Haselnüsse – eine Rarität in der Weihnachtsbäckerei 2015?

Im Jahr 2015 hat das CVUA Sigmaringen insgesamt 77 Proben ganze bzw. zerkleinerte Haselnüsse auf Aflatoxine untersucht. 6 (7,8 %) der Proben waren wegen Überschreitungen der festgelegten Höchstmengen zu beanstanden. Außerdem war gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Zunahme des Anteils aflatoxinbelasteter Ware und des mittleren Aflatoxingehaltes festzustellen.

Haselnüsse müssen für den deutschen Markt überwiegend importiert werden. Hauptexportland ist die Türkei, die bei Haselnüssen einen Anteil von rund 75 % am Welthandel hat. In weit geringeren Mengen werden Haselnüsse aus Italien, USA, Aserbaidschan und Georgien gehandelt.

An der türkischen Schwarzmeerküste gab es Ende März 2014 einen Kälteeinbruch mit Hagelschlag, weshalb die Blüten an den Haselnusssträuchern erfroren sind. Dadurch kam es in der Weihnachtszeit 2014 und vor allem im ersten Halbjahr 2015 zu enormen Engpässen. Das machte sich dadurch bemerkbar, dass sich Kunden bei der Frage nach Haselnüssen in manchen Discountern mit der Antwort: „Haselnüsse haben wir in nächster Zeit keine im Regal.“ zufrieden geben mussten.

Einige Läden boten Haselnüsse zwar an, doch waren sie entsprechend teuer – teurer als Mandeln. Somit war man gespannt wie die neue Ernte im August und September 2015 ausfallen würde. Die Ernte 2015 war zwar zufriedenstellend, so dass es keine Engpässe gab, aber durch eine mäßige Ernte blieben die Preise hoch. Haselnüsse waren also keine Rarität für die Weihnachtsbäckerei 2015, jedoch waren sie relativ teuer.

Die Lebensmittelüberwachung stellte sich in diesem Zusammenhang die Frage, ob aufgrund der Engpässe Ende 2014 und Anfang/Mitte 2015 auch aflatoxinbelastete Haselnüsse im Jahre 2015 auf den Markt gekommen sind.

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Quelle: CVUA Sigmaringen

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