Die Freude am Essen bewahren: Essen und Trinken im Alter

Ernährung in der Pflege
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Gegen das Älterwerden kann sich niemand wehren. Aber wie wir altern, mit welchen Einschränkungen und bestimmten Krankheiten wir leben müssen und wie lange sie sich hinauszögern lassen, darauf haben wir sehr wohl Einfluss.

Neben ausreichender Bewegung spielt dabei vor allem die Ernährung eine entscheidende Rolle. Doch wie sieht eine gesunde Ernährung in der 24 Stunden Pflege im fortgeschrittenen Alter aus? Wie hält man die Freude an Mahlzeiten aufrecht, wenn das Kauen Probleme bereitet oder das Geschmacksempfinden nachlässt? Diese und viele andere Fragen beantwortet die aid-Broschüre „Essen & Trinken im Alter“, die sich vor allem an Pflegekräfte und Familienangehörige wendet.

Besonders hilfreich ist die Broschüre auch für die umfangreichen Anforderungen an eine ausgewogene Ernährung in der 24 Stunden Pflege.

Sie beschreibt, welche Veränderungen im Alter auftreten und was das für die Ernährung bedeutet. Es werden alle Lebensmittelgruppen vorgestellt und die Grundlagen einer gesunden Ernährung ganz einfach und alltagstauglich anhand der aid-Ernährungspyramide erläutert. Der Leser erfährt zum Beispiel, wie das Portionenmodell der aid-Ernährungspyramide funktioniert, wie man Mahlzeiten optimal plant und wie sich das Ernährungsverhalten von Senioren beobachten lässt, um einer möglichen Mangelernährung vorzubeugen.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet das Kapitel „Essen leichter machen“. Hier werden unter anderem Tipps für praktisches Fingerfood gegeben, verschiedene Hilfsmittel wie spezielles Besteck vorgestellt und gezeigt, wie sich die Essatmosphäre mit wenig Aufwand verbessern lässt.

Ausführlich geht die Broschüre auch auf spezielle Herausforderungen beim Essen im Alter ein. Dazu gehört zum Beispiel der Umgang mit Appetitlosigkeit, Flüssigkeitsmangel oder der Einfluss von Medikamenten auf die Ernährung. Themen, die in der 24 Stunden Pflege besondere Bedeutung besitzen. Auch Probleme wie Schluckstörungen, Verstopfung oder nachlassende Sinnesleistungen werden aufgegriffen sowie diverse Erkrankungen.

Die Broschüre behandelt diese sensiblen Themen sehr einfühlsam und schafft so Verständnis für die Probleme älterer Menschen. Jedem Heft liegt ein Faltblatt mit leicht verständlichen Tipps zur Weitergabe an Senioren bei. Damit ist die Broschüre eine ideale Informationsquelle für alle, die beruflich oder privat alte Menschen pflegen und betreuen.

Die aid-Broschüre „Essen & Trinken im Alter – Ratgeber für Pflegekräfte“ umfasst
68 Seiten und ist zum Preis von 7,50 Euro, zzgl. einer Versandkostenpauschale von 3,00 Euro hier erhältlich.

Gute Ernährungsversorgung verbessert die Lebensqualität von Pflegebedürftigen

Seit ihrer Gründung im Jahr 1953 beschäftigt sich die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) mit allen auf dem Gebiet der Ernährung auftretenden Fragen und stellt Forschungsbedarf fest. Sie unterstützt die ernährungswissenschaftliche Forschung ideell und informiert über neue Erkenntnisse und Entwicklungen.

In 2013 veröffentlichte die DGE Ergebnisse einer für ihren 12. Ernährungsbericht durchgeführten Studie, in der sie die Ernährungssituation von Senioren untersuchte , die zu Hause gepflegt werden (ErnSiPP-Studie). Zuvor lagen nur wenige Erkentnisse vor über das Essverhalten der rund 1,6 Mio. in Deutschland lebenden pflegebedürftigen Senioren, die zu Hause wohnen.

Nach diesem Bericht sind sowohl Übergewicht als auch Defizite in der Nährstoffversorgung bei Pflegebedürftigen weit verbreitet:

  • 13 % der Pflegebedürftigen sind mangelernährt.
  • Bei weiteren 57 % besteht ein Risiko für Mangelernährung
  • Lediglich ein knappes Drittel weist einen normalen Ernährungszustand auf.
  • Viele der zu Hause gepflegten Senioren und insbesondere Demenzkranke leiden unter Kau- und Schluckbeschwerden sowie nachlassendem Durstgefühl.

Die in der Studie genannten Defizite in der Ernähung von Senioren führen langfristig zu einer erhöhten Anfälligkeit für Krankheiten sowie eine Erhöhung der Pflegebedürftigkeit.

Quellen: aid, DGE

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