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UNO-Generalversammlung: Antibiotika-Resistenz steht auf der Agenda

Jedes Jahr sterben weltweit 700’000 Menschen aufgrund antibiotika-resistenter Bakterien. Darunter 214’000 Säuglinge, die keinen Monat alt sind. Bei der diesjährigen UNO-Generalversammlung soll das Problem angepackt werden.

11 Experten für antibiotika-resistente Bakterien werden die UNO beraten. Sie würden eine Kooperation zwischen Staaten, verschiedenen Behörden und Industrien, inklusive dem landwirtschaftlichen Sektor, als dringend notwendig betrachten, schreibt das Online-Magazin Modern Farmers in einem Artikel.

Laut Modern Farmers wird rund 2/3 des Antibiotika-Bestandes für Vieh verwendet. Der Rest wird in der Humanmedizin eingesetzt. Dem Vieh werde jedoch Antibiotika oftmals nicht wegen einer Krankheit gegeben. Es werde für schnelleres Tier-Wachstum oder als präventive Massnahme eingesetzt. Dadurch könne das Vieh antibiotika-resistente Bakterien bilden. Als Medizin kann Antibiotika seine Wirkung auf diese Weise verlieren.

Wenn sich in der Viehzucht antibiotika-resistente Bakterien entwickeln, können diese Bakterien auf den Menschen übertragen werden. Das kann entweder durch direkten Kontakt oder tierische Produkte wie Fleisch geschehen. Krankheiten zu heilen, wird dadurch immer schwieriger.

Die tierische Verwendung von Antibiotika steige schneller als der Konsum in der Humanmedizin, schreibt Modern Farmers. Die globale Nachfrage nach tierischem Protein wachse – Bauern würden sich zu einer drastischeren und intensiveren Form von Landwirtschaft bewegen.

Quelle: lid.ch