Ohne Zuckerzusatz“ ist nicht zuckerfrei

Gebäck, Leckereien
Foto: P-Chalice – CC-Lizenz (BY 2.0) – Some rights reserved – Quelle: www.piqs.de

Beliebte Geschenke zum Muttertag sind Pralinen, Schokolade oder kleine Törtchen. Diese werden oft auch „ohne Zuckerzusatz“ angeboten. Was versteckt sich hinter dieser Werbebotschaft und sind diese Produkte tatsächlich eine gesündere Alternative zur klassischen  Nascherei?

„Die Werbeaussage ‚ohne Zuckerzusatz‘ auf Süßwaren, Speiseeis, Desserts und Müsli bedeutet nicht, dass diese Produkte zuckerfrei sind“ erklärt Gisela Horlemann, Ökotrophologin beim VerbraucherService Bayern im KDFB e.V. (VSB): „Sie weist lediglich darauf hin, dass kein Haushaltszucker und auch keine süßenden Lebensmittel wie Honig, Dicksäfte oder Sirup zugesetzt wurden“.

Oftmals enthalten energieärmere Lebensmittel dafür sogenannte Zuckeraustauschstoffe, wozu auch Fruktose (Fruchtzucker) gehört. Zuckeraustauschstoffe unterscheiden sich im Geschmack kaum von Zucker und lassen sich weitgehend wie dieser verwenden. Sie sind jedoch auch kalorienhaltig und können in größeren Mengen zu Durchfällen führen.

Vor allem Fruchtzucker, ein Baustein des so genannten Haushaltszuckers, taucht als „gesunde Süße“ häufig auf. Er wird allerdings mit der Zunahme von Übergewicht in Verbindung gebracht. „Wer gezielt Produkte ‚ohne Zuckerzusatz‘ isst sollte daher aufpassen, dass er nicht zuviel davon verspeist. Die Zutatenliste verrät, ob Fruchtzucker und andere Zuckeraustauschstoffe wie Mannit, Sorbit, Maltit oder Xylit enthalten sind“, so Horlemann.

Quelle: Verbraucherservice Bayern

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