Spinat stärkt den Muskelaufbau

Spinat
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Es stimmt tatsächlich: Spinat macht besonders kräftig und stark. Er unterstützt den Muskelaufbau mit einen hohen Gehalt an Mineralien und Vitaminen. Er enthält unter anderem reichlich Vitamin A, C, Folsäure, Kalium, Kalzium und  Magnesium. Der Eisengehalt wurde lange Zeit überschätzt, ist aber immer noch deutlich höher als etwa beim Kopfsalat.

Abhängig von der Jahreszeit der Aussaat wird zwischen dem zarten Frühlings- und Sommerspinat und dem kräftigeren Herbst- und Winterspinat unterschieden. Frühlings- und Sommerspinat wird von März bis Mai geerntet und kann auch als Salat verzehrt werden. Herbst- und Winterspinat wird von September bis November geerntet und stets gekocht.

Spinat kann bis zu vier Mal im Jahr geerntet werden und wird im Handel vor allem tiefgekühlt angeboten. Nur ein kleiner Teil gelangt frisch auf Bauernmärkte oder in den Biohandel. Er hält sich nur zwei bis drei Tage im Kühlschrank, kann aber blanchiert und im Haushalt eingefroren werden.

Spinat lecker zubereiten

Frühlingsspinat ist besonders zart und aromatisch. In Kombination mit Tomaten, Oliven und Schafskäse lässt er sich gut als Salat zubereiten. Blattspinat schmeckt auch sehr gut als Füllung in der Lasagne und in Teigtaschen, im Auflauf und Gratin, im Pesto, im Gemüsekuchen und in der Suppe. Zu Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten ist Spinat sehr gut als Beilage geeignet.

Frischer Spinat kann schnell und einfach zubereitet werden. Zuerst wird er gründlich in kaltem Wasser gewaschen und die äußeren Blätter und dicken Stiele werden entfernt. Im Topf oder in der Pfanne wird er bei mäßiger Hitze kurz erwärmt und fällt dann rasch zusammen. Hinzu kommen etwas Salz, Pfeffer, Knoblauch oder Muskat und nach Wunsch Naturjogurt.

Eine Vielzahl an Rezepten mit Spinat zu Fisch, Geflügel, Salaten oder gar Kuchen gibt es hier in food-monitor.

Popeye, Spinat und eine Kommastelle

In den 50er und 60er Jahren war eine Comic-Figur namens Popeye allgegenwärtig im deutschen Fernsehen – anfangs in schwarz-weiß und später in farbigen Kurzfilmen. Popeye bedeutet englisch umgangssprachlich „Glotzauge“. Die Comic- und Cartoon-Figur wurde vom amerikanischen Zeichner Elzie Crisler Segar 1929 kreiert. Charakteristische Merkmale waren die Kapitänsmütze, ein Anker-Tattoo auf dem linken Unterarm, die grotesken Proportionen seiner Arme und ein schiefes Gesicht. Denn im Mundwinkel steckte ständig eine Pfeife und ein Auge war immer zugekniffen.

Als Markenzeichen untrennbar verbunden mit Popeye war eine Konservendose Spinat, deren gesamten Inhalt er sich jedesmal in den Schlund stopfte, wenn es galt, sich mit körperlichen Kräften rasch aus einer seiner unzähligen Prügeleien zu befreien.

Popeyes Vorliebe für Spinat war jedoch mit einem groben Missverständnis verbunden, das sich über viele Jahrzehnte hielt. Die gesundheitlich förderliche und die Muskelkraft stärkende Wirkung von Spinat wurde von dem Schweizer Physiologen Gustav von Bunge im Jahr 1890 einem Eisenanteil von 35 Milligramm auf 100 Gramm zugeschrieben. So weit so richtig als von Bunge diesen Wert für getrockneten Spinat ermittelt hatte. Diese Angabe wurde später jedoch fälschlicherweise frischem Spinat zugeschrieben, der aber zu ca. 90 % aus Wasser besteht. Richtig berechnet enthalten 100 Gramm frischer Spinat jedoch im Mittel lediglich 3,5 Milligramm Eisen und nicht die zehnfache Menge.

Eine im Jahr 2012 veröffentlichte Studie des schwedischen Karolinska-Instituts korrigierte diesen Irrtum mit der Erkenntnis, dass nicht das Eisen, sondern die im Spinat enthaltenen Nitrate das Wachstum von Muskeln fördern können.

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https://www.youtube.com/watch?v=NAW20PhGAbI

Boxsport ernsthaft betrieben

Um im Boxring erfolgreich zu bestehen, hilft also auch die grösste Dosis Spinat nur im Comic-Film aber nicht in der Wirklichkeit. Erforderlich ist hartes Training, Ausdauer, Schnelligkeit und nicht unbedingt ein übermäßig muskelbepackter Körper. Denn Meister kann man bereits im Federgewicht werden.

Aber auch für das reine Fitnesstraining bietet sich Boxen bzw. das Boxsacktraining an. Man muss kein versierter Boxer sein, um sich zuhause einen Leder Boxsack aufzuhängen und so viel für Kondition, leichten Muskelaufbau und Reaktionsgeschwindigkeit zu tun. Und wer mag, kann nach dem Training gerne ein leckeres Spinatgericht genießen und muss sich nicht wie Popeye kalten Spinat aus der Dose in den Hals stopfen.

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