Bio aus dem Supermarkt: Geringeres Vertrauen hält vom Kauf nicht ab

Immer mehr Menschen möchten sich bewusst ernähren und drücken ihre Lebenseinstellung im Kauf von Bio-Lebensmitteln aus. Daher nehmen ökologische Erzeugnisse einen immer größeren Anteil des täglichen Einkaufs ein. Inzwischen versuchen rund 30 Prozent der Deutschen, sich überwiegend mit Bio-Produkten zu ernähren. Im Jahr 2008 waren es noch 25 Prozent, erklärt das Unternehmen Dialego.

Von 2008 bis 2017 hatten die Marktforscher, zuletzt im September 2017, je rund 1.000 Deutsche im Alter von 18 bis 69 Jahren zum Thema Bio befragt. Wenn man sich allerdings den Anteil der Bio-Produkte am gesamten Lebensmittelmarkt ansieht, spiegelt dieser mit etwa 5 Prozent auch die Diskrepanz wider zwischen Selbstauskünften und dem tatsächlichen Einkaufsverhalten. Indes steigen die Umsätze der ökologisch erzeugten Lebensmittel seit Jahren stetig.

Bio-Produkte werden laut Umfrage in erster Linie im Supermarkt (80 %) und im Discounter (61 %) eingekauft. Jeder dritte Bio-Käufer geht in den Bio-Supermarkt (33 %) oder auf den Wochenmarkt (30 %). 23 Prozent kaufen direkt beim Erzeuger ein. Das ergeben in etwa auch die „harten“ Fakten. Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e. V. gibt die Zahlen nach Einkaufsstätten wie folgt an: Naturkostfachgeschäfte (einschließlich Hofläden) 30 Prozent, der Lebensmitteleinzelhandel mit 58 Prozent und „Sonstige“ (Bäckereien, Metzgereien, Wochenmärkte, Abokisten etc.) mit 12 Prozent Umsatzanteil.

Die Gründe für den Einkauf von ökologischen Erzeugnissen sind vielseitig. Viele Konsumenten sind der Überzeugung, dass Bio gesünder ist (47 %) und besser schmeckt (33 %). Bei einem Drittel der Befragten entspricht Bio der Lebenseinstellung. Dieser Trend ist vor allem bei Frauen (37 versus 31 %) und jüngeren Menschen unter 29 Jahren zu beobachten (41 %). Rund 14 Prozent der Befragten greifen vor allem zu Bio, weil sie ihre Kinder gesund ernähren möchten. Interessanterweise achten nur 12 Prozent bei Bio-Lebensmitteln auf Marken. Für die meisten Befragten ist es auch unwichtig, mit welchem Bio-Logo das Produkt gekennzeichnet ist.

Quelle: Heike Kreutz, www.bzfe.de

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