Stachelbeeren – eine unterschätzte Beere

Foto: Sabine Weis

Wenn im Juni die Ernte zahlreicher Beerenarten beginnt, wird eine Beerenart oft vernachlässigt, die Stachelbeere. Dabei hat sie in den letzten Jahren viele Liebhaber gewonnen.

Während Stachelbeeren in früheren Zeiten fast ausschließlich eingekocht wurden, um sie dann später als Kuchenbelag zu verwenden, haben in den letzten Jahren immer mehr Verbraucher die grünen, gelben oder roten Beeren für den Frischverzehr entdeckt. Dabei gibt die Farbe keinen Aufschluss über den Geschmack, sie ist lediglich ein optischer Unterschied. Reife Stachelbeeren in allen Farben schmecken gleich.

Die reifen Beeren eignen sich hervorragend als Snack für zwischendurch, für den Obstsalat oder das Müsli, für ein Kompott, Konfitüre oder als Kuchenbelag. Da es frische Stachelbeeren nur über einen kurzen Zeitraum zu kaufen gibt, empfiehlt sich allen Liebhabern dieser Früchte, reife Stachelbeeren einzufrieren. So können die Früchte über Monate gelagert werden.

Stachelbeeren sind eng verwandt mit Johannisbeeren. Und so verwundert es nicht, dass auch sie einen hohen Gehalt an Vitamin C aufweisen. Beachtlich sind auch die Gehalte an Kalium, Calcium und Magnesium. Ihren Namen tragen die Beeren wegen der Dornen, die die Stachelbeersträucher tragen. Beim Pflücken der Früchte ist Vorsicht angesagt.

Wer Stachelbeeren einkochen möchte, um sie später als Kuchenbelag zu verwenden, sollte dazu halbreife Früchte verwenden. Wenn sich die Beeren leicht eindrücken lassen, ist der richtige Zeitpunkt für die Ernte. Denn vollreife Stachelbeeren werden beim Einkochen ihre Form verlieren.

Quelle: Rheinischer Landwirtschafts-Verband (RLV)