicht mehr so sehr von körperlicher Anstrengung geprägt wie früher. Neben mehr Bewegung ist aber auch die richtige Ernährung, insbesondere eine ausreichende Versorgung mit Magnesium, eine wichtige Grundlage für die Herzgesundheit, wie aktuelle Studien zeigen.

Vier von zehn Todesfällen in Deutschland gingen 2014 auf das Konto von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, so viele wie bei keiner anderen Krankheit. (1) Daher sind Präventionsmaßnahmen dringend gefragt. Neben ausreichender körperlicher Bewegung ist dabei auch eine ausgewogene Ernährung ein wichtiger Vorsorgebaustein. Oft ist dabei von Omega-3-Fettsäuren und Vitaminen die Rede, doch ebenso spielt der Mineralstoff Magnesium eine zentrale Rolle.

Magnesium – der Mineralstoff für ein gesundes Herz

Mit dem Zusammenhang zwischen Magnesium und der Herz-Kreislauf-Gesundheit befasste sich eine Studie, die zu dem Ergebnis gelangte, dass das allgemeine Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen umso geringer ist, je mehr Magnesium aus der Nahrung aufgenommen wird und je höher infolgedessen die Magnesiumkonzentration im Blut ist. (2)

Eine weitere, Anfang des Jahres veröffentlichte Studie mit rund zehntausend Probanden bestätigte die positive Wirkung des Mineralstoffs – in diesem Fall auf zwei spezielle Erkrankungen: Es stellte sich heraus, dass eine geringe Konzentration von Magnesium im Blutserum zu einem erhöhten Risiko für die Koronare Herzkrankheit und für den  plötzlichen Herztod führen kann. (3)

Basierend auf den Erkenntnissen über die gesundheitsfördernden Effekte des Minerals untersuchten Forscher in einer kürzlich veröffentlichten Studie die Magnesiumkonzentration im Trinkwasser verschiedener europäischer Länder. Auch hier zeigt sich der erwartete Trend, nämlich, dass das Risiko für die Koronare Herzkrankheit geringer ist, wenn eine höhere Konzentration an Magnesium im Trinkwasser der Probanden vorliegt. (4)

Mögliche Mechanismen der Magnesiumwirkung

Die genauen Gründe für die positive Wirkung von Magnesium werden von Wissenschaftlern kontrovers diskutiert. Beispielsweise wird vermutet, dass bei einem Magnesium-Mangel die Konzentration von Calcium in der Zelle steigen kann. Calcium und Magnesium sind Gegenspieler an Proteinen, die für die Herzmuskelkontraktion verantwortlich sind. Kommt es hier zu einem Ungleichgewicht zwischen den beiden Mineralstoffen, können unter anderem Herzrhythmusstörungen oder gar Herzversagen die Folge sein.

Abgesehen davon wird vermutet, dass ein Magnesiummangel zu einer verstärkten Bildung von freien Radikalen oder entzündungsfördernden Stoffen führen kann. (5) Die genauen Zusammenhänge müssen noch abschließend geklärt werden. Fest steht aber schon jetzt, dass das Mineral entscheidend für ein gesundes Herz ist.

Quellen:

1) https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Gesundheit/Todesursachen/Todesursachen.html; abgerufen am 02.03.2016.

2) Qu X et al.; Magnesium and the risk of cardiovascular events: a meta-analysis of prospective cohort studies.; PLoS One. 2013;8(3):e57720.

3) Kieboom BC et al.; Serum Magnesium and the Risk of Death From Coronary Heart Disease and Sudden Cardiac Death.; J Am Heart Assoc. 2016 Jan 22;5(1).

4) Jiang L et al.; Magnesium Levels in Drinking Water and Coronary Heart Disease Mortality Risk: A Meta-Analysis. Nutrients. 2016 Jan 2;8(1).

5) Chakraborti S et al.; Protective role of magnesium in cardiovascular diseases: a review.; Mol Cell Biochem. 2002 Sep;238(1-2):163-79.

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Liane Ludwig
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Quelle: GIVE e.V.

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