VEBU unterstützt das Projekt „1000 Gärten – Das Soja-Experiment“

Das Soja-Experiment ‚1000 Gärten‘ setzt sich für den regionalen Sojaanbau ein. In ganz Deutschland werden aktuell verschiedene Sojasorten an unterschiedlichen Standorten ausgesät und die Entwicklung der Pflanzen beobachtet und bewertet. Der VEBU (Vegetarierbund Deutschland) unterstützt die Initiative.

Die Initiative ‚1000 Gärten – Das Soja-Experiment‘ hat es sich zur Aufgabe gemacht, Soja in Deutschland heimisch zu machen. Sie ist ein Gemeinschaftsprojekt des Freiburger Tofuherstellers Taifun und der Landessaatzuchtanstalt der Universität Hohenheim. Ziel ist es, Sojasorten für den menschlichen Verzehr zu züchten, die auch in kühleren Regionen wachsen und für die Herstellung von Tofu geeignet sind.

Gemeinsam mit mehr als 2400 Gärtnern werden zwischen Mitte April und Mitte Mai in der ganzen Bundesrepublik 1000 Sojasorten gesät und getestet. So sollen die besten Standorte für die verschiedenen Sorten ermittelt werden. Bisher gedeiht die Sojabohne nur in klimatisch milden Regionen Deutschlands. „Wir begrüßen das Experiment von Taifun und der Uni Hohenheim. Der heimische Sojaanbau ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft der pflanzlichen Lebensweise. Durch den regionalen Anbau müssen die Pflanzen nicht kilometerweite Transportwege zurücklegen. Das schont die Umwelt und stärkt die lokalen Produzenten“, sagt Sebastian Joy, Geschäftsführer des VEBU.

Soja als optimale Fleischalternative

Der VEBU unterstützt das Soja-Experiment. „Soja ist eine optimale Fleischalternative, denn die Bohne bietet viel Eiweiß. Vom Speiseteller ist sie bei einer pflanzlichen Ernährung nicht mehr wegzudenken“, so Joy weiter. Aus Soja wird zum Beispiel Tofu, Tempeh, Sojamilch, Sojamehl und Sojasoße hergestellt.

Oftmals wird kritisiert, dass für den Sojaanbau große Waldflächen abgeholzt werden. „Das liegt daran, dass Soja überwiegend als Futtermittel verwendet wird. Rund 90 Prozent des weltweiten Sojas wird an Tiere verfüttert und geht somit in die Fleischproduktion. Es landet im Trog statt auf dem Teller. Der exzessive Anbau für die Fleischindustrie schädigt darüber hinaus die Böden. Baut man Soja direkt für den menschlichen Konsumenten an, ist dies sehr viel ressourcenschonender und schützt das Klima und die Tiere“, ergänzt Joy.

Soja-Experiment stößt auf überragendes Interesse

Im Dezember 2015 hatten die Initiatoren des Experiments Gärtner und Landwirte dazu aufgerufen, an der Soja-Züchtungsinitiative teilzunehmen. Sie erhielten über 2400 Anmeldungen, unter anderem von Hobbygärtnern, professionellen Gärtnern, Landwirten, solidarischen Landwirtschaften, Schulen, Universitäten, Vereinen und Urban-Gardening-Organisationen. Sowohl in den Ballungszentren als auch in den ländlichen Regionen Deutschlands war das Interesse groß.

Die Soja-Gärtner stellen eine Fläche von sechs bis zwölf Quadratmetern für die Aussaat von insgesamt 1000 Sojakreuzungen, pro Garten zwölf Kreuzungen, zur Verfügung. Im April hat die Landessaatzuchtanstalt die Saatgutkits an die Teilnehmer versendet. Sobald der Boden auf 10 Grad Celsius erwärmt ist, können die Gärtner mit der Aussaat beginnen. Im September sind die Hülsen voraussichtlich erntereif und die Bohnen können im Labor zu Tofu verarbeitet werden.

Auf dem Gärtnerblog unter www.1000gaerten.de können alle Interessierten die Initiative live mitverfolgen, die Teilnehmer kennenlernen und Hintergrundinformationen erhalten.

Der VEBU ist die größte Interessenvertretung vegetarisch und vegan lebender Menschen in Deutschland. Seit 1892 setzt sich die Organisation mit positiver Öffentlichkeitsarbeit dafür ein, den Fleischkonsum dauerhaft zu senken und eine pflanzenbetonte Lebensweise als attraktive und gesunde Alternative allen Menschen zugänglich zu machen. Der VEBU unterstützt beim Start in eine genussvolle Ernährung mit zahlreichen Angeboten und zeichnet sich durch originelle Kampagnen, vielfältige Veranstaltungen und die zielgerichtete Arbeit mit Multiplikatoren aus. Für Experten wie Verbraucher hat sich die Organisation als führende Anlaufstelle in allen Fragen des vegetarisch-veganen Lebens etabliert.

Pressekontakt:
VEBU (Vegetarierbund Deutschland)
Stephanie Stragies, Leitung Pressestelle
+49 30 29028253-0/-19
presse@vebu.de
www.VEBU.de

Quelle: VEBU

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