Am 1. Juni ist Tag der Milch: Pflanzenmilch ist eine gesunde und tierleidfreie Alternative

Zum Tag der Milch am 1. Juni stellt der VEBU (Vegetarierbund Deutschland) schmackhafte und gesunde Alternativen zu Kuhmilch vor. Sie zeigen, dass Verbraucher weder aus geschmacklichen noch aus gesundheitlichen Gründen auf Milch von Tieren angewiesen sind.

Immer mehr Verbraucher setzen sich mit den Bedingungen in der Milchindustrie und den Milchpreisen auseinander. Die Nachfrage nach Pflanzenmilch wächst daher kontinuierlich. Laut Marktforschungsinstitut Nielsen stieg der Umsatz mit vegetarisch-veganen Produkten im Lebensmitteleinzelhandel im vergangenen Jahr um 19 Prozent auf 686 Millionen Euro. Milchalternativen sind dabei mit einem Anteil von 36 Prozent die umsatzstärkste Warengruppe. Zum Tag der Milch weist der VEBU auf die Vorteile von Pflanzendrinks hin: „Pflanzenmilch wird ohne Tierleid produziert, schützt die Umwelt und bietet eine gesunde und leckere Alternative zu Kuhmilch. Immer mehr Verbraucher steigen deshalb auf Milchalternativen um. Der wöchentliche Konsum von Sojamilch und Sojamilchprodukten hat sich zwischen 2010 und 2016 fast verdoppelt“, sagt Sebastian Joy, VEBU-Geschäftsführung.

Milchalternativen schonen die Umwelt

Sojamilch und daraus hergestellte Produkte benötigen weniger als die Hälfte an Wasser als herkömmliche Kuhmilch. „Fetakäse schneidet mit 6,5 Kilogramm CO2-Emission* pro Kilogramm in der Klimabilanz sogar schlechter als viele Fleischsorten ab. Und mit 9 Kilogramm CO2-Emissionen pro Kilogramm ist Butter eines der klimaschädlichsten Lebensmittel. Sie ist sogar doppelt so schädlich wie Schweinefleisch“, so Joy. Dabei gibt es für jedes Milchprodukt gleich mehrere pflanzliche Alternativen.

Die Milchproduktion ist eine Belastung für Kuh und Kalb

„Kühe geben nicht ununterbrochen Milch. Das wissen viele Verbraucher nicht. Um Milch zu produzieren, muss eine Kuh ein Kind auf die Welt bringen. Unter natürlichen Bedingungen trägt sie im Laufe ihres Lebens drei bis fünf Kälber aus. Für die Milchproduktion werden Kühe daher in eine Dauerschwangerschaft versetzt“, erklärt Joy. Nach der Geburt werden die Kälber gewaltsam von ihren Müttern getrennt, da die Milch dem menschlichen Konsum vorbehalten ist. Bereits 6 bis 8 Wochen nach der Geburt wird die Kuh erneut besamt. Sobald ihre Milchleistung nachlässt, wird sie getötet.

Pflanzenmilch ist vielseitig und gesund

Ob cremige Sahne aus Kokosmilch oder ein Schokoeisbecher auf Mandelbasis: Produkte aus Pflanzenmilch sind vielseitig und treffen so jeden Geschmack. Inzwischen sind sie in den meisten Supermärkten und selbst in vielen Discountern verfügbar. „Pflanzliche Milchsorten wie Sojamilch enthalten oft ähnlich viel Kalzium wie Kuhmilch. Da sie in der Regel weniger Fett enthalten, bieten sie eine gesunde und cholesterinfreie Alternative. Neue Sorten wie Hanfmilch bieten wertvolle Nährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren. Damit sind sie der Kuhmilch weit überlegen“, sagt Joy. Verbraucher können Pflanzenmilch auch sehr einfach zu Hause herstellen. Nachfolgend stellt der VEBU ein Rezept für Mandelmilch vor.

*) Quelle: ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg: CO2 Rechner. Online unter: www.klimatarier.com/de/CO2_Rechner

VEBU-Rezept für Mandelmilch

Zutaten:
100 g Mandeln
1 l Wasser

Zubereitung:
1. Die Mandeln über Nacht in Wasser einweichen.
2. Mandeln mit Wasser in einem Standmixer etwa eine Minute gut durchmixen.
3. Die so entstandene Milch durch einen Nussmilchbeutel oder ein sehr feines Sieb passieren und in eine Flasche abfüllen. Fertig!

Die Milch lässt sich übrigens auch mit anderen Nüssen wie Cashews oder Haselnüssen zubereiten.

Der VEBU stellt pflanzliche Alternativen zu Kuhmilch vor

Sojamilch: wird aus Sojabohnen hergestellt und kann Kuhmilch vollständig ersetzen. Mit 3 bis 4 g Protein pro 100 ml hat sie etwa den gleichen Eiweißgehalt wie Kuhmilch, aber einen geringeren Fettgehalt. Sie ist vielseitig einsetzbar und eignet sich zum Kochen, Backen oder im Kaffee. Erhältlich ist sie in den meisten Supermärkten und Discountern sowie in Biomärkten und Reformhäusern.

Reismilch: ist für Allergiker besonders gut geeignet. Von allen Milchalternativen ist sie die allergenärmste. Sie hat einen natürlich süßlichen Geschmack und lässt sich zum Kochen und Backen verwenden. Erhältlich in Biomärkten und Reformhäusern sowie in gut sortierten Drogerie- und Supermärkten.

Hafermilch: wird aus entspelztem Hafer gewonnen und enthält wie alle pflanzlichen Produkte kein Cholesterin. Hafermilch hat sogar cholesterinsenkende Eigenschaften. Sie eignet sich gut zum Kochen und Backen und ist in vielen Supermärkten erhältlich.

Dinkelmilch: besitzt auch ohne Zuckerzusatz einen relativ süßen Geschmack und eignet sich daher besonders gut für Süßspeisen. Sie kann als natürliches Süßungsmittel, zum Beispiel im Kaffee, verwendet werden. Sie ist in Biomärkten, Reformhäusern und Drogeriemärkten erhältlich.

Mandelmilch: gilt als gut bekömmlich, reich an ungesättigten Fettsäuren und ideale Quelle für Ballaststoffe. Ihr Geschmack ist mild und leicht nussig. Sie ist in Biomärkten und Reformhäusern sowie in Drogerie- und Supermärkten erhältlich.

Haselnussmilch: hat ein sehr nussiges Aroma und eignet sich daher zum Verfeinern von Süßspeisen. Sie lässt sich je nach Sorte aufschäumen und im Kaffee verwenden. Haselnussmilch ist in Biomärkten und Reformhäusern sowie in gut sortierten Drogerie- und Supermärkten erhältlich.

Cashewmilch: hat einen leicht nussigen Geschmack und eignet sich zum Kochen und Backen. Erhältlich ist sie in Biomärkten und Reformhäusern sowie veganen Supermärkten. Auch diese Pflanzenmilch lässt sich ganz einfach selbst herstellen, indem man die Nüsse über Nacht einweicht und dann mit Wasser mixt.

Macadamiamilch: hat im Vergleich zu anderen Milchsorten einen relativ hohen Fettgehalt, jedoch handelt es sich um gesunde ungesättigte Fettsäuren. Sie eignet sich sowohl zum Kochen als auch zum Backen. Macadamiamilch ist in Biomärkten und Reformhäusern sowie veganen Supermärkten erhältlich.

Hanfmilch: besitzt einen leicht nussigen Geschmack und weist einen hohen Anteil an essentiellen ungesättigten Fettsäuren auf. Etwa 2 Gläser (500 ml) Hanfmilch liefern die empfohlene Tagesdosis an Omega-3-Fettsäuren. Sie eignet sich zum Kochen und Backen und ist in Biomärkten, Reformhäusern und veganen Supermärkten erhältlich.

Kokosmilch: hat einen fruchtig-nussigen Geschmack und ist reich an Magnesium und Kalium. Sie hat einen höheren Fettgehalt als viele andere pflanzliche Milchalternativen, welcher aber aus gesunden Fettsäuren besteht. Sie verleiht Speisen ein exotisches Aroma. Erhältlich in Supermärkten, Discountern, Biomärkten und Reformhäusern.

Der VEBU ist die größte Interessenvertretung vegetarisch und vegan lebender Menschen in Deutschland. Seit 1867 setzt sich die Organisation mit positiver Öffentlichkeitsarbeit dafür ein, den Fleischkonsum dauerhaft zu senken und eine pflanzenbetonte Lebensweise als attraktive und gesunde Alternative allen Menschen zugänglich zu machen.

Der VEBU unterstützt beim Start in eine genussvolle Ernährung mit zahlreichen Angeboten und zeichnet sich durch motivierende Kampagnen, vielfältige Veranstaltungen und die zielgerichtete Arbeit mit Multiplikatoren aus. Für Experten wie Verbraucher hat sich die Organisation als führende Anlaufstelle in allen Fragen des vegetarisch-veganen Lebens etabliert. www.VEBU.de

Quelle: VEBU

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Ein Kommentar

  1. Kühe werden von der Milchindustrie zu reinen Milchlieferanten degradiert. Nicht das Wohl der Tiere, sondern die maximale Produktionsmenge steht im Mittelpunkt. So werden Kühe, die weit über 15 Jahre alt werden können, bereits nach 4 bis 5 Jahren getötet, wenn ihre Milchleistung nachlässt. In dieser kurzen Lebenszeit werden sie jedes Jahr künstlich befruchtet und ihr Kind wird ihnen direkt nach der Geburt weggenommen.

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