Oetker-Gruppe weiter auf Wachstumskurs: Noch ordentliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2015

„Die Oetker-Gruppe hat das Geschäftsjahr 2015 angesichts der schwierigen globalen Rahmenbedingungen noch ordentlich abgeschlossen. Dank der strategiekonformen Weiterentwicklung der Gruppe konnte ein erfreuliches Wachstum erwirtschaftet werden“, teilte Richard Oetker, persönlich haftender Gesellschafter der Dr. August Oetker KG, am Dienstag auf der Bilanz-Pressekonferenz in Bielefeld mit.

Gleichzeitig habe das Unternehmen mit zahlreichen Akquisitionen und einer Fokussierung auf Kernaktivitäten die Weichen für zukünftiges Wachstum gestellt. Die Geschäftsbereiche der Unternehmensgruppe erzielten im Berichtsjahr 2015 vorwiegend ordentliche Ergebnisse. Die Oetker-Gruppe konnte insgesamt den Umsatz mit 12.226 Mio. Euro (Vorjahr: 10.934 Mio. Euro) um 11,8 % deutlich steigern. Ohne Berücksichtigung der Erst- und Endkonsolidierungen lagen die kursbereinigten Umsatzerlöse knapp unter dem hohen Niveau des Vorjahres (-0,3 %).

In Deutschland wurden 32,3 % oder 3.947 Mio. Euro des Gesamtumsatzes erwirtschaftet (Vorjahr: 34,2 % oder 3.742 Mio. Euro). Der Auslandsanteil am Gesamtumsatz der Oetker-Gruppe erhöhte sich auf 67,7 % oder 8.278 Mio. Euro (Vorjahr: 65,8 % oder 7.193 Mio. Euro). Vom Auslandsanteil entfielen auf die restliche EU 23,1 % oder 2.821 Mio. Euro (Vorjahr: 23,6 % oder 2.575 Mio. Euro) und auf das restliche Europa 4,8 % oder 582 Mio. Euro (Vorjahr: 5,1 % oder 561 Mio. Euro). Der Umsatz in der restlichen Welt betrug 39,9 % oder 4.875 Mio. Euro (Vorjahr: 37,1 % oder 4.057 Mio. Euro).

Bezogen auf den Umsatzanteil der jeweiligen Geschäftsbereiche am Gesamtumsatz haben sich die Relationen gegenüber dem Vorjahr unmerklich verschoben: Die Schifffahrt hatte mit 49,5 % weiterhin den größten Anteil am Gesamtumsatz (Vorjahr: 47,4 %). Die drei konsumgüterorientierten Geschäftsbereiche machten insgesamt einen Anteil von 46,2 % am Gesamtumsatz aus (Vorjahr: 48,0 %). Der Nahrungsmittelbereich steuerte 24,5 % der Umsatzerlöse bei (Vorjahr: 24,0 %), Bier und alkoholfreie Getränke 16,1 % (Vorjahr: 17,6 %), Sekt, Wein und Spirituosen 5,6 % (Vorjahr: 6,4 %). Der Bereich Weitere Interessen trug mit 4,3 % zum Gesamtumsatz bei (Vorjahr: 4,6 %).

Die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich insgesamt um 8,6 % auf 30.787 (Vorjahr: 28.354). Im Geschäftsbereich Nahrungsmittel stieg der Personalbestand aufgrund von Akquisitionen deutlich um 13,2 % auf 14.478 Mitarbeiter (Vorjahr: 12.790). Der Geschäftsbereich Bier und alkoholfreie Getränke verzeichnete einen leichten Personalzuwachs. In der Radeberger Gruppe waren im vergangenen Jahr 5.894 Mitarbeiter angestellt (Vorjahr: 5.757), das entspricht einem Plus von 2,4 %. Im Bereich Sekt, Wein und Spirituosen fielen die Mitarbeiterzahlen leicht: Bei der Henkell & Co. Sektkellerei waren es mit 1.972 Mitarbeitern 1,7 % weniger als im Jahr zuvor (2.007). Der Personalbestand bei der Hamburg Süd stieg merklich um 11,2 % auf 5.960 Mitarbeiter (Vorjahr: 5.360). Der Anstieg der Mitarbeiterzahlen steht im Einklang mit der strategischen Entwicklung und ist zudem akquisitionsbedingt. Im Bereich Weitere Interessen erhöhte sich die Zahl der Mitarbeiter leicht von 2.440 auf 2.482 Beschäftigte; das entspricht einer Steigerung von 1,7 %.
Erfreuliches Wachstum im Geschäftsbereich Nahrungsmittel

Der Geschäftsbereich Nahrungsmittel setzt sich aus den Markenartikelunternehmen zusammen, die unter dem Dach von Dr. Oetker geführt und deren Produkte weltweit in allen wichtigen Distributionskanälen vertrieben werden. Dr. Oetker Deutschland hat seinen Firmensitz in Bielefeld. Vertriebs- und Produktionsstätten gibt es in rund 40 Ländern. Komplettiert wird der Geschäftsbereich Nahrungsmittel durch die Martin Braun-Gruppe und die Conditorei Coppenrath & Wiese.

Im Geschäftsjahr 2015 erwirtschaftete der Geschäftsbereich Umsatzerlöse in Höhe von 2.990 Mio. Euro. Damit konnte der Bereich, vor allem bedingt durch die Akquisition von Coppenrath & Wiese, den Umsatz um 14,0 % gegenüber dem Vorjahr steigern. Das um Konsolidierungskreis- und Wechselkurseffekte bereinigte Umsatzwachstum betrug 1,4 %. Die Investitionen lagen bei 153 Mio. Euro und damit um 21 Mio. Euro über denen des Vorjahres. Die Anzahl der Mitarbeiter stieg im gleichen Zeitraum um 13,2 % auf 14.478 Beschäftigte, auch dies vor allem durch die Akquisitionen bedingt.

Die Entwicklungen der Dr. Oetker Landesgesellschaften gestalteten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr unterschiedlich. Insgesamt konnte Dr. Oetker weltweit bei Umsatz und Ertrag trotz anhaltendem Preisdruck auf den Rohstoffmärkten und weltwirtschaftlichen Schwankungen ein ordentliches Ergebnis erzielen. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Unternehmen erwartungsgemäß ihren Umsatz insgesamt um 10,2 % steigern. Bereinigt um Akquisitionen und Wechselkurseffekte betrug das Wachstum 1,3 %. Besonders erfreulich ist, dass Dr. Oetker vor allem in der Region 3A (Asien, Afrika und Australien) im organischen Wachstum überdurchschnittlich zulegen konnte. Die Investitionen lagen mit 117 Mio. Euro über dem bereits hohen Niveau des Vorjahres. Im Mittelpunkt standen dabei die Erweiterung der Pizzaproduktionskapazitäten in Europa und Nordamerika sowie der Neubau des Forschungs- und Entwicklungszentrums am Standort Bielefeld.

Insgesamt haben sich die strategischen Sortimente im Bereich Nährmittel, Tiefkühlpizza, Frischedesserts und Professional positiv entwickelt. Bei Nährmitteln konnte Dr. Oetker seine internationale Präsenz deutlich ausbauen. Infolge der Übernahme des rumänischen Backartikelwettbewerbers Alex im März 2015 und des Dekorherstellers Rebecchi in Italien Ende 2014 konsolidierten sich die Nährmittelmärkte in den Ländern. Durch die im März 2015 vollzogene Akquisition der Firma D’Gari, des mexikanischen Marktführers für Götterspeise, gelang ein erfolgreicher Einstieg in den mittelamerikanischen Markt für Pulverdesserts. Die Einführung des Dr. Oetker Sortiments in Australien führte dazu, dass der Bereich Nährmittel jetzt auf allen Kontinenten vertreten ist.

Backartikel und Dekore erfreuten sich weiterhin besonderer Beliebtheit bei den Konsumenten. In ganz Europa trafen diese Segmente den Trend zum Selberbacken und Dekorieren und trugen zur positiven Entwicklung in diesem Bereich bei. Zudem konnten die Tassenküchlein in vielen Ländern das Sortiment der Backmischungen der „Kleinen Kuchen“ ergänzen. Im wettbewerbsintensiven Pizzamarkt konnte Dr. Oetker seine Marktanteile ausbauen. Angesichts des anhaltenden Convenience-Trends und zahlreicher neuer Varianten für die verschiedenen Submarkenkonzepte konnte das Wachstum deutlich ausgeweitet werden.

Hierzu beigetragen hat unter anderem die Fortsetzung der internationalen Erfolgsgeschichte von Pizza Ristorante, weiterhin eines der erfolgreichsten Pizzakonzepte. Einen zusätzlichen Impuls bekam der Markt durch den Launch der vegetarischen Pizzen. Auch in Nordamerika konnten Marktanteile durch die vollständige und erfolgreiche Integration des McCain-Pizzageschäfts weiter ausgebaut werden. Das Sortiment Frischedesserts entwickelte sich ebenfalls positiv, insbesondere aufgrund des Wachstums der strategischen Marken Paula und Marmorette.

Das Markenkonzept Dr. Oetker Professional richtet sich an die Bedürfnisse und Anforderungen der professionellen Verwender in der Außer-Haus-Versorgung. Dieser Bereich konnte sich im wettbewerbsintensiven Markt in Deutschland gut behaupten und seine Marktposition weiter ausbauen.

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